Bürgerversammlung

05.12.2014

Meitingen hat viel vor

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Das „Hennenloch“, die Unterführung in der Peter-Dörfler-Straße, wird 2016 erneuert und dann wieder so aufgebaut wie jetzt, denn für einen Umbau hätte der Markt Meitingen mehrere Millionen Euro zahlen müssen.

Bahnhofsumfeld und Achse Schlosswiese/Hauptstraße sollen aufgewertet werden. Warten auf Asylbewerber. Ballspielhalle ist noch nicht fertig

Meitingen Für Bürgermeister Michael Higl ist es das derzeit wichtigste Thema in Meitingen: die Ankunft der 40 Asylbewerber, die voraussichtlich nächste Woche ihr Quartier im Theodor-Heuss-Ring beziehen werden. Higl begann mit diesem Thema seinen gut eineinhalb Stunden langen Aus- und Rückblick bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend. Auch der Regierungspräsident habe ihm nicht sagen können, welche Asylbewerber nach Meitingen kommen werden, Familien mit Kindern oder junge Männer? „Wenn die Menschen kommen, müssen wir eben schnell reagieren und werden alle gefordert sein.“ Rund ein Drittel der Asylbewerber dürfe dauerhaft in Deutschland bleiben, brauche Wohnungen und Arbeit; hier sieht Higl auch die Kommune in der Pflicht. Weitere Themen, die der Bürgermeister vor den rund 100 Zuhörern im Bürgersaal ansprach, waren:

Sporthalle Die Sanierungsarbeiten in der Ballspielhalle sind noch nicht fertig. Aber der Spielbetrieb könne am 10. Januar 2015 beginnen. Als Termin zur endgültigen Fertigstellung nannte Higl den Herbst 2015. Die Kostenschätzung der Sanierung belaufe sich auf 4,9 Millionen Euro. Der Bürgermeister dankte den Vereinen für die gute Zusammenarbeit bei den bisherigen Arbeiten.

Schlosspark Dass die Krähen mit Hilfe von Greifvögeln endgültig aus dem Schlosspark vertrieben werden konnten, habe man einem Tipp von Reinhard Reiter zu verdanken, dem zweiten Vorsitzenden der Meitinger Fischer. Seitdem könne man ein dreistufiges Sanierungskonzept für den Park umsetzen: Die erste Stufe mit neuer Wegeführung sei bereits realisiert. Als nächstes seien die Randbereiche zur Hauptstraße und die Achse Rathaus/Hauptstraße dran, die man aufwerten wolle. „Wir wollen große Planungsprozesse starten“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf Schlosswiese und Bahnhofsumfeld. Wie sich dieses Gebiet künftig entwickeln soll, werde Meitingen und die Bürger in den nächsten Jahren beschäftigen.

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Barrierefreier Bahnhof Der Bahnhof Meitingen sei noch vor Bobingen der größte im Landkreis Augsburg mit fast 3000 Ein- und Ausstiegen täglich. Ziel sei, ihn mit einer neuen Unterführung barrierefrei zu gestalten. Er habe die Zusicherung der Bahn, die Vorplanungen zu finanzieren, berichtete Higl. Ab Januar werde dies ein Thema in Meitingen sein. Aktuell gebe es auch Überlegungen zum Ausbau des Park-and-Ride-Angebots und der Stellplätze für Fahrräder, denn beide seien voll belegt. Das „Hennenloch“, die Bahnunterführung in der Peter-Dörfler-Straße, werde 2016 erneuert und wieder so aufgebaut wie jetzt, denn für einen Umbau hätte Meitingen drei Millionen Euro selbst zahlen müssten.

Wertstoffhof „Ich rede zum siebten Mal bei einer Bürgerversammlung über dieses Thema“, sagte Higl zum seit langem geplanten Neubau des Wertstoffhofs an der Werner-von-Siemens-Straße. In dem Gelände habe die damalige Firma Sigri mit Genehmigung Auffüllungen vorgenommen. Letzte Woche seien Proben entnommen worden für ein neues Gutachten. Higl: „Ich hoffe auf Baurecht im nächsten Jahr.“

Straßen/Verkehr 50 Prozent seiner Arbeit bestehe darin, „über jede einzelne Straße zu diskutieren“, meinte der Bürgermeister etwas genervt, doch er wisse auch keine Lösung wie man die Raser zu einem vernünftigen Fahren bringen könne. Am Beispiel der verkehrsberuhigten Rosenstraße und der nicht verkehrsberuhigten Adelhoch-Straße zeigte er auf, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit in beiden Straßen bei etwa 30 km/h liege, es aber fünf bis zehn Prozent Autofahrer gebe, die zu schnell fahren.

Stromtrasse Er habe immer wieder deutlich gemacht, dass Meitingen als Endpunkt der geplanten Stromautobahn wegen der fehlenden Flächen nicht in Frage komme. Zufrieden zeigte sich Higl, dass dieser Einwand nun auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

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