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Dinkelscherben

25.01.2018

Neue Kindergartengruppe für Dinkelscherben

Jede Menge Spaß im Schnee hatten die Kinder des Kindergartens St. Anna auf diesem Foto vom Dezember im Garten. Nun soll die Einrichtung im Pfarrzentrum Dinkelscherben eine fünfte Gruppe bekommen.

Der Kindergarten St. Anna soll größer werden – dort, wo bisher die Bücherei ist. Sie müsste also aus dem Pfarrzentrum ausziehen. Ideen für einen neuen Standort gibt es schon.

Fünf Kindertagesstätten gibt es derzeit im Markt Dinkelscherben. Doch der Platz für die Kleinsten wird knapp. Deshalb will die katholische Kirche eine weitere Kindergartengruppe einrichten. Beide Kindergärten der Kirchenstiftung Dinkelscherben (St. Anna und St. Simpert) sind voll belegt. Anmeldungen während des laufenden Kindergartenjahres konnten nicht mehr berücksichtigt werden. Weil in Dinkelscherben viel gebaut wird, rechnet die Kirchenverwaltung damit, dass der Ort eine weitere Kindergartengruppe braucht. „Der Bedarf steigt“, sagt auch Bürgermeister Edgar Kalb (UW14): Die Geburtenzahlen seien gut, außerdem stiegen die Betreuungszeiten.

Die Kirchenverwaltung möchte deshalb den Kindergarten St. Anna am Auer Kirchweg erweitern: Im Pfarrzentrum nebenan soll eine fünfte Gruppe eingerichtet werden – und zwar in den Räumen der jetzigen Bücherei. Außerdem sollen im Erdgeschoss ein Gymnastikraum und eigene Sanitärräume für die Kinder eingebaut werden. Eventuell könnte das Pfarrzentrum auch noch einen Aufzug bekommen. Der Marktrat hat diesem Vorhaben am Dienstagabend mit 13:6 Stimmen zugestimmt – unter der Bedingung, dass das Landratsamt Augsburg den Bedarf anerkennt und es einen Wirtschaftlichkeitsnachweis gegenüber Alternativen gibt. Dies sei auch nötig, um staatliche Fördergelder zu bekommen, betont Kalb. Die Diözese will die Baumaßnahmen mit 25 Prozent bezuschussen.

Neue Betreuungsplätze: Es gäbe auch Alternativen

Im Gemeinderat gab es vor allem positive Stimmen. „Wir haben eine jahrzehntelange hervorragende Zusammenarbeit mit dem Träger, der Katholischen Kirchenstiftung“, betonte Willibald Gleich (CSU): „Das ist die beste Lösung.“ Doch es gab auch Kritik, vor allem seitens der SPD. So meinte Annette Luckner: „Mir gefällt die Vorfestlegung auf St. Anna nicht. Ist das wirklich die beste Möglichkeit? Das kann ich so noch nicht sagen.“

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Bürgermeister Kalb betonte, vor einer endgültigen Entscheidung müsse man die Alternativen prüfen. Schließlich gäbe es mehrere andere Möglichkeiten, in der Marktgemeinde neue Kindergartenplätze zu schaffen: einen Neu- oder Anbau bei St. Simpert am östlichen Ortsrand oder eine Erweiterung in Oberschöneberg. Außerdem könnte sich auch ein privater Träger um neue Betreuungsplätze bewerben. Ein Nachteil bei St. Anna sei die angespannte Verkehrs- und Parkplatzsituation in der Ortsmitte, sagte Kalb. Die Kirchenstiftung argumentiert: Die Erweiterung in bestehenden Räumlichkeiten sei erheblich billiger als ein Neubau am Kindergarten St. Simpert.

Die Bücherei könnte in den Bahnhof ziehen

Nun hat sich der Rat also grundsätzlich mal für eine Erweiterung bei St. Anna ausgesprochen, auch wenn noch viele Details geklärt werden müssen. Einen Zeitplan und Kostenschätzungen gibt es noch nicht. Davor muss es noch konkretere Pläne geben – nicht nur für die neue Kindergartengruppe, sondern auch für die Bücherei.

Denn wenn alles kommt wie vorgesehen, dann muss diese aus dem Pfarrzentrum ausziehen. Bürgermeister Kalb hat schon eine Idee für einen neuen Standort: das ehemalige Bahnhofsgebäude. Es wird derzeit innen und außen renoviert und umgebaut. Im ersten und zweiten Stock entstehen Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge. Für das Erdgeschoss gibt es noch keine Nutzung. Über diesen Alternativstandort habe er auch schon mit dem Bücherei-Team gesprochen, sagte Kalb. Die Gemeinde könnte für den Umbau auch Geld aus der Städtebauförderung bekommen. Tobias Mayr (CSU) brachte noch weitere mögliche Standorte für die Bücherei ins Gespräch, zum Beispiel die Schule und den Rathausstadel.

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