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Wörleschwang

29.09.2020

Von Klassik bis Travestie: Der Kultur-Stadl feiert Geburtstag

Dafür, dass sich die Gäste vor und auf der Bühne wohlfühlen, sorgen die Macher des Kultur-Stadls: (von links) Anton Hirle, Horst Fritze, Rika Hirle und Björn Eberle. In der Mitte Joe Heinrich vom Puppentheater.
Bild: Michaela Krämer

Plus Der Kultur-Stadl im Zusmarshauser Ortsteil Wörleschwang feiert seinen fünften Geburtstag. Dabei hatten es die Betreiber zu Beginn nicht leicht.

Seit fünf Jahren bietet der Kultur-Stadl Musikern, Kabarettisten und vielen anderen Künstlern im schwäbischen Landkreis eine Bühne. Im Herbst 2015 eröffneten die beiden Ehepaare Björn Eberle und Horst Fritze sowie Rika und Anton Hirle den Kultur-Stadl in Wörleschwang - eine Kleinkunstbühne mit Café und Bistro. Dieser Geburtstag wurde jetzt gebührend gefeiert.

Es steckt viel Liebe, Kreativität und Herzblut in dieser Location. Bekannte Künstler gaben sich hier die Klinke in die Hand. Viele der Veranstaltungen sind Inspiration für Künstler und Zuschauer. Denn es ist die heimelige Atmosphäre, in der alle so gemütlich und nah an der Bühne beieinander sitzen. Ein abwechslungsreiches Programm von Kabarett über Jazz, Rock und Pop, Blues und Klassik bis hin zu Travestie: Das ist der Kultur-Stadl.

Wie der Kultur-Stadl nach Wörleschwang kam

Aber warum gerade Wörleschwang? „Vor elf Jahren sind Horst und ich in das kleine Dorf gezogen und haben dort Rika und Anton kennengelernt“, erzählt Björn Eberle in der Maske. Während des Gesprächs verwandelt sich Björn in seine Kunst- und Kultfigur Dolly. Das geschieht mit sehr viel Ruhe bei dem sonst so quirligen Typ.

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2014 war die Idee entstanden, im Hof der Eheleute Hirle einen Kultur-Stadl mit Veranstaltungssaal und einem Café/Bistro zu etablieren. Der bereits existierende Ideen-Stadl, eine kleiner Hofladen, blieb erhalten. Am 26. September 2015 war es dann soweit: Nach einem aufregenden Umbau hat sich der Stadl in ein wahres Schmuckstück verwandelt und ist nicht mehr aus Wörleschwang wegzudenken. „Als Eheleute arbeiten wir getrennt. Im Café sind Rika und Horst,für den Stadl Björn und ich zuständig. Wir können uns alle aufeinander verlassen“, sagt Anton Hirle.

Am Anfang hatten es die Betreiber des Kultur-Stadl nicht leicht

Der Zuspruch der Gäste bestätigt, dass nicht nur die Programmauswahl, sondern auch das Ambiente und das Essen gut ankommen. Abgesehen davon, dass Björn als Dolly schon einmal von der Bühne geflogen war und er für eine Geburtstagsfeier beim Catering nur die Hälfte bestellt hatte – statt Schweinebraten gab es sogar Rinderbraten - blieben sie von weiteren "Katastrophen" verschont.

„Die ersten drei Jahre waren die schwersten“, sagt Björn Eberle. „Wir haben nur in Eigenregie gearbeitet.“ Mittlerweile zählen 23 Mitarbeiter zum Personal. Neben dem Veranstaltungsstadl finden kleinere Feierlichkeiten im Café oder Bistro statt. Ein gemütlicher Biergarten erfreut sich ebenso großer Beliebtheit. Dass der Kultur-Stadl ein treues Stammpublikum hat, konnten die beiden Ehepaare in Zeiten von Corona erfahren. „Wir haben viel Unterstützung von unseren Gästen bekommen.“

Auf eine große Party im Kultur-Stadl muss wegen Corona verzichtet werden

An eine Party mit Live-Show war dieses Jahr anlässlich des fünfjährigen Jubiläums leider nicht zu denken. Das Team des Kultur-Stadls hofft, die Feier im nächsten Jahr nachholen zu können. Ganz auf eine Veranstaltung wollten sie dann doch nicht verzichten. Und so gab es eine Festwoche im irischen Style. Und am Jubiläumstag hatten sie Fabien, den Zauberkünstler, sowie den grantigen „Wolpert“ vom Puppentheater Joe Heinrich geholt. Zum Schieflachen!

Was sie sich für die nächsten Jahre wünschen? Da muss Eberle nicht lange überlegen. „Dass es mit Spaß so weitergeht.“

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