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Meitingen

08.07.2010

Realschüler erstellen "Internetknigge"

Sie haben den Internetknigge erstellt: (vorn von links) Corinna Bögl, Larissa Kefer, Susanne Stetter, Karola Eisensteger, Martina Wiest, Carina Bruner, (hinten von links) Sabrina Pohl, Sabrina Kamm, Lukas Braun, Janina Baumgartner, Lisa Stapf und Referendarin Silke Neumair.

Fast jeder Dritte hat schon mal schlechte Erfahrungen im Internet gemacht. Damit das künftig weniger häufig geschieht, haben Neuntklässer der Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule ein "Internet-Knigge" erfunden. Von Silke Neumair

Welche Daten können andere über mich im Internet finden? Was passiert, wenn ich illegal ein Lied downloade? Wie sicher sind Social Networks? Wie fühlt sich ein Kind, das Opfer von Cybermobbing wurde? Genau diese Fragen stellte sich auch eine Gruppe Neuntklässler der Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule, der staatlichen Realschule Meitingen.

Um sie zu beantworten, informierten sie sich mit Hilfe ihrer Referendarin Silke Neumair im Fach Wirtschaft und Recht über die verschiedenen Gefahren, die im Internet lauern. Dass diese äußerst vielfältig sind, wurde allen sehr schnell klar. Probleme wie Cybermobbing, Entschlüsselung von Passwörtern, sexuelle Belästigung und auch die Verbreitung persönlicher Daten durch Social Networks ( Facebook, Lokalisten etc.) zeigen, wie wichtig es ist, vorsichtig zu sein.

Fragebogen

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Ein Fragebogen, der zu diesem Thema erstellt und anschließend ausgewertet wurde, zeigte den Jugendlichen, dass dringend Handlungsbedarf besteht: Circa 30 Prozent der befragten Mitschüler gaben an, schon einmal schlechte Erfahrungen im Internet gemacht zu haben!

Auch ein Experte wurde eingeladen: Dr. Klaus Kratzer, tätig als Jugend- und Schulverbindungsbeamter bei der Polizei Augsburg, konnte den Schülerinnen und Schülern anhand einiger realer Fallbeispiele die enormen Auswirkungen falschen Internetverhaltens demonstrieren.

Nach diesem Vortrag war den Jugendlichen sofort bewusst, dass sie ihr Wissen an Mitschüler weitergeben müssen, um der immer größer werdenden Problematik entgegenzuwirken. Aus diesem Grund erstellten sie einen "Internetknigge", in dem verschiedene Verhaltensregeln zum "Surfen im Netz" dargestellt werden. Ob es um die Verwehrung eines Ausbildungsplatzes aufgrund peinlicher Bilder im Internet oder die Verhaltensregeln für Zeugen von Cybermobbing geht, die Jugendlichen machten sich bei diesem Thema selbst zu Experten und gaben ihr Wissen anschließend in einzelnen Vorträgen den jüngeren Jahrgängen weiter.

Die Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule hat damit einen wichtigen Beitrag für die Aufklärung ihrer Schülerinnen und Schüler über Internetgefahren geleistet. Doch auch Eltern sollten hellhörig werden und sich genau informieren, was ihre Sprösslinge im Netz so alles über sich preisgeben. Von Silke Neumair

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