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Gersthofen

06.12.2019

Spezieller Pisa-Test bei der AZ für den Kultusminister

Und da liegt Thierhaupten wirklich: Michael Piazolo mit Redaktionsleiter Christoph Frey und dem Landtagsabgeordneten Fabian Mehring
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Und da liegt Thierhaupten wirklich: Michael Piazolo mit Redaktionsleiter Christoph Frey und dem Landtagsabgeordneten Fabian Mehring
Bild: Marcus Merk

Plus Michael Piazolo besucht auf „Bildungsreise“ die Grund- und Hauptschule in Zusmarshausen. In Gersthofen muss er dann in unserer Redaktion auf einmal selber zeigen, was er weiß.

Er war gekommen, um zu lernen, und musste zum Schluss noch durch den schwäbischen Pisa-Test. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) fand sich beim Besuch in unserer Redaktion in Gersthofen unvermittelt in der Rolle des Prüflings wieder. Er schlug sich tapfer.

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Wie im richtigen Schülerleben hatte der Chef aller bayerischen Lehrer beim für ihn in unserer Redaktion maßgeschneiderten Text nicht alles richtig. Zugegeben, es waren auch ein paar fiese Aufgaben dabei. So sollte Piazolo auf einer ansonsten unbeschrifteten Landkreiskarte die korrekte Lage des Staudenortes Mickhausen ausfindig machen. Dass er dann auch bei Königsbrunn danebenlag, fand der Minister selber nicht so toll. Und nein, Thierhaupten liegt nicht bei Kutzenhausen.

Wann war noch gleich die Lechfeld-Schlacht?

Dass er auch beim Jahrestag der Schlacht auf dem Lechfeld (10. August 955) passen musste, nahm der frühere Hochschulprofessor gelassen, schließlich würden an bayerischen Schulen heute auch keine Jahreszahlen mehr abgefragt. Außerdem machte der 60-Jährige beim Dialekt-Test eine gute Figur. Aufgewachsen ist er in Stuttgart, der Vater kommt aus dem Allgäu, da scheint doch was hängen geblieben zu sein. Oder lag es daran, dass der Landtagsabgeordnete Fabian Mehring und FW-Kreisvorsitzender Tobias Kunz mittels Zeichensprache zu helfen versuchten? Am Ende war’s eine Trefferquote von gut 40 Prozent.

Was Piazolo aber eigentlich ins Augsburger Land geführt hatte, war das Thema „Digitalisierung“. Damit die auch in den Schulen vorankommt, habe die Staatsregierung Hunderte von Millionen Euro eingeplant, doch es blieben noch „viele Herausforderungen“, wie der Minister betonte. An der Zusmarshauser Grund- und Mittelschule werde schon jetzt „Herausragendes geleistet“, sagte Piazolo: „Die brennen für die Digitalisierung.“

Wir haben Kultusministerium Michael Piazolo einmal zum schwäbischen Pisa-Test gebeten...
Video: Marcus Merk

Angetan von Schule in Zusmarshausen

Piazolo schaute sich den Unterricht mit digitalen Hilfsmitteln in der zweite, vierten und zehnten Klasse an und war hernach sichtlich angetan. Wobei er klarstellte, dass er keineswegs der Ansicht ist, dass Kinder von der ersten bis zur letzten Stunde am Computer unterrichtet werden. „Die Mischung macht es.“ Auch an der Tafel sei ein qualifizierter Unterricht möglich, und natürlich müsse an der Grundschule von heute auch die Handschrift sauber vermittelt werden. Wichtig sei außerdem, dass den Kindern Medien-Kompetenz beigebracht werde. Sie müssten lernen, welche Nachrichten-Quellen vertrauenswürdig seien, und aufgeklärt werden über die Gefahren des Cyber-Mobbings.

Kniffelige Fragen gab es für Michael Piazolo als Gast der Redaktion in Gersthofen.
Bild: Marcus Merk

„Unsere Kinder sollen zunächst schreiben und nicht wischen lernen“, sagte der FW-Abgeordneten Fabian Mehring in Anspielung auf die typische Handbewegung bei der Bedienung von Smartphones und Tablets. Er wies darauf hin, dass der Ausbildung der Lehrer eine hohe Bedeutung zukomme. Dafür gebe es an der Uni Augsburg ein gutes Beispiel. Auch dort schaute der Kultusminister vorbei. Für Mehring war der Besuchstag deshalb eine „Roadshow der Leistungsfähigkeit meiner Heimat“.

Verkehrsminister in Gersthofen

Piazolo war gestern nicht der einzige bayerische Minister, der im Augsburger Land Station machte. In der Autobahnmeisterei in Gersthofen waren alle Räumfahrzeuge in Reih und Glied aufgestellt, frisch geputzt und mit blinkenden Warnlichtern. Anlass war der Besuch von Bau- und Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU). Er stellte eine Neuerung im bayerischen Winterdienst vor. Dort kommt künftig Gurkenwasser mit zum Einsatz.

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