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Kommunalwahl: Der Jugend eine Stimme geben

Kommunalwahl: Der Jugend eine Stimme geben
Kommentar Von Philipp Kinne
03.03.2020

Im Schnitt werden die Menschen im Augsburger Land immer älter. Die Politik hat das längst erkannt und setzt im Wahlkampf auf entsprechende Themen. Das ist ein Problem. 

43,8 Jahre alt ist der durchschnittliche Landkreisbürger, heißt es im jüngsten Bericht des bayerischen Landesamtes für Statistik. Und noch eine Zahl: Der Landkreis geht davon aus, dass bis 2028 ein Viertel mehr Senioren im Landkreis leben. Das merkt man auch im Wahlkampf. Mit Blick auf diese Entwicklung setzen die Parteien vor allem auf Themen für ältere Wähler. Das ist nur konsequent – aber ein Problem.

Wer Wähler für sich gewinnen will, muss das ansprechen, was den Wähler beschäftigt. Mehr Betreuungsplätze, ausreichend Ärzte vor Ort, bezahlbarer Baugrund – einen 15-Jährigen interessiert das im Allgemeinen herzlich wenig. Vom Skatepark, dem Musikfestival oder einem neuen Jugendzentrum hingegen, will der Senior in der Regel nichts wissen. Ein Dilemma. Denn während die Stimme des einen entscheidend sein kann, darf der andere seine Stimme bei der Wahl nicht abgeben.

Gut ist es da, wenn – wie aktuell in Welden – das Gespräch auch mit der Jugend gesucht wird. Landkreisweit gibt es ein groß angelegtes Videoprojekt, mit dem der Jugend eine Stimme gegeben werden soll. Das ist gut so. Denn besonders Kommunalpolitiker treffen Entscheidungen nicht nur für ihre Wähler, sondern für alle.

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