Newsticker
RKI meldet 24.000 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 120
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Neuer Auto-Rekord: Die Blechlawine im Augsburger Land wird immer länger

Landkreis Augsburg

09.01.2020

Neuer Auto-Rekord: Die Blechlawine im Augsburger Land wird immer länger

Der Kreuzungspunkt zwischen B2/B17 und der Autobahn 8 an der Anschlussstelle Augsburg-West wird immer mehr zur Staufalle. Einer der Gründe ist die stetig größer werdende Zahl von Berufspendlern im Landkreis Augsburg.
Foto: Marcus Merk (Archiv)

Plus So viele Autos wie jetzt gab es noch nie im Augsburger Land. Doch wer kommt eigentlich auf Platz zwei? Und wie schlagen sich die Elektroautos?

Sie rollt und rollt und rollt. Und sie wird immer größer: die Blechlawine. Nach den aktuellen Zulassungszahlen waren mit Stichtag 31. Dezember 2019 knapp 245.000 Fahrzeuge auf den Straßen im Augsburger Land – das waren so viel wie noch nie.

Interessant: Die Diskussion um Klimaschutz bringt immer mehr Autofahrer zum Umdenken. Denn Zahl der zugelassenen Wagen mit Elektroantrieb steigt. Aber: Im Vergleich sind es immer noch verschwindend wenige Fahrzeuge. Um genau zu sein: Fast 500 surren auf den Straßen im Augsburger Land.

Mehr Fahrer im Landkreis Augsburg entscheiden sich für die Hybrid-Lösung

Vor einem Jahr gab es knapp 300 Autos mit der neuen Antriebstechnik. Deutlich mehr Fahrer entscheiden sich für die Hybrid-Lösung. Die Zulassungsstelle verzeichnete einen Anstieg. Zum normalen Straßenbild gehören aber weder Elektroflitzer noch die Hybridautos. Noch lange nicht – denn insgesamt waren zuletzt rund 164.000 Personenkraftwagen unterwegs. Das sind 2000 mehr als im Vorjahr. Insgesamt angemeldet waren im Landkreis 243.000 Fahrzeuge – Pkw, Busse, Lastkraftwagen und Zugmaschinen, Krafträder, Anhänger aller Art und Sonderfahrzeuge.

Die Zahlen decken sich mit den deutschen Trends: Demnach wurden in Deutschland so viele Autos verkauft wie seit zehn Jahren nicht. 3,6 Millionen Neuzulassungen gab es, fünf Prozent mehr als im Vorjahr und nur etwa 200.000 weniger als im Ausnahmejahr der Abwrackprämie 2009.

Auch der Dieselmotor ist nach wie vor beliebt

Allen Diskussionen über Klimaschutz zum Trotz kaufen die Deutschen immer mehr Geländelimousinen. 2019 wurden erstmals mehr als eine Million SUV zugelassen. Im Augsburger Land waren zuletzt rund 38.000 zugelassen – 2000 mehr als im Vorjahr. Auch der viel diskutierte Dieselmotor ist nach wie vor beliebt. Zwar fahren nur halb so viele Menschen auf den Kraftstoff ab wie auf Benzin. Aber trotzdem ist der Anteil im Vergleich zu Vorjahren gestiegen.


Wie wichtig das Auto als Verkehrsmittel im Augsburger Land ist, belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von mehr als 10.000 Haushalten, die kommende Woche im Umwelt- und Energieausschuss des Kreistags vorgestellt und diskutiert werden. Demnach werden im Landkreis 60 Prozent aller Wege im Auto zurückgelegt, auf Platz zwei kommt mit 18 Prozent das Fahrrad, danach folgen Fußgänger und zum Schluss der öffentliche Nahverkehr mit acht Prozent.

87.000 Menschen sind täglich für den Job auf Achse

Letzterer ist vor allem für Schüler und Berufspendler nach Augsburg und München interessant. An zwei Drittel der Bevölkerung fahren die Öffentlichen laut Erhebung dagegen komplett vorbei. Sie steigen so gut wie nie in Bus oder Bahn ein. Grundsätzlich sind die Landkreisbürger im Bundesvergleich viel unterwegs. Einer der Gründe: Innerhalb von zehn Jahren hat die Zahl der Berufspendler im Landkreis um 15.000 Menschen zugenommen. Rund 87.000 Menschen sind Tag für Tag für den Job auf Achse.

Dementsprechend knirscht es an den Verkehrsachsen. Autobahn und B2/B17 sind an ihrem Kreuzungspunkt bei Gersthofen zur täglichen Staufalle mutiert, auf der Schiene gibt es kaum noch Kapazitäten. Am meisten los auf Straßen und Schienen ist morgens zwischen sieben und acht Uhr. Nachmittags herrscht zwischen 15 und 18 Uhr das größte Gedränge.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar von Maximilian Czysz: Ohne Auto geht es nicht

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren