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Kühlenthal/Ehingen

11.12.2020

Neuer Windpark bei Ehingen befindet sich in der Warteschleife

Das Windrad in der Nähe des Weilers Fertingen in der Gemeinde Kühlenthal wurde im September 2013 montiert. Zusammen mit dem Windrad in Langenreichenwaren die beiden Anlagen die ersten im Landkreis Augsburg. Jetzt könnte es in der Gemeinde Zuwachs geben.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Plus Nach dem Ausstieg von Buttenwiesen könnten die Windräder in Kühlenthal und Ehingen entstehen. Doch aus einem ganz speziellen Grund wartet der Investor auf das Jahr 2021.

Seit dem Sommer ist das Windpark-Projekt "Bürgerwind Am Rohrholz“ um ein kommunales Mitglied ärmer. Ursprünglich war geplant, dass die Gemeinden Kühlenthal, Ehingen und Buttenwiesen Teil des interkommunalen Bürger-Windparks sein sollten. Doch im Juli entschied sich der Gemeinderat von Buttenwiesen gegen den Aufstellungsbeschluss und stieg aus. Und nun?

Von den beiden im Landkreis Augsburg gelegenen Gemeinden Ehingen und Kühlenthal gab es hingegen einen Aufstellungsbeschluss, was bedeutet: Das Bebauungsverfahren könnte eigentlich in die nächste Runde gehen. Allerdings ist es vergleichsweise ruhig um den Windpark geworden. Doch das heißt nicht, dass nichts passiert.

Kommen sich Windräder und Vögel in die Quere?

Im Hintergrund gingen die Planungen weiter, verrät Simone Braun von der Firma GP Joule auf Nachfrage. Derzeit werden die Flächeninhaber auf den aktuellen Stand gebracht und dieser umfasse auch die Ergebnisse der Kartierung der Ornithologen, die zwischen März und September die Flugbewegungen der Vögel aufgezeichnet haben, auf welche die Windräder Auswirkungen hätten.

Dazu gehöre beispielsweise der Rotmilan. Die Ergebnisse dieser Kartierung seien anschließend mit den Fachbehörden diskutiert worden, so Braun. Das Ergebnis: Ein Betrieb der geplanten Windenergieanlagen sei möglich, allerdings müssten nach heutigem Stand vergleichsweise lange Abschaltzeiten eingeplant werden. Das wirke sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts und damit auch auf Verpächter und Bürger aus.

Mit Rücksicht auf den Vogelschutz (im Bild ein Rotmilan) würden die Betriebszeiten für den Windpark eingeschränkt.
Bild: Boris Roessler, dpa (Symbolbild)

Die GP Joule hat sich vor diesem Hintergrund und mit Blick auf gesetzliche Änderungen, die im Jahr 2021 anstehen, für Abwarten entschieden. Mit Blick auf die Novellierung des Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG), das für 2021 erwartet wird, rechnet sich GP Joule eine "Pro-Windenergie“-Entwicklung aus, so Braun. Einige Auflagen seien bereits überholt. Zudem soll eine Rückvergütung für die Gemeinden in Höhe von 0,2 Cent pro Kilowattstunde ein neues Detail im EEG werden, was bedeuten könnte, dass der Windpark "Bürgerwind Am Rohrholz“ Hochrechnungen zufolge jährlich etwa 17.000 Euro in die Kassen der beteiligten Kommunen spülen könnte.

Wohin kommt das ursprünglich für Buttenwiesen geplante Windrad?

Ursprünglich war geplant, dass je eine Windenergieanlage pro Gemeindegebiet errichtet würde – also eine Anlage auf Buttenwiesener Flur, eine auf Kühlenthaler Flur und eine auf Ehinger Flur. Allerdings sei es nach dem Ausstieg der Gemeinde Buttenwiesen auch denkbar, dass die auf Buttenwieser Flur geplante Anlage auf einer anderen Gemeindeflur errichtet werden.

Anmerkung: In der ersten Version des Artikels war von einer Vergütung von zwei Cent je Kilowattstunde die Rede. Wir haben den Fehler korrigiert.

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