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Gablingen/Gersthofen

31.01.2019

Jürgen Schantin will es nochmal wissen

Jürgen Schantin wirft noch einmal seinen Hut in den Ring.
Bild: Marcus Merk

Plus Nach Gersthofen will der Politiker nun den Bürgermeisterstuhl in Gablingen erobern. Anderen Gemeinden gibt er einen Korb.

Er war schon einmal sechs Jahre lang Bürgermeister in Gersthofen – nun will er es noch einmal wissen: Jürgen Schantin wirft bei für die Kommunalwahl im März 2020 noch einmal seinen Hut in den Ring und möchte als Bürgermeister kandidieren. Diesmal aber in der Gemeinde Gablingen.

Wie der derzeit amtierende Gablinger Rathauschef Karl Hörmann auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, will 2020 er aus gesundheitlichen Gründen nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren.

Amtsinhaber Karl Hörmann tritt nicht mehr an

Jürgen Schantin erklärt, dass seit Sommer „eine Vielzahl von Persönlichkeiten“ in gefragt hätten, ob er kandidieren möchte. Nur weil der Amtsinhaber Karl Hörmann nicht mehr antreten wird, habe er sich bereit erklärt zu kandidieren. Hörmann habe ihm dies auch schmackhaft gemacht. „Ich würde nie gegen einen amtierenden Bürgermeister antreten“, versichert er. „Ich sehe es für mich persönlich als nochmalige Chance und Herausforderung zugleich an, als freier und unabhängiger Bürgermeisterkandidat antreten zu können.“ Schantin hat eine mehr als 40-jährige Berufserfahrung in der öffentlichen Kommunalverwaltung – unter anderem als und Hauptamtsleiter der Stadt Gersthofen. Das bedeutet, dass er nicht mehr in Gersthofen als Stadtrat für die Gruppierung W.I.R. kandidieren wird. Diese „Wählerinitiative Richtungswechsel“ hatte er im Vorfeld der Kommunalwahl 2014 gegründet.

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Jürgen Schantin hat einen langjährigen Bezug zu Gablingen. Bis zu seiner Wahl als Bürgermeister in Gersthofen wohnte er viele Jahre im Gablinger Ortsteil Lützelburg. „Ich war unter anderem ein Mann der ersten Stunde, als ich mit meinem Bläserquartett, gemeinsam mit dem Shanty-Chor die Lützelburger Waldweihnacht aus der Taufe hob und habe viele persönliche Verbindungen in dieser Gemeinde“, so Schantin.

Wie er weiter berichtet, haben ihm auch Bürger aus den Gemeinden Kutzenhausen und Aindling angetragen, als Bürgermeister zu kandidieren. „Doch zu beiden Gemeinden habe ich keine wirkliche Beziehung“, erklärt er seine dortigen Absagen.

In der Stichwahl mit Michael Wörle

Während seiner Zeit als Bürgermeister von 2008 bis 2014 war Jürgen Schantin sehr umstritten. Die CSU, für die er angetreten war, musste er nach erbitterten Auseinandersetzungen – nicht zuletzt auch mit seinem langjährigen Amtsvorgänger und politischen Ziehvater Siegfried Deffner – verlassen. Trotz bestem Stimmergebnis zwang ihn 2014 sein parteiloser und von SPD/Grünen und Freien Wählern unterstützter Mitbewerber Michael Wörle in die Stichwahl. Mitbewerber Stefan Buck (CSU) hatte keine Chance. Die Stichwahl konnte Wörle letztendlich für sich entscheiden.

Schantin sitzt seither im Gersthofer Stadtrat und arbeitet ebenfalls als Kreisrat im Augsburger Kreistag, insbesondere im Bauausschuss und im Werkausschuss. Weil er niemals Beamter gewesen war, musste er sich nach seiner Abwahl zunächst auf Jobsuche machen. Er fand schließlich eine Stelle als verantwortlicher Geschäftsleiter der Gemeinde Aystetten, die er bis heute ausübt.

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