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Ustersbach

28.07.2010

Kapelle strahlt wie einst

Pfarrer Roland Wolff (sitzend) Architekt Christian Boss und Bürgermeister Dr. Max Stumböck erläuterten Sinnbild, Bauwerk, Entstehungsgeschichte und Sanierung der Annakapelle in Ustersbach. Foto: Annemarie Wiedemann
Bild: Annemarie Wiedemann

Mit viel Engagement hat die Gemeinde Ustersbach die Feldkapelle St. Anna an der Flurgrenze zu Ried sorgfältig und aufwendig restauriert. Zusammen mit den umgebenden Linden stellt sie ein wertvolles Kultur- und Naturdenkmal dar, das nun wieder in seiner Erstfassung hergestellt ist. Bei einem feierlichen Gottesdienst wurden das Bauwerk und eine neue Darstellung der Anna Selbtritt gesegnet und von Bürgermeister Dr. Max Stumböck "als Stätte der Ruhe und des stillen Gebets zur Nutzung durch die Pfarrei übergeben", die anschließend ein Pfarrfest feierte.

Nach einer Sternwallfahrt der Pfarreien aus Ried, Breitenbronn und Oberschöneberg zog die vereinte Pfarreiengemeinschaft Ustersbach mit Vereinen und Fahnen zu den Klängen der Harmoniemusik Maingründel vom Zotthof zur Annakapelle in der westlichen Flur zwischen Ustersbach und Ried, na-he der B 300 gelegen. Musikalisch umrahmt von der Blaskapelle und dem Kirchenchor aus Ried, freute sich Pfarrer Roland Wolff beim Gottesdienst über den Ausblick in die schöne Landschaft der Reische-nau und die generationenverbindende große familiäre Gemeinschaft, die Jung und Alt umfasste.

Die Kapelle sei verbunden mit Hoffnung und sie sei ein Zeichen für den immerwährenden Strom des Lebens, sagte Bürgermeister Stumböck zur historischen Bedeutung des kleinen Kirchleins als Kulturdenkmal und der ergreifenden Geschichte um den frühen Tod vieler Kinder.

Mit der vier Jahre dauernden und 55 000 Euro teure Sanierung konnte ein Kleinod erhalten werden, das den Gemeinderat nicht reue. Der Bürgermeister wünschte sich von der Pfarrei, die hübsche Kapelle wieder mit geistlichem Leben zu erfüllen. Zu Gast waren auch Landratsvize Max Strehle, Kreisheimatpfleger Prof. Dr. Walter Pötzl und Altbürgermeister Alfons Kastner.

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Große Zustimmung

Zuschüsse, Spenden und Aktionen der Vereine und der Pfarrei deckten die Hälfte der Kosten und zeigten der Gemeinde die breite Zustimmung durch die Bevölkerung zur aufwendigen Sanierung, so Stumböck. Ein Stifter, der nicht genannt werden will, ließ ein farblich zum wiederhergestellten Stil des Innenraumes abgestimmtes Schnitzwerk der Anna Selbtritt, eine Darstellung der Mutter Anna mit ihrer Tochter und Gottesmutter Maria und dem Jesuskind, anfertigen. Die Festdamen der Feuerwehr trugen sie im Festzug zur Kapelle.

Mit der Sanierung der Annakapelle wurde im Jahr 2006 begonnen. Ein Jahr zuvor waren das Mauerwerk, das starke Risse aufwies, durch ein ein Meter tiefes Innenfundament stabilisiert und die Baumpflegearbeiten an den 150 Jahre alten Linden um die Kapelle fachgerecht durchgeführt worden. (awi)

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