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Ausschuss

21.10.2016

Viele wünschen sich eine pflegeleichte letzte Ruhestätte

Auf dem Friedhof in Herbertshofen soll ein neues Grab entstehen, in dem bis zu zwölf Urnen bestattet werden können. Die Fläche wird bepflanzt und anschließend von der Gemeinde gepflegt.
Bild: Marcus Merk

Auf dem Friedhof in Herbertshofen entsteht ein neues, großes Urnengrab. Um die bepflanzte Fläche wird sich die Marktgemeinde kümmern

So ändern sich die Zeiten. Vor 15 bis 20 Jahren hatten sich die Verantwortlichen noch den Kopf darüber zerbrochen, wie eine Erweiterung des Herbertshofer Friedhofs aussehen könnte. Heute gibt es dort große, leere Flächen, auf denen teilweise das Unkraut sprießt, weil vorhandene Gräber aufgegeben wurden. Bürgermeister Michael Higl erklärte, dass in Herbertshofen genau das passiere, was man auch an anderen Orten beobachten könnte. Die Zahl der Familiengräber gehe zurück und die Nachfrage nach Einzel- und vor allem Urnengräbern steige.

Auf dem Friedhof in Herbertshofen befinden sich bereits Urnenstelen. Allerdings seien dort nur noch wenige Nischen frei, so Higl. Aus diesem Grund beschäftigte sich der Haupt- und Finanzausschuss des Marktgemeinderats in seiner jüngsten Sitzung mit der Frage, wie dort weitere Urnengräber aussehen könnten.

Diese sollen im östlichen Bereich des Friedhofs (in Richtung des Pfarrheims) entstehen. Dort gibt es eine Fläche, auf der drei Familiengräber aufgegeben wurden. Diese soll nun genutzt werden, um ein großes Feld für zwölf Urnenbestattungen zu schaffen. Im Vorfeld hatte sich eine Gartenplanerin Gedanken darüber gemacht, wie ein solches Urnenfeld aussehen könnte. Der Ausschuss entschied sich dafür, dass die Namen der Verstorbenen auf drei Gedenksteine eingraviert werden. Geschmückt wird die Fläche mit einer Dauerbepflanzung, um deren Pflege sich die Marktgemeinde kümmern wird. Higl geht davon aus, dass das neue Urnengrab im Frühjahr geschaffen werden kann.

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Kosten unterscheiden sich nach Art des Grabes

Die Gebühr für solch ein Urnengrab in einer Pflanzfläche ist die teuerste. Sie kostet für 15 Jahre 1280 Euro, allerdings entfallen dafür auch die Kosten für einen Grabstein. Zum Vergleich: Für eine Urnennische müssen für diesen Zeitraum 720 Euro bezahlt werden und für ein Einzelgrab 475 Euro.

Wenn die Arbeiten für das neue, große Urnengrab anlaufen, soll gleichzeitig auch eine Eingrünung im Bereich der Urnenstelen erfolgen. Dort könnten laut Auskunft von Higl in absehbarer Zeit auch weitere Stelen errichtet werden.

Übrigens: Auf dem Meitinger Friedhof können bereits Urnen in einer Grünfläche bestattet werden, die ebenfalls vom Markt Meitingen gärtnerisch gestaltet und unterhalten werden. Die Namen der Verstorbenen stehen dort auf einem gemeinsamen Grabdenkmal.

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