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Landkreis Augsburg

03.12.2020

Sparkasse im Kreis Augsburg registriert immer mehr Betrugsversuche

Immer wieder versuchen Betrüger am Telefon oder per Computer, die Daten von Bankkunden herauszufinden.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ob per Telefon oder E-Mail: Mit diesen Tricks versuchen Betrüger an das Geld ihrer Opfer zu kommen. So können sich diese schützen.

Die Betrüger melden sich per Telefon oder E-Mail und versuchen unter einem Vorwand, an sensible Kundendaten zu kommen. Im schlimmsten Fall erhalten sie so Zugriff auf das Bankkonto und können erheblichen finanziellen Schaden anrichten. Solche Fälle treten derzeit gehäuft auf - auch in der Region. Die Kreissparkasse Augsburg erläutert, wie die Täter vorgingen und wie man sich schützen könne.

Zwei verschiedene Methoden lassen sich aktuell vor allem beobachten: Bei der einen melden sich Betrüger per Telefon und versuchen, Kunden zu einer Überweisung zu überreden. Die zweite Methode setzt auf sogenannte Phishing-E-Mails, in denen die Täter Kundendaten oder PIN abfragen.

Telefonbetrüger verunsichern Kunden im Landkreis Augsburg

Anrufer geben sich beispielsweise als Mitarbeiter von Microsoft aus. Sie behaupten, der Rechner des Kunden sei mit einer Schadsoftware infiziert. Beweisen soll das ein angeblicher Zugriff auf den Rechner per Fernwartung. "Die Anrufer wirken sehr überzeugend", sagt Klaus Kralik, Spezialist für Online-Banking bei der Kreissparkasse Augsburg. "Fenster öffnen und schließen sich, und der Kunde glaubt, dass auf seinem Rechner tatsächlich etwas passiert." Teilweise behaupten die Täter auch, sie seien Sparkassen-Mitarbeiter, und es gehe um eine Sicherheitsabfrage, da es angeblich Vorfälle gegeben habe.

In beiden Fällen ist das Ziel, dem Kunden Angst zu machen und ihn damit zum Kauf einer angeblichen Sicherheitssoftware zu bewegen. Das Geld dafür soll direkt überwiesen werden. Die Kreissparkasse rät, PIN und TAN niemals herauszugeben, oder aufgrund eines Anrufs einzugeben. Und schlimmstenfalls rechtzeitig abzubrechen und reflektieren: Wollte ich das vor zehn Minuten schon? Oder wurde ich gerade dazu überredet? Trifft Letzteres zu, sollte man die Überweisung und das Gespräch abbrechen.

Banken und Sparkassen fragen keine Kundendaten per E-Mail ab

Eine weitere derzeit besonders beliebte Methode sind sogenannte Phishing-E-Mails. Die E-Mails sind sehr glaubwürdig und leiten den Kunden auf eine gefälschte Seite weiter, die wiederum leicht mit der Website einer Bank oder Sparkasse zu verwechseln ist. Dort wird man beispielsweise aufgefordert, Aktualisierungen durchzuführen und Kartennummer, Anmeldenamen für das Online-Banking zusammen mit der PIN oder die Personalausweisnummer einzugeben. "Die Daten fallen so in die Hände der Betrüger, die sie dann im Darknet zum Verkauf anbieten", erklärt Bernd Bruchner, Bereichsleiter Vertriebsmanagement. Gerade die Kombination aus Anmeldename und PIN ermöglicht es im schlimmsten Fall Unbefugten, Zugriff auf Konten zu erhalten.

Bruchner betont, dass Banken und Sparkassen solche Daten niemals per E-Mail abfragten, sondern sich in solchen Fällen postalisch an den Kunden wendeten. Auf E-Mails, die Angabe von Karten- oder Personalausweisnummer erfordern, sollte man nicht reagieren. "Diese Daten liegen der Bank ohnehin vor." (AZ)

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