Newsticker

Corona-Krise: Starker Anstieg der Arbeitslosenzahlen befürchtet
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Krippenkinder ziehen in die Schule

Soziales

07.09.2019

Krippenkinder ziehen in die Schule

In der Schule in Altenmünster ist Platz für zwei Krippengruppen geschaffen worden. Sie sollen hier so lange betreut werden, bis der Anbau am Kindergarten fertig ist.
Bild: Philipp Kinne

Weil im Kindergarten in Altenmünster kein Platz ist, sollten die Kinder eigentlich vorübergehend in Containern betreut werden. Nun gibt es eine andere Lösung

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Altenmünster ist hoch. So hoch, dass im Kindergarten derzeit kein Platz für alle ist. Zwar soll mit der Erweiterung des Kindergartens noch heuer begonnen werden, doch schon jetzt reicht der Platz nicht aus. Deshalb wurde darüber nachgedacht, Container aufzustellen, in denen zwei Gruppen vorübergehend betreut werden können. Dazu kommt es nun doch nicht. Kurzfristig wurden Räume in der Altenmünsterer Schule für zwei Krippengruppen hergerichtet. Die Möglichkeit dazu habe sich ergeben, weil die Mittelschulklassen aus Altenmünster nun in Welden unterrichtet werden, erklärt Bürgermeister Bernhard Walter. Er sei froh, dass die Idee der Container damit vom Tisch sei. „Ich denke, wir können die Räume in der Schule guten Gewissens als Notlösung präsentieren“, sagt Walter. Die Räume im Erdgeschoss der Schule wurden zuvor von der Ganztagsschule genutzt. Die Schüler werden nun im ersten Stock betreut. Die Räume für die beiden Krippengruppen wurden in den vergangenen Wochen auf Vordermann gebracht. Die Räumlichkeiten sind kleinkindgerecht und barrierefrei gestaltet. So wurden zum Beispiel die Heizkörper mit einer Holzverkleidung abgedeckt oder ein neuer Sanitärraum mit kindgerechten Toiletten geschaffen. Außerdem gibt es in der provisorischen Gruppe eine neue Küchenzeile. Die Kosten für die provisorische Unterbringung liegen bei rund 50 000 Euro. Etwa die Hälfte davon wurde für Brandschutzmaßnahmen ausgegeben. Das sei deutlich günstiger als die Betreuung in Containern, sagt Walter.

Seit vergangener Woche werden die provisorischen Räume vom Kindergarten genutzt, sagt Walter. Dort ist Platz für zwei Gruppen zu je zwölf Kindern. Genutzt werden die Räume ausschließlich von Krippenkindern. Die älteren Kinder werden nach wie vor im Kindergarten betreut. Zusätzlich gibt es in Zusamzell eine kleinere Krippe mit 14 Plätzen.

Im Neubau am bestehenden Kindergarten soll Platz für zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen geschaffen werden. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr. Die Kosten dafür liegen bei rund drei Millionen Euro, sagt Bürgermeister Walter. (kinp)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren