Erziehung

01.06.2019

Sicher durch den Verkehr

Übergabe der Warnwesten an das Kinderhaus am Kirchberg: (hinten) Markus Eckstein und Nadine Steuer sowie (vorne) Vanessa Eckstein mit Felix, Benedikt, Korbinian und Ina Wegele.
Bild: Kinderhaus am Kirchberg

Kinderhaus Allmannshofen bereitet Kinder auf den Schulweg vor. Hintergrund ist ein Unfall im vergangenen Jahr

„Du musst mich anschnallen, dich anschnallen und das Handy weglegen“, erklärte ein Fünfjähriger seiner Mutter, die ihn vom Kindergarten abgeholt hat. Das hat die Mutter zwar ohnehin schon gemacht, aber der Fünfjährige zeigte damit vor allem eins: Das, was im Kinderhaus am Kirchberg in Allmannshofen während der einwöchigen Verkehrsprojektwoche Thema war, kam bei den Kleinen gut an und wurde sogar weitergegeben.

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Was nach der Projektwoche so positiv bei Eltern und Kindern ankam, hatte durchaus einen ernsten Hintergrund. Im vergangenen Jahr hatten zwei Vorschulkinder im Ort einen Verkehrsunfall, der zwar letzten Endes glimpflich ausging, jedoch vor allem in den Köpfen der Eltern die Angst schürte.

Was passieren kann, wenn ihre Kinder nicht mehr in den Kindergarten gebracht werden, sondern als Schüler selbstständig zur Bushaltestelle gehen werden, fragte sich auch Ina Wegele, die sich im Elternbeirat engagiert. Aus Sorge darüber, dass das Einüben von grundlegenden Verhaltensregeln im Straßenverkehr, wie etwa das Nach-links-und-rechts-Schauen, bevor die Straße überquert wird, nicht ausreichen würde, um ihre Kinder vor einem Unfall zu bewahren, suchte sie, gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Elternbeirats, und den Verantwortlichen im Kinderhaus am Kirchberg nach anderen Möglichkeiten. Der ADAC war schnell dabei, dann sollten noch andere Teilnehmer gefunden werden.

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Gemeinsam durften die Kinder den Film „Meine Freundin Conni“ sehen, die die Strecke zur Schule einübte und dabei ganz genau auf die Gefahren achtete. Gundula Thalhofer, die im Kinderhaus am Kirchberg die musikalische Früherziehung anbietet, musizierte mit den Kindern zu Rolfs Zuckowskis „Schulweg-Hitparade“, und sogar einen Kinderführerschein durften die Kinder auf ihren Kindergarten-Fahrzeugen machen.

Dass all die einzelnen Impulse, das Thema Sicherheit im Verkehr in den Köpfen zu verankern, durchaus ankamen, zeigte sich auch an den Rückmeldungen der Eltern, die bei einem Elternabend in der Projektwoche von den Eindrücken der Kinder berichteten und selbst ihr eigenes Verhalten hinterfragten, wenn es um Themen wie die Winterjacke im Kindersitz oder das Handy am Steuer ging. (brast)

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