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Fischach

20.02.2020

Terror: Fischach will ein Zeichen gegen Rechts setzen

Die Polizei durchsuchte am vergangenen Freitagvormittag dieses Anwesen im südlichen Landkreis Augsburg. Hier soll der Kopf einer rechtsterroristischen Vereinigung leben.
Bild: Christoph Lotter

Nach den Festnahmen in Mickhausen findet nun auf dem Marktplatz in Fischach eine Mahnwache statt, um ein überparteiliches Zeichen zu setzen. 

Der Terror hat wieder einmal auch Deutschland erfasst. Bei einer Schießerei in zwei Bars im hessischen Hanau sind in der Nacht auf Donnerstag insgesamt neun Menschen ums Leben gekommen. Wenige Stunden später entdeckte die Polizei zwei weitere Leichen, darunter der mutmaßliche Todesschütze. Unter den Todesopfern sind nach ersten Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden viele Menschen mit Migrationshintergrund. Die Tat erinnert an die Festnahmen vor wenigen Tagen in Mickhausen. Auch dort soll eine Terrorzelle Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime ins Auge gefasst haben.

Nicht nur in Mickhausen sind die Menschen fassungslos, dass dort der Anführer einer mutmaßlichen Neonazi-Terrorgruppe gewohnt haben soll, um mit Gleichgesinnten möglicherweise auch ein Attentat auf eine Moschee zu planen, ähnlich dem Anschlag im neuseeländischen Christchurch. Auch im Umland sind viele Bürger schockiert.

„Wegzuschauen wäre das völlig falsche Signal“

Die Verhaftung der Terrorverdächtigen nimmt der Ortsverband Stauden von Bündnis 90/Die Grünen zum Anlass, am Dienstag, 3. März, auf dem Marktplatz in Fischach eine Mahnwache gegen Rechts zu veranstalten. Beginn ist um 17.30 Uhr. „Wegzuschauen gegen diese Auswüchse der Gesellschaft wäre das völlig falsche Signal“, meint Peter Reidel. Er ist einer der Sprecher des Ortsverbands. Er verweist in einem Gespräch mit unserer Zeitung explizit auf die Terrorgruppe, die sich „Der harte Kern“ genannt haben soll.

Terror: Fischach will ein Zeichen gegen Rechts setzen

Nach bundesweiten Razzien, unter anderem in der Staudengemeinde Mickhausen, sind Haftbefehle gegen zwölf Männer erlassen worden. Bei den Rechtsextremisten wurden Waffen und Chemikalien zur geeigneten Herstellung von Sprengsätzen gefunden, im Haus des mutmaßlichen Anführers Werner S. in Mickhausen eine Pistole samt Munition. Laut Spiegel soll der 53-Jährige bereits von den Behörden als „Gefährder“ eingestuft worden sein, also eine Person, von der eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehen könne.

Eine klare Reaktion zeigen

Die Grünen nennen als wirkungsvolles Mittel gegen Rechtsextremismus eine starke, demokratische Zivilgesellschaft. „Wir müssen eine klare Reaktion zeigen“, verdeutlicht Reidel. Die Mahnwache solle dazu beitragen. Bürgermeister Peter Ziegelmeier habe seine Teilnahme bereits signalisiert, so Reidel weiter. Auch SPD und CSU seien dazu eingeladen worden. Ziel sei es, mit den Bürgern ein überparteiliches Signal gegen jegliche Art von Rechts zu setzen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.02.2020

Die NPD so wie die AFD nützen die Medien für ihre Zwege. Je mehr die Medien über diese beiden Parteien berichten um so mehr bekommen diese Parteien großen Zulauf. Eine bessere und kostenlose Werbung können diese beiden Partein gar nicht bekommen.dank unserer Medien. Der Vorstand von der AFD Gauland ist in allen Medien vertretten,warum wird so ein Mensch in allen Talkshow eingeladen.Warum muss der Fernsehsender Phönix so wie der Fernsehsender ntv über den Parteitag von der AFD berichten. Sobald Gauland von der AFD einen Scheiss von sich gibt,wird sofort in den Medien davon berichten. Ich meine wenn unsere Medien weniger über diese Partei berichten würden,dann würde diese Partei bald der Vergangenheit angehören. Die größte Strafe solcher Parteien wie die NPD und die AFD ist, wenn man sie links liegen lässt und erst über sie gar nichts berichtet.Nicht das Volk hat die AFD groß gemacht,sondern die Medien die jeden Tag über die AFD berichten muss. Wir brauchen keine Mahnwache was die Rechtsextremisten in Deutschland anbelangt,einfach diese Parteien aus der Öffentlichkeit raushalten. Unsere Mediene dürfen kein
Platform sein für Attentäter und Parteien wie die AFD und NPD. Der Attentäter von Hanau wuste ganz genau das er mit seiem Attentat
in den Medien groß über ihn berichtet wird,und das hat er ereicht. Berichterstattung ist die Aufgabe der Medien,doch so eine Berichterstattung kann auch eine Werbung sein für andere Attentäter oder wie für solche Parteien wie der AFD und der NPD. Ich meine auch bei einer Berichterstattung im Fernsehen oder in den Zeitungen, ist manchmal weniger mehr.

