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Neusäß

12.10.2018

Vergewaltigte 16-Jährige: Heiße Spur dank Phantombild?

Auf diesem Fuß- und Radweg in Neusäß soll der Tatverdächtige die 16-Jährige Anfang September vergewaltigt haben.
Bild: Marcus Merk

Im Fall der vergewaltigten 16-Jährigen aus Neusäß hat die Polizei ein Phantombild des Verdächtigen veröffentlicht. Nun sind mehrere Hinweise eingegangen.

Hat die Polizei nach wochenlangen Ermittlungen endlich eine heiße Spur im Fall der vergewaltigten 16-Jährigen aus Neusäß? Nachdem die Polizei am Donnerstag ein Phantombild des mutmaßlichen Täters veröffentlichte, sind nun erste Hinweise eingegangen. Denen gehen die Beamten nun mit Hochdruck nach.

Ein junger Mann mit Basecap, schmalem Gesicht und Sommersprossen ist derzeit der Hauptverdächtige. Zum Hintergrund: Anfang September war eine 16-Jährige nach einem Plärrer-Besuch nachts auf dem Heimweg in Neusäß zu Boden gestoßen und von einem Unbekannten vergewaltigt worden. Nun veröffentlichte die Polizei ein Phantombild des Tatverdächtigen, von dem bislang nach Aussagen des Opfers lediglich bekannt war, dass er zur Tatzeit ein langes T-Shirt getragen haben soll. Nähere Angaben konnte die 16-Jährige nach der Tat nicht machen.

Mit diesem Phantombild fahndet die Polizei nach dem mutmaßlichen Vergewaltiger einer 16-Jährigen.
Bild: Landeskriminalamt

Phantombild: Ein Zeuge gab Hinweise auf den Tatverdächtigen

Stefan Faller, Pressesprecher am Polizeipräsidium Schwaben-Nord, erklärt: „Das Phantombild ist aufgrund der Aussagen eines Passanten erstellt worden.“ Dieser hatte den unbekannten Mann zur Tatzeit in unmittelbarer Nähe des Tatorts gesehen.

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Bisher seien bereits mehrere Hinweise auf Personen bei der Polizei eingegangen, die nun alle geprüft werden. „Noch können wir keine Auskünfte geben, wie konkret diese Hinweise sind“, sagt Faller.

Sollten diese Hinweise nicht zu einer heißen Spur führen, plant die Kriminalpolizei, das Phantombild zusätzlich zur Veröffentlichung in diversen Medien auch rund um den Tatort in Neusäß zu verteilen. „Da werden die Beamten dann auch Anwohner direkt befragen, ob ihnen die Person bekannt ist“, sagt Faller. Bereits im September war eine Ermittlungsgruppe von Tür zu Tür gezogen, um Anwohner zu befragen, die entlang der Strecke wohnen, die die 16-Jährige nachts gelaufen war.

16-Jährige war nachts auf dem Heimweg vom Plärrer-Besuch vergewaltigt worden

Die junge Frau war nach einem Plärrer-Besuch in Augsburg mit dem Zug nach Neusäß gefahren. Gegen 0.30 Uhr hatte sie vom Bahnhof aus den Weg nach Hause über die Hauptstraße und die Gartenstraße angetreten und war anschließend in südliche Richtung die Oskar-von-Miller-Straße entlang gelaufen, die dort von Zuggleisen gekreuzt wird. Südlich des Bahndamms war sie in einen Fuß- und Radweg eingebogen, wo der unbekannte Mann sie überwältigt hatte. Anschließend war der Täter in Richtung des Kaufland-Einkaufszentrums geflüchtet.

Die vergewaltigte 16-Jährige war nach der Tat umgehend nach Hause gegangen und hatte noch in der Nacht ihre Aussage gemacht. Ihr gehe es Faller zufolge derweil „den Umständen entsprechend“.

Wie genau die Polizei den Zeugen gefunden hatte, dessen Aussagen nun halfen, ein Phantombild zu erstellen, konnte Stefan Faller auf Anfrage nicht beantworten. Er gab lediglich an, dass es sich um einen „Zeugen handelt, der vor Ort ermittelt wurde“.

Junger Mann auf Phantombild ist der mutmaßliche Vergewaltiger

Mithilfe einer Software-gestützten Maske konstruierte das bayrische Landeskriminalamt (LKA) anhand seiner Aussagen anschließend das Phantombild. Dass es erst jetzt veröffentlicht wurde, obwohl sich die Tat bereits am 6. September ereignet hatte, hängt zum Teil mit rechtlichen Abläufen zusammen. Faller erklärt: „Zuerst musste der Zeuge vor Ort ermittelt werden. Daraufhin gab es einen Termin beim Landeskriminalamt, um das Phantombild zu erstellen. Anschließend musste ein Richter das Bild zur Öffentlichkeitsfahndung freigeben, um nicht eine Person grundlos zu beschuldigen, die mit der ganzen Sache nichts zu tun hat.“

Faller zufolge werde die Person auf dem Phantombild aber momentan „ganz konkret als Beschuldigter“ geführt. Er betont: „Wir gehen vom Täter aus. Wir suchen nicht nach einem Zeugen, der so aussieht.“

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