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Laugna-Modelshausen

02.11.2017

Landtagsabgeordneter in der Joker-Rolle

An insgesamt 13 Tischen wurde am Montagabend im Bürgerhaus von Modelshausen zum Auftakt der Aktion „Herz ist Trumpf“ Schafkopf gespielt. Mit von der Partie waren unter anderem die beiden Landtagsabgeordnete Johann Häusler und Georg Winter, die sich im Bild rechts nach einem gemeinsam gewonnen Spiel gratulierten. Winter (rechts) sprang als „Joker“ immer dort ein, wo sich ein Teilnehmer eine kleine Zigarettenpause genehmigte.
Bild: herd

Herz ist Trumpf: Zum Auftakt der Schafkopfaktion unserer Zeitung hilft Georg Winter dort aus, wo „Not“ am Mann ist.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Das soll einst der letzte Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion am Rande der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR-Staatsgründung gesagt haben. Doch an diesen berühmten Ausspruch von Michail Gorbatschow aus dem Jahr 1989 dürfte sich der heimische Landtagsabgeordnete der CSU, Georg Winter, sicherlich nicht erinnert haben, als er am vergangenen Montagabend als Letzter von insgesamt 53 Teilnehmern im Bürgerhaus von Modelshausen (Gemeinde Laugna) eintraf.

Winter in der Joker-Rolle

Die Losnummern für insgesamt 13 Partien waren bereits gezogen, eigentlich hätte Winter wieder nach Hause fahren können. Doch er blieb, und so wurde es für den umtriebigen Politiker aus Höchstädt doch noch ein gemütlicher Schafkopfabend. Die Jury sprach Winter spontan die Joker-Rolle zu. Er sprang dort ein, wo sich Teilnehmer mal eine kurze Zigarettenpause gönnten oder den Weg zur Toilette antreten mussten.

Wie es der Zufall wollte, musste Winter auch am Tisch seines Landtags-Kollegen Johann Häusler (Freie Wähler) in die Rolle des Platzhalters schlüpfen. Gleich beim ersten Rufspiel kamen die beiden zusammen und konnten mit 61 Augen die Partie auch noch gewinnen.

Die endgültige Wende für Häusler kam freilich erst etwas später, als er versehentlich sein Wasserglas zu Boden schmiss. Die entstandenen Scherben brachten ihm Glück. In der zweiten 30er-Serie holte er Punkt für Punkt auf und belegte am Ende mit 32 Zählern Rang sieben. Damit hat sich Häusler neben 24 anderen Teilnehmern (siehe Infokasten unten) für die Endrunde am 23. Februar 2018 in Wertingen qualifiziert. Dort werden dann insgesamt 3000 Euro an Preisgeld ausgeschüttet.

Der Sieger ist ein Routinier

Den Tagessieg in Modelshausen holte sich mit Gebhard Wiedemann aus Roggden ein Mann, der fast keine Schafkopfveranstaltung in der Region auslässt. An mehr als 100 Turnieren habe er schon teilgenommen. Platz eins hatte er aber noch nie belegt. Dass die Premiere ausgerechnet in Modelshausen erfolgte, freut ihn besonders. „Jetzt kann ich meinen Gewinn in weitere Startgebühren beim Schafkopfen investieren“, schmunzelte der Roggdener, der insgesamt auf fünf Solos und Wenz kam, die er allesamt gewinnen konnte.

150 Euro bekam Wiedemann von der Jury um Organisator Günther Herdin, Spielleiter Josef Bayer, Herbert Kallenbach und Otmar Ohnheiser für seine erzielten 76 Pluspunkte überreicht. Über 125 Euro konnte sich der Zweitplatzierte Gerhard Lipp aus Höchstädt (63 Punkte) freuen, Platz drei belegte mit 58 Punkten der Dillinger Werner Beuchert.

Gewinner eines kurzweiligen Abends war auch die Kartei der Not. 540 Euro fließen auf das Konto des Leserhilfswerks unserer Zeitung. Bei vier weiteren Vorrunden erhoffen sich die Organisatoren vor allem mehr weibliche Teilnehmer. Nach Modelshausen hatten sich nur drei Frauen getraut, darunter Helene Thierer aus Ichenhausen. Sie hatte trotz ihrer 13 Minuspunkte gemeinsam mit ihren drei männlichen Mitspielern großen Spaß an Tisch Nummer eins und will nun bei einer der nächsten Vorrunden das Endrunden-Ticket nach Wertingen lösen.

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