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Landkreis

23.10.2015

Prächtig für den Bauernherrgott

Aus Liebe zum Brauchtum: Der größte Leonhardiritt im westlichen Landkreis findet in Gabelbachergreut statt.

Am Sonntag findet der erste Leonhardiritt in diesem Jahr im Landkreis statt. Eine kleine Übersicht.

St. Leonhard, im Volksmund auch „Bauernherrgott“ genannt, war ursprünglich Patron der Gefangenen und einer der 14 Nothelfer. Er ist aber auch Patron des Viehs, insbesondere der Pferde, die früher in der Landwirtschaft eine wesentliche Rolle spielten. Leonhard zu Ehren gibt es an seinem Gedenktag am 6. November oder an einem naheliegenden Wochenende seit über einem halben Jahrtausend Ritte oder Fahrten – ein Schaulaufen prächtig geschmückter Pferde mit ebenso stolzen Reitern. Das gelebte Brauchtum endet mit dem kirchlichen Segen. Folgende Leonhardiritte finden im Landkreis (soweit gemeldet) statt:

Gabelbachergreut: Der größte Ritt im Holzwinkel und in der Reischenau findet im Zusmarshauser Ortsteil Gabelbachergreut statt. Am Sonntag, 25. Oktober, gibt es im sehenswerten Angerdorf um 13.15 Uhr zunächst eine Andacht. Um 14 Uhr findet dann der Ritt mit Pferdesegnung statt. Im vergangenen Jahr waren 81 prachtvoll geschmückte Pferde und zehn Kutschen zu sehen. Teilweise waren die Gespanne auch aufwändig dekoriert und zeigten verschiedene Themen. Besonders interessant für die Kinder: Ponys und Minipferde, die gestreichelt werden können. Autofahrer müssen sich am Sonntag gedulden: Zwischen 14 und 15 Uhr sind die Leonhardstraße (A 4) und die Angerstraße sowie der Kohlstattweg, An der Weide und Am Beierfeld für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Umleitung ist ausgeschildert.

Reutern: Das Patrozinium zu Ehren des heiligen Leonhards soll im Weldener Ortsteil Reutern mit einem traditionellen Ritt am Sonntag, 8. November, begangen werden. Damit der Ritt stimmungsvoll wird, können sich noch Teilnehmer mit ihren Pferden oder Kutschen bei Anton Gribl, Telefon 08293/90621, anmelden.

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Geplant ist die Aufstellung um 9.45 Uhr zum Kirchenzug am Festplatz. Der Festgottesdienst mit Monsignore Ernst Freiherr von Castell beginnt um 10 Uhr, der Ritt findet anschließend statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 15 Kutschen und an die 40 Reiter. Den Festgottesdienst hielt Weihbischof Josef Grünwald.

Stadel: Der Leonhardiritt im Dinkelscherbener Ortsteil findet wie in Reutern am Sonntag, 8. November, statt. Nach der Kirche, die um 10 Uhr beginnt, ist die Segnung. Das Brauchtum wurde 1984 wiederbelebt – seit den 1960er-Jahren hatte es zuvor keinen Leonhardiritt in Stadel mehr gegeben. (mcz)

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