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Altenmünster/Holzwinkel

01.09.2020

Studentin stellt die Freizeitangebote im Holzwinkel auf den Prüfstand

Die Geografiestudentin Franziska Häußler beschäftigt sich in ihrer Masterarbeit mit den Freizeitangeboten im Holzwinkel und in Altenmünster. Dazu befragt sie auch die Menschen in der Region.
Bild: Marcus Merk

Plus Wie steht es um die Freizeitangebote in der Region? Mit dieser Frage beschäftigt sich Franziska Häußler in ihrer Masterarbeit. Die Geografiestudentin möchte mitgestalten.

Fährt man durch den Holzwinkel, passiert man viel unberührte Natur. Weitflächig verlaufende Felder und durch den Wind wehende Blätter auf Bäumen. Für viele ein Idyll. Aber wie steht es um die Freizeitangebote in der Region? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Studentin aus Bocksberg (Landkreis Dillingen).

Franziska Häußler schreibt derzeit an ihrer Masterarbeit im Fach Geographie an der Universität Augsburg. Der Titel der Arbeit lautet „Potenziale in Freizeit- und Naherholung in der Region Holzwinkel und Altenmünster“. Ein sperriger Titel, wie üblich bei wissenschaftlichen Schriften. Darin befasst sich Häußler mit Infrastruktur sowie Freizeitattraktionen in den Gemeinden Welden, Emersacker, Heretsried, Bonstetten, Adelsried und Altenmünster. Am Ende soll ein Freizeit- und Naherholungskonzept stehen.

Wie zufrieden sind die Menschen im Holzwinkel mit den Freizeitangeboten?

Konkret beschäftigt sie sich mit Fahrrad-, Wander-, und Spazierwegen, Spiel- und Sportplätzen, Kneippanlagen, Sehenswürdigkeiten wie Wallfahrtskirchen, Naturschutzgebiete, Museen und Ausstellungen in der Region. „Bisher habe ich etwa 400 Elemente in einer Excel-Tabelle gesammelt.“ Um diese Fülle an Daten auswerten und auf die Anwohner vor Ort beziehen zu können, hat sie eine Umfrage gestartet. Die richtet sich an alle Bewohner der Region und der umliegenden Gemeinden. Dort stellt sie Fragen über das Freizeitverhalten der Teilnehmer oder wie zufrieden sie mit dem Angebot sind. Über 200 Personen haben bereits daran teilgenommen.

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Auf dieser Grundlage und durch noch ausstehende Interviews mit Gemeindevertretern erstellt Häußler dann einen Maßnahmenkatalog mitsamt einer Strategie. Dadurch möchte sie den Gemeinden bei Umsetzung und Vermarktung der Ideen helfen. Darauf, wo die Bürger den größten Verbesserungsbedarf im Freizeitbereich sehen, will Häußler eingehen. Das könnten Radwege sein oder aber auch ein Naturfreibad. Darüber wird bereits diskutiert.

Studentin Franziska Häußler fühlt sich der Region Holzwinkel sehr verbunden

Die 24-Jährige Häußler stammt zwar aus Bocksberg im Landkreis Dillingen, fühlt sich dem Holzwinkel aber trotzdem verbunden. „Ich wohne ja nur ein Dorf neben Emersacker, gehe dort oft spazieren“, erklärt die Studentin. An der Universität habe Häußler bis Juni an einem Projekt namens „Kulturspuren im Landkreis Augsburg“ mitgearbeitet. Dabei seien historische Kultur- und Landschaftssehenswürdigkeiten gesucht und erfasst worden, bei einigen stünden mittlerweile Informationstafeln. Häußlers Masterarbeit baue nun auf dem Projekt auf.

Im Landkreis Augsburg existieren bereits Zusammenschlüsse wie die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) für Holzwinkel und Altenmünster, mit der sie im Zuge der Abschlussarbeit zusammenarbeitet. „Freizeit und Naherholung sind für uns wichtige Themen, deshalb haben wir uns gefreut, dass sie ihre Arbeit über die Region schreibt“, erzählt Simone Hummel. Die ILE-Managerin erhoffe sich aus der Arbeit entsprechende Impulse, die dann mit in die zukünftigen Gemeindeplanungen miteingehen.

Studentin: "Ich möchte eine regionale Identität stiften."

Wenn Häußler über ihre Masterarbeit spricht, strahlt sie. Die junge Frau reißt den Zuhörer mit und schafft es, von ihrer Idee zu überzeugen. Sie sagt: „Ich möchte eine regionale Identität stiften. Dass die Leute stolz sind, hier zu wohnen und ihre Freizeit in der Region verbringen.“

Studentin Franziska Häußler schreibt ihre Masterarbeitüber die ländliche Entwicklung im Raum Altenmünster.
Bild: Marcus Merk

Im Dezember muss Häußler die Masterarbeit abgeben, bis dahin sei noch einiges zu tun. „Momentan arbeite ich von acht am Morgen bis drei oder vier am Nachmittag daran.“ Dabei habe sie durchaus Spaß. „Es ist gut, dass die Arbeit anwendungsorientiert ist und ich nicht nur Literatur lese und dann zusammenfasse. Dazu habe ich das Gefühl, dass ich der Region im kleinen Sinne Unterstützung gebe.“

Nach dem Studium möchte Häußler direkt ins Berufsleben einsteigen. Am liebsten in der Region. „Es gibt hier nicht viele Stellen dafür, aber ich würde gern in der Regionalentwicklung arbeiten.“

Beruflich stellt sie Prinzipien über Vorteile

Wo sich Franziska Häußler in zehn Jahren sieht? Keine leichte Frage. „Ich möchte hier wohnen bleiben, das ist einfach meine Heimat.“ Beruflich stellt sie Prinzipien über Vorteile. „Es ist bestimmt nett, wenn man gut bezahlt wird, aber Arbeit muss auch Spaß machen.“ Man müsse ja irgendwem helfen, irgendwas voranbringen. „Vielleicht sieht das in zehn Jahren aber ja ganz anders aus.“ Sie lacht.

Alle Infos zur Umfrage finden Sie unter: www.umfrageonline.com/s/cad47c3 oder über in den Gemeinden ausliegende Zettel.

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