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Landkreis Augsburg
14.10.2021

Corona: Nur noch 800 neue Impflinge im Landkreis Augsburg in der Woche

Impfaktion in den Orten, wie hier im Adelsrieder Rathaus, kommen bei den Bürgern im Augsburger Land gut an.
Foto: Marcus Merk

Die Impfbereitschaft gegen Corona im Landkreis Augsburg macht trotz des Herbstes keinen signifikanten Sprung. Warum zahlreiche Dosen sogar entsorgt werden müssen.

Steigt im Herbst noch einmal die Bereitschaft, sich gegen Corona impfen zu lassen? Bisher nur minimal, ist darauf die Antwort. Die neueste Impfstatistik für den Landkreis Augsburg verzeichnet rund 130 Impfungen mehr im Vergleich zur Vorwoche, allerdings sind darunter viele Zweit- und Drittimpfungen. Rund 800 Männer, Frauen und Jugendliche entscheiden sich derzeit im Schnitt in der Woche für den Schritt zur ersten Impfung, das ist deutlich weniger als noch im Frühjahr und Frühsommer.

Die neue Statistik der Impfungen im Landkreis vom 13. Oktober meldet diese Zahlen: 805 Erstimpfungen, 1636 Zweitimpfungen und 388 Auffrischungen. Dieser Vergleich zeigt den Rückgang drastisch an: Am Mittwoch, 28. April 2021, erhielten beispielsweise 2.851 Menschen im Landkreis ihre erste Impfdosis. Das heißt: An diesem Tag haben sich rund 3,5-mal so viele Menschen erstimpfen lassen, als es nun binnen einer Woche der Fall ist.

 

Den Großteil der Spritzen verabreichen inzwischen die Hausärzte. Der Stadtberger Arzt Hans Trautner stellt fest, dass seine älteren Patienten sehr an einem Schutz interessiert seien. Die Nachfragen nach einer Auffrischung würden immer zahlreicher.

Mobile Teams impfen weiter bettlägerige Patienten

378 Spritzen wurden in einer Woche von mobilen Teams gesetzt. Es seien allerdings keine Anmeldungen für das neue häusliche Gruppen-Impfangebot eingegangen, sagt der Sprecher des Landratsamts Jens Reitlinger. Wer will, könnte sechs Leute zu Hause in einem Rutsch impfen lassen. Bisher wird dies aber nicht angefordert. Die Teams seien jedoch nach wie vor in privaten Wohnungen und Häusern im Einsatz, bei denen immobile, bettlägerige Personen zu impfen sind.

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Nach Erfahrung des Landratsamts kommen die Impf-Aktionen in den Ortschaften und Vereinen am besten bei den Bürgern an. "Es läuft umso besser, je näher wir zu den Leuten kommen", so Reitlinger. Seiner Meinung nach ist es noch zu früh zu sagen, ob sich die kostenpflichtigen Tests auf die Bereitschaft zur Impfung auswirken. Es werde sich erst in den nächsten Wochen zeigen, ob zum Beispiel junge Leute, die für einen Discobesuch ganz schön viel Geld für einen Test berappen müssten, sich doch noch für eine Impfung entscheiden.

Ins Corona-Impfzentrum Bobingen geht es mit und ohne Termin

Das Impfzentrum in Gablingen ist seit September geschlossen, und seit dieser Woche gibt es dort auch keine vereinbarten Nachzügler-Termine mehr. In Bobingen hingegen reihen sich die Menschen mit und ohne Termin in die Warteschlange ein. Dort wurden in der vergangenen Woche 212 Erst- und 502 Zweitimpfungen gemacht.

Die Impfquote im Landkreis Augsburg bewegt sich langsam nach oben, sie liegt aktuell bei 56,9 Prozent der Einwohner aller Altersstufen. Von den ab 12-Jährigen sind 64,3 Prozent geimpft.

Darum werden Impfdosen im Landkreis Augsburg weggeworfen

Impfstoff ist inzwischen auf jeden Fall genug da. Wurde zu Beginn der Impfkampagne noch jede einzelne weggeworfene Dosis begründet, so hat sich dies inzwischen geändert. 264 Dosen wurden in der vergangenen Woche nicht verwendet. Wie kommt das? Alle Dosen aus angebrochenen Fläschchen, die tags darauf nicht mehr verimpft werden dürfen, müssten leider entsorgt werden, erklärt Reitlinger. Bei den Impfstoffen von Moderna und Johnson&Johnson komme dazu, dass vorbereitete Spritzen mit diesen Vakzinen bereits nach sechs Stunden verworfen werden müssten.

Trifft also gleich morgens eine Person ein, die mit einem dieser Stoffe geimpft wird und im Anschluss für mehrere Stunden niemand mehr, komme es leider zum Verfall der übrigen Dosen. In vielen anderen Fällen erscheinen die Impfwilligen kurz vor Ende der Öffnungszeiten – im Bedarfsfall werden dann eigene Fläschchen für diese Bürgerinnen und Bürger noch angebrochen.

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