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Gablingen

27.01.2011

Spatenstich für eine neue Justizvollzugsanstalt

Über einen Bahnübergang soll es zur JVA Gablingen gehen, für die im April der erste Spatenstich erfolgen soll.
Bild: Marcus Merk

Der Termin für den Spatenstich für den Bau der Justizvollzugsanstalt bei Gablingen steht fest - nach jahrelangem Ringen mit Zusagen und Absagen. Es soll ein Gefängnis in Augsburg ersetzen.

Gablingen. Der Spatenstich für den Bau der Justizvollzugsanstalt bei Gablingen ist für Montag, 11. April, terminiert.

Dann wird Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk ganz handfest dokumentieren, dass das neue Gefängnis doch noch Wirklichkeit wird. Der Bau mit vier Y-förmigen Unterkunftsgebäuden ersetzt das alte Gefängnis auf dem Augsburger Hochfeld.

Manchmal schien es, als würde die neue JVA fast zu einer lebenslänglichen Geschichte werden. Immer wieder gab es seit Jahren Zusagen zum Bau, immer wieder Verzögerungen, Änderungen und neue Versprechungen. Dies stets vor dem Hintergrund, dass sich speziell die Gemeinde Gablingen im Gefolge des JVA-Neubaus neue Ansiedlungen im angrenzenden Gewerbegebiet und viele Arbeitsplätze verspricht.

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Rückblende Als der damalige bayerische Justizminister Dr. Manfred Weiß im August 2000 das Gelände nahe der Radarstation in Augenschein nahm, gab er zwar ein klares Bekenntnis zu Gablingen ab und sprach von einem realistischen Baubeginn im Jahr 2005.

Drei Jahre später, im August 2003, kam Weiß erneut nach Gablingen und sprach jetzt von einem Baubeginn 2007, vielleicht auch erst 2008. Da platzte dem damaligen Bürgermeister Pius Kaiser der Kragen. Immerhin stehe für die Kommune viel auf dem Spiel. Er forderte vom Freistaat die Freigabe des Geländes, um dort auf 15 Hektar ein Unternehmen der Automobil-Logistik mit 120 Arbeitsplätzen ansiedeln zu können.

Die neue JVA war als Initialzündung für das angrenzende Gewerbegebiet gedacht. Immerhin hat der Freistaat dort ein sieben Hektar großes Grundstück bereits im Dezember 1997 erworben: zum Preis von 4 bis 4,5 Millionen plus drei Millionen Mark Erschließungskosten, gezahlt an die Gemeinde.

Pläne im Rathaus präsentiert

Nächster Schritt war ein Architektenwettbewerb. Den gewann das Büro Schuster aus Düsseldorf. Hoffnungsvoll stellte die neue Justizministerin Beate Merk im Mai 2005 die Pläne im Gablinger Rathaus vor.

Ende November 2007 erklärten Merk und Bayerns Innenminister Herrmann: "Im April 2008 werden zum ersten Mal Bagger vorfahren." Was auch der Fall war: Sie richteten das Grundstück her, entfernten alte Munition und Unrat. "Der Baubeginn ist für den Spätsommer 2009 vorgesehen", meldete das Ministerium hoffnungsvoll.

"Alles auf Anfang"

Geplant war, dass ein privates Konsortium die JVA errichtet und in den technischen Bereichen für 20 Jahre betreibt. Nach einem langen Hin und Her stellte sich allerdings heraus, dass PPS (Public Private Partnership) deutlich teurer kommt als gedacht. Zudem traten beim PPS-Bau der JVA München-Stadelheim erhebliche Mängel zutage.

"Alles auf Anfang" hieß es dann im Sommer 2010 - die JVA soll nun ganz konservativ vom Freistaat finanziert und unter der Regie des Staatlichen Bauamtes in Augsburg errichtet werden. Und nach weiteren Vorarbeiten in den vergangenen Monaten wird es nun am 11. April 2011 offenbar ernst damit.

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