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22.02.2020

>>in Deutschland wurden gestern erneut gezielt Menschen ermordet, die Ausländer waren.<<

Das will ich korrigieren:
Die in Hanau Ermordeten sahen äußerlich wohl so aus, als hätten sie ausländische Wurzeln. Und deswegen hat offenbar derTäter sie ermordet. Weil er rassistisch selektiert hat.
Und dieser Rassenwahn wird von Brandstiftern in NPD und AFD angeheizt, wenn sie von "Umvolkung" usw. sprechen.
Raimund Kamm
Das war die Täterperspektive. Für uns sollten es einfach Menschen sein, die er in seinem Rassenwahn ermordet hat.

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20.02.2020

Herr Achstaller,

in Deutschland wurden gestern erneut gezielt Menschen ermordet, die Ausländer waren. Vor einigen Wochen sollten in Deutschland Menschen ermordet werden, weil sie Juden sind. Das sind rassistische Taten. Ähnlich wie vor ein paar Jahren die NSU-Mörder auch selektiert haben.
Und in Ihrer Nachbarschaft in Mickhausen wurde jemand festgenommen, der als Führer einer Bande gezielt Muslime ermorden wollte.

Und Sie, Herr Achstaller meinen, die Medien würden das aufbauschen. Und Sie kritisieren Politiker, die dagegen eine Mahnwache halten wollen. Organisieren Sie doch eine Mahnwache und überlassen Sie das nicht Politikern!

Raimund Kamm

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20.02.2020

Wir brauchen in Fischach keine Mahnwache,da will sich nur eine Partei profilieren. wegen Enzähltäter wie in Mickhausen oder in Hanau . Deutschland ist nicht rechtsradigkal. Viele Partei meinen sie müssen jetzt für das Volk sprechen wenn es um Rechtsradikale Deppen geht, wir Bürger von Deutschland lassen uns nchit blenden von den Parteien ,und schon gar nicht von der Grünen Partei von Fischach. Wenn die Grüne Partei von Fischach meint sie müssten sich jetzt profilieren vor der Gemeindratswahl mit einer Mahnwache gegen rechtsradikale Minderheiten,so ist das verwerflich. Ein Attentat wie in Hanau sollte nicht missbraucht werden für Parteilichen zwege. Jeden Tag sterben auf der Welt tausende Kinder an Hunger,doch damit kann man keine Stimmen bekommen und so mit
braucht man auch keine Mahnwache aufstellen. Wenn schon die Grüne Partei von Fischach was tun möchte gegen das Unrecht auf dieser Welt,so sollte sie Spenden sammeln für die hungernten Kinder in Afrika. Ich verurteile auch das Attentat von Hanau wo unschuldige Menschen ihr Leben verloren haben,doch man darf es nicht verallgemeinen und das Deutsche Volk wegen eines Einzeltäter ins schlechte Licht rücken. Jedes Land hat mit solchen Deppen zukämpfen wie in Hanau, und da bleibt auch Deutschland nicht verschont. Wir sollten solche Attentate nicht immer in den Medien groß aufpauschen,denn das gibt für viele Rechtsradikale -Deppen nur eine große Aufmerksamkeit.um in den Medien pressent zu sein. Man spricht auch von Trittbrettfahrer die auch in die Öffentlchikeit pressent sein möchten. Fischach sollte Kannte zeigen,das man Attentatte nicht für politische Ziele ausnützt,siehe die Grünen von Fischach. Eine Mahnwahe ist nur ehrlich, wenn sie vom Volk ausgeht und nicht von den Parteien. Ich hoffe die Grüne Partei von Fischach ist mir nicht böse wenn ich meine erliche Meinung dazu geäussert habe.

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21.02.2020

In Mickhausen war es kein Einzeltäter.
Zudem werden in sozialen Medien oft Halbwahrheiten und Lügen zu tatsächlichen oder angeblichen Straftstaten von Flüchtlingen oder Personen mit Migrationshintergrund "aufgebauscht" und als politisch instrumentalisiert. Auf vielen Facebookseiten der Afd werden immer wieder Taten von "Südländern" gepostet.
Von "Biodeutschen" oder europäischen Migrationshintergrund dagehen kaum oder gar nicht. Zudem wer am Ende Suizid begeht hat es vermutlich weniger auf medialen "Ruhm" wert gelegt.
Die Tat von Hanau kann man nicht als die Tat eines Irren abtun. Genauso wenig wie Amri nur ein Irrer war.
Wer hetzt macht sich mitschuldig. Egal ob in Predigten oder im Netz. Und genau darauf muss hingewiesen und entsprechend (auch gesellschaftlich) gehandelt werden.Oder sollen Taten solcher Irrer wie in Hanau, Halle oder Breitscheidplatz normal werden?

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