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Erziehung

13.07.2019

Nordendorf boomt: Mehr Platz für die Kinder

Auf dem Areal der Grundschule Nordendorf wird gebaut. Das Gebäude bekommt einen Anbau, weil die Einwohnerzahl steigt und deshalb zusätzlicher Platz für die Kinderbetreuung gebraucht wird. Es entstehen Räume für zwei Kindergartengruppen sowie zwei zusätzliche Klassenzimmer für die Schule.
Bild: Marcus Merk

In der als Wohnort beliebten Gemeinde werden zusätzliche Räume für Kindergarten und Schule geschaffen. Wie das Gebäude aussehen soll und was der Clou daran ist

Beliebt zu sein ist oft gar nicht so einfach. Diese Erfahrung macht gerade Nordendorf. Der Ort liegt verkehrstechnisch günstig an der Bundesstraße 2 und hat einen eigenen Bahnhof. „Wir sind ein Zuzugsgebiet“, sagt Bürgermeister Elmar Schöniger. Somit gibt es immer mehr Kinder, die in die Kindertagesstätte und später dann einmal in die Schule gehen. Die Folge: Kindertagesstätte und Schule platzen aus allen Nähten.

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Doch die Kommune will dieses Problem mit einem Streich – sprich mit nur einem Neubau – beheben. Die Kindertagesstätte Schmutterzwerge liegt direkt neben der Schule. Aus diesem Grund entsteht derzeit ein Anbau, der sowohl zusätzliche Räume für die Schule als auch für den Kindergarten bietet. Wie das Gebäude einmal aussehen soll, lässt sich derzeit schon erahnen. Ein Teil des Rohbaus steht schon. 3,5 Millionen Euro werde der Erweiterungsbau kosten, erklärt Bürgermeister Elmar Schöniger. Er rechnet aber damit, dass 1,4 Millionen Euro an Zuschüssen fließen werden. Trotz der Förderung sei die Summe ein ganz schöner Batzen für Nordendorf, sagt Schöniger.

Die Kindertagesstätte Schmutterzwerge wurde 2012 in Betrieb genommen. Damals sei von den Behörden die minimalste Kinderzahl angesetzt worden, ärgert sich Schöniger noch heute. Doch schon bald zeigte sich, dass die neue Einrichtung schon wieder zu klein ist. In den Folgejahren wurden zusätzliche Gruppen in das Mehrgenerationenhaus und in die Schule ausgelagert. Doch auch dort wurde der Raum knapp. Derzeit ist beispielsweise eine Kindergartengruppe im sogenannten zweiten Bürgerraum im Mehrgenerationenhaus untergebracht. Dort haben die Mädchen und Buben viel Platz. Schöniger will aber, dass dieser Raum in Zukunft wieder der Öffentlichkeit für Vorträge, Versammlungen oder Feiern zur Verfügung steht.

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In den Anbau, der bis Ende August 2020 fertig sein soll, können aber nicht nur zwei zusätzliche Kindergartengruppen und zwei Klassenräume untergebracht werden. In den Kellerräumen, die über viel Tageslicht verfügen werden, sind eine Mensa und die Räume für die Mittagsbetreuung vorgesehen. Derzeit können die Schüler bis 14 beziehungsweise 16 Uhr betreut werden. Auch ein größerer Personalraum für die Kindertagesstätte ist vorgesehen.

Der Clou an dem entstehenden Anbau: Sowohl die Schule als auch der Kindergarten hat jeweils einen direkten Zugang ins Gebäude. Für die Architekten sei dies eine knifflige Aufgabe gewesen, um die jeweiligen Ebenen einhalten zu können, sagt Schöniger.

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