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Biberbach

17.03.2020

Viele neue Gesichter im Biberbacher Gemeinderat

Neu gegründete Ortsgruppe der Grünen freut sich über Wahlerfolg. Kommunalpolitik vorerst auf Sparflamme

Nicht alles, doch einiges wird der Mai neu machen, wenn es um die Kommunalpolitik in Biberbach geht. Der Gemeinderat, der die nächsten sechs Jahre viele Projekte entscheiden wird, hat sich ein Stück weit verjüngt. Mehr als die Hälfte, nämlich neun Sitze, gehen an neue Gemeinderäte. Weiblicher ist das Gremium allerdings nicht geworden – wie bisher werden nur drei Frauen auf einem der 16 Stühle im Sitzungssaal Platz nehmen.

Auf den unverändert vier Sitzen der CSU gibt es mit Rainer Würz einen Neuzugang. Künftig können Vater Leonhard Würz und Sohn Rainer den Weg zur Gemeinderatssitzung gemeinsam antreten. Eine weitere Vater-Sohn-Konstellation gibt es bei Tobias Merktle (Junge Liste) und Erhardt Merktle (FW).

Bei den Freien Wählern sind mit Markus Kranzfelder und Jürgen Klein 50 Prozent der auf vier Vertreter geschrumpften Gruppierung neu im Amt. Da Platz eins der Liste an Wolfgang Jarasch ging, der wieder im Chefsessel des Rathauses Platz nehmen kann, rückt Thomas Fischer für ihn nach.

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Die Bibertalliste und die Unabhängige Frauenliste sind unverändert mit je zwei Sitzen vertreten, die Junge Liste konnte ihr Personal verdoppeln und die Grünen sind erstmals mit zwei Vertretern im Rat. Da die SPD, die bisher ein Personalduo gestellt hatte, nicht mehr angetreten war, hielt sich die Umverteilung durch den Neuzugang in Grenzen.

Zufrieden ist Bürgermeister Wolfgang Jarasch mit dem Ergebnis „seiner“ Freien Wähler. Die konnten bei der Gemeinderatswahl mit 7787 die meisten Stimmen auf sich vereinen.

Den einen Platz, den die FW weniger haben, sieht auch der Ortsvorsitzende der Freien Wähler Alexander Storr als an die Junge Liste weitergegeben. Dass Wahlergebnis und Listenplätze auseinanderdriften habe zwar verwundert, zeige aber den Wählerwillen, der zu respektieren sei, so Storr.

Mit 7512 Wählerstimmen und vier Vertretern im Rat zieht das CSU-Team dicht nach. CSU-Chef Klaus Gerstmayr ist mit seinem persönlichen Wahlergebnis „sehr zufrieden.“ Er liegt mit 1157 Stimmen nur 289 Punkte hinter Wolfgang Jarasch. Sehr gerne hätte er mit einer CSU Kandidatin die Frauenquote im Rat erhöht, „doch das hat leider nicht geklappt“.

Die Erwartungen der neu gegründeten Ortsgruppe der Grünen haben sich mit dem Wahlergebnis genau erfüllt, so Grünen-Sprecher Herbert Quis. Durch die beiden Experten für erneuerbare Energien werde es wertvolle Impulse für Biberbach geben, so Quis.

„Superhappy“ ist die Junge Liste, die mit einer Gemeinderätin und einem Gemeinderat vertreten sein wird. „Wir erfüllen die Frauenquote“, freut sich Sprecherin Regina Häusler.

Anders ist die Stimmung bei der Bibertalliste. „Enttäuschend“ und ein Verharren auf dem Status Quo ist für Martin Wörle das Ergebnis. Zufrieden könne man mit einer praktischen Wiederholung des Ergebnisses von 2014 nicht sein. Gemeinsam mit Friedrich Wiblishauser wird er wieder am Ratstisch Platz nehmen.

Auch bei der Unabhängigen Frauenliste ist die Stimmung nicht ungetrübt. Es werde mit der vorliegenden Konstellation nicht einfach werden, ein Umdenken im Rat zu erreichen, so Johanna Quis.

Gemeinsam mit Edith Neidlinger wird sie die UFB vertreten. Mehr Offenheit im Rat, mehr gelebte Demokratie, sei Ziel der Frauen.

In den nächsten Wochen wird die Kommunalpolitik erst einmal auf Sparflamme gefahren, so Bürgermeister Jarasch. Wann die konstituierende Sitzung stattfinden kann, stehe noch nicht fest.

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