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Nur ein kleines Zeichen für mehr Geschlechter-Gerechtigkeit

Nur ein kleines Zeichen für mehr Geschlechter-Gerechtigkeit
Kommentar Von Christoph Frey
16.06.2020

Soll aus Landrat Landrät*in werden? Unser Autor erklärt, warum er dieses Wortungetüm an einer ganz bestimmten Stelle gut findet.

Die Turner des TV 1880 Wanheimerort – gelegen im schönen Duisburg – packen das Problem gleich mit den ersten zwei Sätzen ihrer Vereinssatzung am Schopf. Der Lesbarkeit halber habe sich der Verein für eine geschlechtsneutrale Formulierung entschieden, in der „die männliche Form grundsätzlich auch für weibliche Personen“ gelte. Und los geht es ohne Sternchen oder /innen und ähnlichen Zierrat im Zeichen der Geschlechter-Gerechtigkeit. Punktum und vor allem herrlich einfach.

Trotz dieses literarischen Kunstgriffs haben sich die Wanheimerorter Regelungen über Vereinszweck, Rechte und Pflichten der Mitglieder sowie Ehrungen bislang nicht zum Bestseller entwickelt. Ähnlich dürfte es um die Leserschar der Geschäftsordnung des Kreistages Augsburg bestellt sein: Der Stoff richtet sich schon an ein sehr spezielles Publikum. Insofern würden ein paar geschraubte Formulierungen im Dienste des Ausgleichs zwischen den Geschlechtern keinen allzugroßen Schaden anrichten, wohl aber ein Zeichen setzen, auch wenn es nur ein kleines wäre. Denn Tatsache ist: In der Politik im Augsburger Land sind Frauen noch immer unterrepräsentiert. Vor allem, wenn es um die wirklich wichtigen Posten geht.

Lesen Sie hier die Hintergründe zum Thema: Aus dem Landrat soll ein Landrät*in werden

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