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Landkreis Augsburg

31.07.2020

Sommer in Corona-Zeiten: So sieht das Ferienprogramm aus

Trotz Corona fällt das Sommerferienprogramm in den Orten im Landkreis Augsburg nicht ganz ins Wasser.
Bild: Christoph Kölle (Archiv)

Plus Das Ferienprogramm in den Orten im Landkreis Augsburg läuft wegen Corona nur in abgespeckter Form. Viele Gemeinden organisieren jedoch Alternativen.

Bisher war in den Sommerferien in Gersthofen ein Projekt immer der Renner: Das Stadtbauspiel, bei dem die Kinder über vier Tage eine kleine Version der Stadt auf dem Rathausplatz nachbauen konnten. 150 bis 200 Kinder konnten daran teilnehmen. Das sei in diesem Jahr natürlich nicht möglich, sagt Jugendpfleger Markus Wolf: „Auf solche Großveranstaltungen müssen wir beim Ferienprogramm heuer komplett verzichten.“ Auch das alljährliche Zeltlager habe abgesagt werden müssen.

Doch ganz ins Wasser fällt das Sommerferienprogramm trotz Corona nicht: „Wir mussten uns einfach bei der Planung auf kleinere Veranstaltungen beschränken. Außerdem dürfen die Kinder nur in Kleingruppen sein, die sich untereinander nicht durchmischen“, sagt Wolf.

Abstand ist bei Ausflügen wichtig

Sicherheitsabstand und Hygieneregeln seien jedoch bei den geplanten Aktionen recht einfach einzuhalten, da alles draußen stattfinden werde. So seien zum Beispiel mehrere Fahrradausflüge, Thementage unter dem Motto „Mitmachzirkus“ oder ein Aktivspielplatz geplant, bei dem die Kinder drei Tage lang ganz ohne Spielgeräte gemeinsam basteln und spielen können. Der Luftsportverein Gersthofen bietet außerdem die Möglichkeit, an einem Tag vom Flugplatz Mühlhausen aus die Stadt von oben zu erkunden. „Wir hoffen, dass wir so den Kindern trotz allem einen schönen Sommer bieten können“, sagt Wolf.

Sommer in Corona-Zeiten: So sieht das Ferienprogramm aus

Auch in Stadtbergen mussten in diesem Jahr mehrere größere Aktionen aus dem Ferienprogramm gestrichen werden. „Sonst machen wir oft größere Busausflüge, zum Beispiel in den Skyline-Park“, erzählt Josua Neumann, Jugendpfleger der Stadt Stadtbergen. Kleinere Ausflüge, beispielsweise in den Wildpark Poing bei München oder in den Augsburger Zoo, können jedoch trotz Corona stattfinden.

Allgemein werde das Programm in einem kleineren Rahmen als gewohnt erfolgen: Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Betreuungsplätzen in Kleingruppen von maximal zehn Kindern. Diese verfügbaren Plätze sind besonders für Familien mit hohem Betreuungsbedarf gedacht. Anders als bisher werde das Programm auf die ganzen Ferien ausgedehnt, statt nur die ersten drei Wochen abzudecken, sagt Neumann. „Eine weitere Änderung ist, dass es kein gemeinsames Mittagessen mit allen Kindern geben wird, sondern jeder seine eigene Brotzeit mitnehmen muss.“

Wenn sich die Kinder drinnen aufhalten, müssen sie auch eine Maske tragen. „Wir müssen dann beispielsweise auch darauf achten, dass Arbeitsmaterial so wenig wie möglich ausgetauscht wird“, sagt Neumann.

Möglichst Aktionen draußen

In Diedorf sollen ebenfalls möglichst wenige Aktionen des Ferienprogramms drinnen stattfinden, sagt Xenia Ullrich von der Offenen Jugendarbeit Diedorf. „Wir hoffen, dass es meist schönes Wetter gibt, dann können wir alle Aktivitäten draußen machen.“ Allgemein koste es heuer deutlich mehr Aufwand, ein Ferienprogramm auf die Beine zu stellen: „Viele Vereine mussten deshalb dieses Jahr ihre Teilnahme absagen“, sagt Ullrich. Der Mehraufwand lohne sich jedoch: „Letztes Jahr hatten wir über 60 verschiedene Kurse, dieses Jahr sind es aber immerhin 40“, sagt Ullrich. Die Nachfrage sei fast noch größer als sonst. „Fast alle Kurse sind ausgebucht. Die Kinder wollen raus“, sagt Ullrich.

Ein Highlight sei das Stadtbauspiel, was in Diedorf trotz Corona wahrscheinlich stattfinden darf: Eine Woche lang können bis zu zwanzig Kinder die Infrastruktur des Ortes nachbauen. „Außerdem ist ganz viel Basteln angesagt. Die Sportaktivitäten sind stark eingeschränkt“, sagt Ullrich. Die Kinder und ihre Eltern seien jedenfalls unglaublich dankbar, dass es überhaupt ein Programm für die Ferien gibt.

Auch in Zusmarshausen gebe es trotz Einschränkungen im Ferienprogramm genauso viele Anmeldungen wie sonst, erzählt Lisa Lang von der Marktverwaltung. Allerdings gebe es mit nur 16 verschiedenen Veranstaltern 20 weniger als eigentlich geplant. „Wir sind uns immer noch unsicher, ob die Aktivitäten, die nicht abgesagt wurden, auch tatsächlich stattfinden können“, sagt Lang. Geplant ist beispielsweise ein Jugendradioprojekt, bei dem die maximal zwölf Jugendlichen innerhalb von fünf Tagen lernen können, selbst Audiobeiträge zu erstellen. Außerdem soll ein sogenanntes Instrumentenkarussell stattfinden, bei dem die Teilnehmenden zahlreiche verschiedene Musikinstrumente ausprobieren können.

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