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Geschichte

15.11.2019

Neue Ausstellung: Pfarrer Kneipp in Biberbach

Historiker Felix Guffler präsentierte kaum bekannte Details zum Aufenthalt von Pfarrer Sebastian Kneipp in Biberbach.
Bild: Guffler

Der Wasserdoktor war 107 Tage lang Kaplan in dem Ort. Historiker Felix Guffler erklärt die Hintergründe

107 Tage lang war Pfarrer Kneipp einst Kaplan in Biberbach. In der kurzen Zeit taufte er zwei neugeborene Biberbacher und hielt zwei Beerdigungen ab. Nach dem Tod des 1852 amtierenden Pfarrers Franz Xaver Glöggler im September kam er am 4. Oktober ins Dorf und blieb bis zum 20. Januar 1853. Dann war der neue Pfarrer Anton von Lachemayr eingetroffen.

Eine Ausstellung des Arbeitskreises Kultur und Geschichte im Biberbacher Rathaus beschäftigt sich mit dem Priester, der, wenn auch nur vier Monate, in Biberbach im Amt war und später mit seinen Wasserkuren berühmt wurde. Zur Vernissage hatte Historiker Felix Guffler eine ganze Reihe von kaum bekannten Details zum Leben von Sebastian Kneipp in dieser frühen Phase parat.

Nach den wenigen Aufzeichnungen, die im Kneipparchiv in Bad Wörishofen und dem Biberbacher Pfarrarchiv zu finden sind, befand sich Sebastian Kneipp Ende 1852 in einer Phase der Selbstfindung. Er beschäftigte sich schon mit den gesundheitlichen Vorteilen der Wassertherapie.

Neue Ausstellung: Pfarrer Kneipp in Biberbach

Doch bot er sie nicht an, denn das hätte ihn in den Ruch der Kurpfuscherei bringen können. Ein schwerwiegender Vorwurf, der seinem Ruf sehr geschadet hätte. Er hatte sich zu dieser Zeit um eine Anstellung beim Münchner Verein für Waisen und schwer erziehbare Jugendliche als Erzieher und geistlicher Vater beworben. Die Anstellung wurde ihm im Dezember 1852 auch angeboten, doch verweigerte die Diözese ihm die Freistellung für eine Probezeit. Er entschied sich dafür, Pfarrer zu bleiben.

Historische Bilder und Dokumente hat der Arbeitskreis im Foyer des Biberbacher Rathauses zusam-mengetragen, um das Leben und Wirken des „Wasserdoktors“ lebendig werden zu lassen. Beiträge zu Kneipp finden sich auch im nächsten Heft der Reihe „Biberbachensis“, einer jährlich erscheinenden Chronik mit vielen Geschichten rund um Biberbach. Die wird der Arbeitskreis Kultur und Geschichte am 27. November vorstellen.

im Rathaus ist noch bis zum 9. Februar zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen.

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