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02.07.2020

Jugendliche wünschen sich Badesee

Die Jugendlichen wünschen sich einen Baggersee.

Dafür bringen sie sich im Stadtleben ein

Einen Baggersee, ein Freibad oder zumindest einen günstigen Eintritt ins Freizeitbad Titania – das ist weiterhin einer der Wünsche, die der Jugendrat der Stadt Neusäß an Politik und Verwaltung hat. Vorgebracht hat ihn jetzt im zuständigen Ausschuss für Kultur, Schule, Soziales und Schule der Vorsitzende des Jugendbeirats, Nils Härle. Er kündigte gleichzeitig an, dass das Gremium demnächst einen Antrag auf solch eine Freizeitmöglichkeit stellen wolle.

Der Wunsch ist übrigens nicht neu und taucht in regelmäßigen Abständen auch in Stadtratssitzungen auf, zuletzt konkret im Sommer 2014 im Zusammenhang mit neu ausgewiesenen Kiesabbauflächen zwischen Täfertingen und der Autobahn. Eine schnelle Umsetzung der Pläne sei, so Bürgermeister Richard Greiner damals, aber ein abstrakter Wunsch. Heute hat sich die Lage geändert und ein Badesee ist in noch weitere Ferne gerückt.

Denn die Strategie „Kiesabbau-Konzentrationsflächen“ ist inzwischen überholt und im neuen Flächennutzungsplan nicht mehr berücksichtigt. Grund ist eine Änderung in der Rechtsprechung. Privaten Eigentümern darf demnach nicht mehr der Kiesabbau an bestimmten Stellen vorgeschrieben werden, heißt es jetzt aus dem Neusässer Rathaus. Auch der Ausbau der Außenbadeflächen am Titania steht aktuell nicht zur Debatte – unter anderem, weil es dort keine ausreichenden Flächen gibt.

Die Jugendlichen haben weitere Vorstellungen, wie die Stadt für sie attraktiver werden kann. Auch Räume für Partys, Park- und Fahrradabstellplätze am Bahnhof, attraktive Spielplätze und ein Mountainbike-Trail dazu gehören. Im Gegenzug bringt sich der Jugendrat auch im gesellschaftlichen Leben der Stadt ein: Zu Beginn der Corona-Krise wurde blitzschnell ein Einkaufsservice eingerichtet, so Nils Härle. Später half man der Tafel beim Ausliefern der Versorgungstüten. Nicht alle Erfahrungen der Jugendlichen waren positiv: So kamen sie sich beim gemeinsamen Stand mit dem Seniorenbeirat auf dem Weihnachtsmarkt ausgenutzt vor. Man habe gerade auf- und abbauen dürfen, berichtete Nils Härle. (jah)

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