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Gersthofen

31.01.2020

Rathauskeller überflutet: Gersthofen hat noch ein Wasserproblem

Das Leitungswasser lässt die Stadt Gersthofen nicht los. Nun gibt es einen Wasserschaden im Gersthofer Rathaus. 
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Um Chlor schneller ins Gersthofer Wassernetz zu bringen, wurden Hähne im Rathauskeller geöffnet. Dann wurde die Tiefgarage überschwemmt.

Das Leitungswasser lässt die Stadt Gersthofen nicht los. Nicht nur, dass das Wasser wegen einer im August festgestellten Verkeimung gechlort und trotzdem abgekocht werden muss. Nun sind die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen auch noch für einen Schaden im Gersthofer Rathaus verantwortlich.

Den Besucher des Rathauses, welcher das Gebäude von der Tiefgarage aus betritt, findet derzeit zahlreiche rote Schläuche, die über die geöffnete Decke geführt werden und dann am Boden über die Sockelleisten in die Wand führen.

Gersthofens Stadtbaumeister: „Wir haben einen Wasserschaden"

„Wir haben einen Wasserschaden“, erklärt Stadtbaumeister Roland Schmidt auf Anfrage. „Aufgrund der Chlorung haben wir im Keller des Rathauses die Wasserhähne aufgemacht.“ Durch den erhöhten Durchstrom des Wassers wollte man erreichen, dass das Chlor im Leitungsnetz schneller vorankommt und sich möglichst schnell stabile Werte ergeben. Allerdings hat nun gerade eine Sicherheitseinrichtung den Schaden verursacht: „Der Rathauskeller liegt unter dem Niveau des Kanalsammlers, deswegen muss das Wasser über eine Hebeanlage auf Kanalhöhe gepumpt werden“, erklärt Schmidt.

Rathauskeller überflutet: Gersthofen hat noch ein Wasserproblem

Durch die Spülung schaltete die Pumpe wiederum wesentlich öfter als normal an und aus. „Das hat der Fehlerstrom-Schutzschalter als einen Fehler interpretiert und den Strom komplett abgeschaltet.“ Dies sei ausgerechnet auch noch während der Nacht passiert, als sich niemand im Rathaus aufhielt. Das Wasser lief also weiterhin aus den Hähnen, ohne abgepumpt zu werden.

Große Teile des Rathauskellers in Gersthofen überflutet

„Daraufhin wurden größere Teile des Kellers überflutet und das Wasser drang in den Bodenbelag oder unter die Platten ein“, so Schmidt weiter. Um den Boden wieder trocken zu bekommen wird jetzt trockene Luft über die Sockelleisten eingeblasen und danach wieder eingesaugt. „Wir gehen davon aus, dass das noch mindestens zwei Wochen lang gemacht werden muss.“ Die Maßnahme sei mit der Versicherung abgesprochen. „Sie sieht dies als sinnvoll an und wird die Kosten auch übernehmen“, so Schmidt.

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