Newsticker

München überschreitet Corona-Grenzwert
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Sicherheitswacht für den "weißen Fleck" Meitingen

Meitingen

29.07.2010

Sicherheitswacht für den "weißen Fleck" Meitingen

Polizeihauptkommissar Alexander Fitz zeigt die Utensilien für die Sicherheitwacht, die es nun auch in Meitingen geben wird. Foto: Marcus Merk
Bild: Marcus Merk

Die Zahl der Straftaten ist relativ gering, doch die Streifen sollen den Bürgern ein noch stärkeres Sicherheitsgefühl geben. Von Martin Deibl

Im Markt

Meitingen

wird schon bald eine

Sicherheitswacht

ihre Runde drehen. Dies hat vor allem eine vorbeugende, aber auch eine psychologische Wirkung. Die Kriminalitätsbelastung, die im Ort nach Darstellung der Gersthofer

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Polizei

"eher gering" ist, werde sich dadurch jedoch kaum verändern.

Einstimmig hat sich der Marktgemeinderat am Mittwochabend für eine Sicherheitswacht entschieden. Nicht nur bei Bürgermeister Dr. Michael Higl, sondern auch im Plenum rannte der Gersthofer Inspektionsleiter Günther Hammer offene Türen ein, wie der Rathauschef vor und nach der Diskussion erklärte.

Meitingen sei zwar eine "nicht gefährliche Gemeinde" mit einer sinkenden Zahl von Straftaten (zuletzt 426 - zum Vergleich Gersthofen 1314, Neusäß 760), doch eine Sicherheitswacht solle das Prinzip "Nicht wegschauen, sondern hinschauen", verdeutlichen, erklärte Hammer und sprach von einer "gefühlten Sicherheit". Zudem übe der Markt durch seine Einkaufsmärkte und Schulen auch eine gewisse Anziehungskraft aus. In Meitingen gebe es immer wieder Beschwerden über Vorfälle in den Grünanlagen, im Freibad, auch in der Ortsmitte, wo Jugendliche Passanten belästigen. Mit der Sicherheitswacht habe man an anderen Orten gute Erfahrungen gemacht, zum Beispiel in Gersthofen, wo aktuell drei Leute eingesetzt werden. Hammer: "Die gehen zu den Jugendlichen hin, sprechen mit denen und der Fall ist erledigt." Zu Beleidigungen sei es schon gekommen, nie aber zu körperlichen Attacken. Die "Ansprechpartner für die Bürger" (Hammer) kosten den Markt keinen Cent. Die Frauen und Männer werden vom Freistaat bezahlt.

In der kurzen Debatte erinnerte CSU-Fraktionschef Heinz Liebert an einen Vorstoß vor zehn, zwölf Jahren beim Innenministerium, weil Meitingen aus polizeilicher Sicht "ein weißer Fleck" sei - worauf Günther Hammer heftig widersprach. Aus München habe es damals jedoch nur geheißen: Polizeidienststelle nein, aber mobile Wache. Die Gründung einer Sicherheitswacht sei jetzt der richtige Schritt in die richtige Richtung. Von Martin Deibl

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren