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Diedorf 

11.11.2019

Kindergarten in Oggenhof: Millionenbau ist in Verzug

Der Neubau des Kindergartens im Diedorfer Ortsteil Oggenhof dauert länger als geplant. 
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Die neue Einrichtung in Oggenhof bleibt ein Problemfall. Jetzt soll sie erst im Dezember 2020 bezogen werden.

Eigentlich sollte der Kindergartenneubau im Ortsteil Oggenhof mittlerweile schon mehr sein, als nur eine Grube mit Betonplatte im Boden. Ursprünglich war angedacht, dass die Außenwände des Holzbaus im Juni dieses Jahres aufgestellt werden. Dann hätten die Arbeiten im Inneren des Gebäudes auch im Winter weitergehen können und der Neubau wäre bis Juli bezugsfertig gewesen, hätte also zum Beginn des Kindergartenjahres im September in Betrieb gehen können.

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Dieser Zeitplan ist jetzt nicht mehr einzuhalten, erklärte Bauamtsleiter Rolf Jüngst in der letzten Sitzung des Gemeinderates. Er wehrte sich allerdings gegen Gerüchte, dass die Kita erst 2021 bezugsfertig sein soll. „Wir planen jetzt den Einzug im Dezember 2020“, betonte Jüngst und legte den Zeitplan der Baustelle dar. Der Holzbauer werde ab der zweiten Januarwoche bis zum März alle Wände aufstellen. Zeitgleich könne dann mit den Arbeiten im Inneren begonnen werden und ab Ende sei dann das „Feintuning“ der Innenräume geplant.

Der Neubau der Kita hat eine lange Vorgeschichte

In diesem Zusammenhang betont Jüngst: „Es spart uns Zeit, dass der Holzbauer Leerrohre für Leitungen und Kabel in den Wänden schon mit einplant.“ Außerdem könnte auch der Fassadenbau fast zeitgleich mit dem Holzbau aktiv werden. Aktuell werde die Baustelle für den Winter vorbereitet. „Die Maßnahme steht dann bis Januar still“, so Jüngst.

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Der Neubau der Kita, in die in Zukunft die Gruppen einziehen sollen, die jetzt in Containern am Ortseingang Oggenhof und im alten Kindergarten in Willishausen untergebracht sind, hat eine lange Vorgeschichte. Schon 2016 hat die Gemeinde mit den Planungen für die Kita begonnen. Allerdings kam es zum Konflikt zwischen Gemeinde und dem beauftragten Architektenbüro Petri Tanislar. Statt den ursprünglich geplanten 2,3 Millionen Euro war schnell die Vier-Millionen-Grenze absehbar. Der Gemeinderat stimmte Ende 2016 für die Auflösung des Vertrags.

Architekt: Zeit- und Kostenrahmen unrealistisch

Der Architekt betonte, von Anfang an darauf hingewiesen zu haben, dass Zeit- und Kostenrahmen unrealistisch seien. Außerdem beklagte er nicht nur nicht ausgezahlte Honorare, sondern auch das schlechte zwischenmenschliche Miteinander und ging vor Gericht. Ein außergerichtlicher Vergleich bereinigte die Situation im August. Der neu geplante Kindergarten soll jetzt ungefähr 5,5 Millionen Euro kosten.

Die Kita ist allerdings nicht die einzige Baustelle, die in Diedorf aktuell für den Winter vorbereitet wird. Auch der Hortneubau hat sich immer weiter verzögert. Zuletzt habe „der Fensterbauer große Probleme gemacht“, erklärte Jüngst in der letzten Sitzung des Gemeinderats. Die Horträume sollten ursprünglich schon im September 2018 bezogen werden.

Dann hieß es, der Hort sei Ende dieses Jahres bereit für die Gruppen. Allerdings wird an dem Gebäude noch immer gebaut. Über den Winter soll jetzt das „Feintuning“ abgeschlossen werden, also zum Beispiel das Aufhängen von Lampen und der Aufbau erster Einrichtungsgegenstände. Der Einzug ist laut Jüngst für Januar oder Februar 2020 geplant. (mit jah)

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