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Cruisen statt Rasen macht viel mehr Spaß

Kommentar Von Matthias Schalla
04.05.2021

Immer noch ist eine nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache - wie beim Ferrari-Unfall am Sonntag auf der A8 zwischen Neusäß und Adelsried.

„Mein Maserati fährt 210. Schwupp, die Polizei hat‘s nicht geseh‘n. Das macht Spaß!“ Diese Zeilen trällerte 1982 der Sänger Markus und wir alle kannten den Refrain: „Ich geb‘ Gas, ich geb Gas.“ Das war vor knapp 40 Jahren und kaum jemand raste mit 200 Sachen über die Autobahn. Wer heute jedoch in dem Tempo auf der A8 zwischen Neusäß und Günzburg unterwegs ist, muss damit rechnen, dass ihn schon nach kurzer Zeit jemand mit der Lichthupe von der linken Spur scheuchen will. 200 Stundenkilometer ist heute fast jeder Kleinwagen schnell und nach oben ist noch jede Menge Luft. „Ein absoluter Irrsinn“, wie ein Polizeisprecher zu Recht sagt.

Cruisen auf der Autobahn gefährdet keine anderen Verkehrsteilnehmer

Immer noch sind die Hauptunfallursachen Raserei und ein zu geringer Abstand. Mittlerweile haben einige Autohersteller zwar von sich aus die Höchstgeschwindigkeit gedrosselt, doch es gibt immer noch PS-Monster die 300 und mehr auf den Tacho bringen.

Dass ein noch so versierter Autofahrer bei diesen Geschwindigkeiten jederzeit die Kontrolle über sein Fahrzeug behält, hat der Ferrari-Unfall rasant widerlegt. Da bleibt nur eins: Runter vom Gas! Denn gemütlich cruisen macht viel mehr Spaß. Und gefährdet vor allem keine anderen Verkehrsteilnehmer.

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08.05.2021

.
Berichtigung / Nachtrag:

Statt „Caddy-Fahrer“ hätte es richtig „Quadfahrer“
(der aus einem anderen Beitrag) heißen müssen.
.

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07.05.2021

Hr. Schalla, der Fahrer des Ferrari hatte kein Problem, bis ihm jemand der deutlich Langsamer war und eben nicht auf den Rückwertigen Verkehr geachtet hat vor die Schnauze gezogen ist.

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07.05.2021

Ich möchte den VW Fahrer nicht pauschal von schuld frei sprechen. Aber der Ferrari war mit über 300 kmh unterwegs. Wenn er mit richtgeschwindigkeit unterwegs war, hat sich der Ferrari mit ungefähr 60 Meter je Sekunde angenähert. Wenn man die a8 auf dieser Strecke kennt, weiß man dass dort auch leichte kuppen und Kurven sind, wo die Sichtweite durchaus eingeschränkt ist. Inwieweit er den Ferrari überhaupt bei seinem Beginn des spurwechsel sehen konnte ist fraglich. Und damit auch fraglich, ob der VW Fahrer seine Pflicht zur verkehrsbeobachtung vernachlässigt hat. Dafür, dass er auch gesehen werden kann, ist der Ferrari zuständig. Anhalteweg muss im Sichtfeld sein. Damit dann auch für andere erkennbar. Zudem kann es nicht so knapp gewesen sein, sonst hätte er keine Möglichkeit mehr gehabt auszuweichen. Bei 60 Meter in der Sekunde annäherungsgescgwindigkeit zum caddy und von ungefähr 100 meter pro sekunde, hätte er es nicht geschafft von der linken spur auf die standspur auszuweichen um dort einen LKW zu touchieren. Die 15 Meter wird er nicht innerhalb von 50 Meter geschafft haben ohne in der Wiese/ Wald zu landen.
Also vor die schnauze ziehen, wie es leider immer wieder vorkommt, kann es nicht gewesen sein. Ob das immer Oberlehrer sind, weiß ich nicht. Oft aber nur Ignoranz. Mein letzter "Oberlehrer" hatte das Handy am Ohr.

300 kmh und mehr gehören definitiv auf die rennstrecke mit streckenposten und bordfunk aber nicht in den öffentlichen verkehr, wo sich viele Fahrzeuge mit 80 kmh unterwegs sind.
Es muss endlich ein Tempolimit her. Es muss ja nicht 120 oder 130 kmh sein. Aber Geschwindigkeiten aus dem Motorsport sollten auch im Motorsport bleiben.

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07.05.2021

Ob die Geschwindigkeit angepasst ist oder nicht muss sicher noch geklärt werden, allerdings sollte man auch die Aktion dieses Caddy-Fahrers noch untersuchen.

Das Problem sind die "sogenannten Schullehrer", die das Leben anderer aufs Spiel setzen nur um zu zeigen, dass es auch langsamer geht. Diesen "Lehrern" gehört der Führerschein auf Lebenszeit entzogen.

Allerdings gebe ich Ihnen auch Recht, Cruisen (ca.130 -160 km/h bzw. Verkehr und Wetter entsprechend angepasst) ist wesentlich besser und bei weitem nicht so anstrengend

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07.05.2021

.
Mir scheint, dass der Ferrari- wie auch der Caddy-
Fahrer gezeigt haben - jeder auf seine Weise - ,
dass sie zum Führen von Kfz derzeit nicht geeig-
net sind.

Kann man ihnen nicht eine Fahrpause (mit Nach-
schulungszwang und ausreichendem Zeitraum
zum Verarbeiten) auferlegen ?


legen ?
.

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08.05.2021

@ GUENTER S.

"Nachschulungszwang und ausreichendem Zeitraum"

Unbedingt. Wobei ich beim Westentaschen-Schumi trotzdem zu einem Crashkurs raten würde . . .

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