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Stadtbergen
17.09.2021

Experte der Uniklinik erklärt: So werden frauentypische Krebsarten früh erkannt

Mammographie: Die gesunde Brust einer Frau ist auf einer Röntgenaufnahme zu sehen.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa-Themendienst (Symbolbild)

Bei der Ärztlichen Vortragsreihe in Stadtbergen referiert der Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Uniklinik Augsburg und beantwortet Fragen.

Frauen achten im Durchschnitt mehr auf ihre Gesundheit als Männer. Das bedeutet aber nicht, dass sie alles optimal im Griff haben, sagt ein Mediziner. Der Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Uniklinkum, Prof. Christian Dannecker, gibt daher im zweiten Vortrag der Ärztlichen Vortragsreihe im Bürgersaal Hinweise, wie sie vorsorgen können, um nicht an frauentypischen Krebsarten zu erkranken, oder sie zumindest frühzeitig zu erkennen.

Im Blick hat Dannecker vor allem Brustkrebs, Krebs im Bereich der Eierstöcke, Gebärmutterhals- und -schleimhautkrebs und Vaginalkarzinome. Diese Krebsarten sind unterschiedlich gefährlich, machen sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar und werden auf unterschiedliche Weise behandelt. Teilweise wissen Frauen aber nur wenig über sie. Frauen, so Dannecker, seien gewohnt, in jüngerem Alter zur Krebsvorsorge zu gehen, "aber damit ist nicht alles getan".

Auch Gebärmutterhalskrebs kann früh erkannt werden

Der Gynäkologe wird im Vortrag unter anderem darauf eingehen, wie Blutungsstörungen zu beurteilen sind und was dahinterstecken kann, wenn es nach den Wechseljahren noch einmal zu Blutungen kommt. In zehn Prozent der Fälle handele es sich um Gebärmutterschleimhautkrebs. Auch der Gebärmutterhalskrebs kann früh erkannt werden, nämlich durch den sogenannten Pap-Abstrich.

Der Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Uniklinkum, Prof. Christian Dannecker, gibt im zweiten Vortrag der Ärztlichen Vortragsreihe im Bürgersaal Hinweise zur Krebsvorsorge bei Frauen.
Foto: Ulrich Wagner

Juckreiz an der Vagina deutet zwar laut Dannecker meist auf eine Pilzinfektion hin, aber gelegentlich kann er auch ein Anzeichen für Krebs der Vulva sein. Ein Mammografiescreening nehmen viele Frauen in Anspruch. Es ist eine sehr alte und bewährte Vorsorgemaßnahme. Die älteste Krebsvorsorge ist übrigens laut dem Referenten die vor Gebärmutterhalskrebs, und sie sei sehr erfolgreich.

Vortrag in Stadtbergen: Krebs früh erkennen

Ein schwieriger Fall ist dagegen der Eierstockkrebs, denn er zeige entweder gar keine oder erst sehr spät Symptome. Wie bei der Ärztlichen Vortragsreihe üblich, wird Dannecker nach seinem Vortrag auch für Fragen aus dem Publikum und anschließend für eine kurze "Privatsprechstunde" zur Verfügung stehen.

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Der Vortrag "Krebs der Frau rechtzeitig erkennen" findet am Montag, 20. September, um 19.30 Uhr im Bürgersaal statt. Der Eintritt kostet 5 Euro.

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