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Emersacker

24.01.2017

So könnte der neue Kindergarten aussehen

Die Animation des Architekten zeigt, wie der Anbau für das Kloster aussehen könnte. So soll ein dreigruppiger Kindergarten entstehen. Farb- und Fassadengestaltung müssen aber noch geklärt werden.
Bild: Niebler + Thormann Architekten

Der Architekt stellt in Emersacker die Pläne vor. Die Einschätzung einer wichtigen Behörde fehlt aber noch.

Der Kindergarten von Emersacker ist zu klein und sanierungsbedürftig. Deshalb soll das ehemalige Kloster, wo die zwei Gruppen bisher untergebracht sind, einen Anbau mit einer dritten Gruppe bekommen. Wie dieser aussehen soll, hat der Architekt Kurt Niebler nun in einer Sonderssitzung des Gemeinderats vorgestellt.

Bei Nieblers Computerpräsentation war nicht nur die Einteilung der Räumlichkeiten zu sehen, sondern auch, wie der geplante Anbau von außen aussehen könnte und wie er neben dem Klostergebäude wirkt. Als eine gute Doppelfunktion präsentierte der Experte die Lösung, mit dem für den Kindergarten notwendigen Aufzug gleichzeitig auch das Kloster barrierefrei zu erschließen.

Eingearbeitet wurde auch noch der Vorschlag, im Keller Platz für eine professionelle Küche einzuplanen, damit in Zukunft das Mittagessen für das Kinderhaus gegebenenfalls selbst gekocht werden kann. Über die Profiküche gab es Diskussionen im Rat. Bürgermeister Michael Müller konnte aber überzeugen, dass es sinnvoll sei, die notwendigen Anschlüsse wenigstens vorzubereiten, falls man sich später noch zum Einbau einer solchen Küche entschließe.

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Zur Gestaltung des Gebäudes mit einem flachgeneigten Pultdach erklärte Niebler, dass der Neubau zwar selbstbewusst und modern sein müsse, das Kloster aber nicht verdrängen dürfe. Dies sei in der jetzigen Planung mit zurückhaltender Form und Farbe gelungen.

Insgesamt schätzte der Architekt die Kosten für Neubau, Umbau im Kloster und Ausstattung auf rund 1,2 Millionen Euro. Dann gibt es dort Platz für 75 Kinder.

Gemeinderat Arthur Wurm äußerte Bedenken bezüglich geplanter Oberlichter im Obergeschoss des Neubaus. In der Grundschule habe man seit jeher Probleme mit dem undichten Glasdach. Der Architekt versicherte, dass es solche Probleme heute nicht mehr gebe.

Gemeinderat Daniel Ullman erkundigte sich nach der Meinung des Amtes für Denkmalschutz zu den Plänen. Hier habe noch kein Gespräch stattgefunden, erklärte der Architekt. Niebler fügte an, dass der Kindergarten aber ohne Anbau auf keinen Fall im Kloster bleiben könne und das Amt sicherlich an einer Nutzung des Gebäudes interessiert sei.

Der Gemeinderat war mit den Planungen des Architekten einverstanden. Geklärt werden müssen demnächst allerdings noch die Bauweise, die Farb- und Fassadengestaltung und die Meinung des Denkmalschutzes.

Für Irritationen sorgte bei den Gemeinderäten die teilweise Kehrtwende des Personals, vom offenen Konzept wieder abzuweichen. Bei diesem Konzept werden die Stammgruppen ganz oder teilweise aufgelöst, stattdessen können die Kinder ihre Aktivitäten frei wählen. Die Raumplanung war allerdings nach diesem Konzept erstellt worden. Man müsse dem Personal klarmachen, dass das Raumkonzept jetzt stehe und nicht ständig wieder umgeworfen werden könne, war die einhellige Meinung der Gemeinderäte. Dies betreffe insbesondere den Krippenumbau, der in Kürze beginnen soll. Architekt Niebler sagte, es sei sicherlich möglich, bestimmte Zwischenwände in Leichtbauweise einzusetzen, sodass sie gegebenenfalls wieder entfernt werden könnten. Allerdings stimme dann im Raum die Beleuchtung nicht mehr.

Schon bald beginnen sollen die Bauarbeiten in der Krippe. Sie bekommt eine zweite Gruppe. Bürgermeister Müller erklärte, dass dafür in der Krippe in dieser Woche die Fachplaner zusammen kämen.

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