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Gablingen

28.01.2011

Von der Schmutter auf die großen Bühnen

Claudia Plöckl als Schneekönigin auf dem Titelbild der Wiesbadener Theaterzeitung. Die Schauspielerin aus Gablingen feiert in der hessischen Landeshauptstadt viele Erfolge. Foto: Lena Obst (oh)
Bild: Lena Obst (oh)

Früh übt sich, wer eine gute Schauspielerin werden will. Das trifft auch auf die 26-jährige Claudia Plöckl aus Gablingen zu. Schon in der Grundschule in ihrem Heimatort machte sie beim Schulspiel mit und fand das, wie sie selbst sagt, immer ganz toll. Als sie auf das Augsburger Gymnasium Maria Ward ging, ging es mit der Schauspielerei weiter. Sie meldete sich für das Schultheater an. Auch beim Jugendclub des Theaters Augsburg JTT war sie mit dabei.

Früh übt sich, wer eine gute Schauspielerin werden will. Das trifft auch auf die 26-jährige Claudia Plöckl aus Gablingen zu. Schon in der Grundschule in ihrem Heimatort machte sie beim Schulspiel mit und fand das, wie sie selbst sagt, immer ganz toll. Als sie auf das Augsburger Gymnasium Maria Ward ging, ging es mit der Schauspielerei weiter. Sie meldete sich für das Schultheater an. Auch beim Jugendclub des Theaters Augsburg JTT war sie mit dabei.

"Mit dem JTT sind wir in der Komödie und dem Hoffmann-Keller aufgetreten", erinnert sich Plöckl und ihre Augen funkeln dabei. Theater, das findet sie spannend und man merkt, es ist ihre große Leidenschaft. Nach dem Abitur überlegte sie gemeinsam mit ihren Eltern Ulrike und Helmut Plöckl, was sie denn machen solle. "Die einzige Option, die ich mir wirklich vorstellen konnte und was ich mein ganzes Leben lang machen möchte, war die Schauspielerei", lächelt die Newcomerin und ergänzt: "Wenn man einmal dabei ist, kommt man nicht mehr los davon."

So kam es, dass sie nach dem Abitur Theaterwissenschaften und Spanisch an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studierte. Anschließend bewarb sie sich an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und schaffte es, unter den zehn Auserwählten von über 1000 Bewerbern zu sein.

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Während ihres Studiums spielte sie unter anderem auch am Volkstheater Rostock unter der Regie von Johanna Schall, der Enkeltochter Bertolt Brechts. Und auch ihr Dozent, Professor Thomas Vallentin, dessen Vater bei Brecht Regieassistent war, erzählte sehr viel über de Augsburger Dichter.

"Wir haben während des Studiums viel Brecht gespielt und ganz viele Filme über ihn angeguckt", berichtet die junge Schauspielerin, die von Brecht stets sehr angetan ist. Nach vier Jahren Studium bekam sie ihr Diplom überreicht und gastierte gleich im Anschluss daran am Staatstheater Braunschweig.

Als sie sich im Sommer vergangenen Jahres am Jungen Staatstheater Wiesbaden bewirbt, schafft sie den großen Sprung nach oben und landet auf dem Titelbild des Theaterblattes. Ihre erste große Rolle bekommt sie in dem Weihnachtsmärchen nach Hans Christian Andersens "Die Schneekönigin". "Ein klassisches Stück mit schönen Kostümen", schwärmt sie. Dort spielt Plöckl im Großen Haus des Theaters die Gerda. "Das war bisher die größte Bühne, auf der ich stand. An diesen Raum musste ich mich erst gewöhnen", gibt sie zu.

Der Wiesbadener Kurier schreibt über die Nachwuchsschauspielerin, dass sie ganz reizend und gefühlvoll die Rolle spielt. "Ganz reizend", so könnte man sie auch im wirklichen Leben beschreiben. Eine junge, dynamische Frau, die kontinuierlich ihren Weg geht. An der Schauspielschule hatte sie zwar Gesangsunterricht, aber keinen richtig klassischen. Das versucht sie nun in Wiesbaden nachzuholen. "Gesang und das Arbeiten mit der Stimme macht großen Spaß", so Plöckl. Ihren schwäbischen Dialekt hört man nicht mehr. Das "Augsburgerisch" wurde ihr in der Sprecherziehung abtrainiert und nun spricht sie bühnentaugliches Hochdeutsch.

Wobei sie nach wie vor sehr kritisch auf ihre Sprachmelodie achtet. Für die Schneekönigin wurde ein Hörspiel gemacht, und so bekam sie die Möglichkeit, ihre ersten Aufnahmen im Tonstudio zu machen. Das junge Talent ist offen für alles: Theater, Film, Gesang, Synchronsprechen . . . Da möchte sie sich noch nicht festlegen. In einem Video von Tom Flow hat sie Filmerfahrung gesammelt. Das Video schaffte den ersten Platz beim Online-Wettbewerb "Your Music Contest".

Auf die Frage, ob es einen großen Traum für sie gibt, antwortet sie kess: "Viele!" Gefallen würde ihr eine klassische Rolle auf der Bühne wie etwa die Julia bei "Romeo und Julia" oder das Gretchen aus Goethes Faust. Eine Filmrolle würde ihr ebenfalls gefallen. "Aber das sind alles so vage Dinge. Im Moment fühle ich mich in Wiesbaden sehr wohl, da die Leute sehr sympathisch und unglaublich nett sind", sagt sie zufrieden und glücklich.

Ihre aktuellen Rollen sind "Sophiechen und der Riese" und "Der gewissenlose Mörder". Und als Nächstes steht der "Wunschpunsch" von Michael Ende auf dem Programm. Dort wird sie den romantisch-naiven Kater Maurizio darstellen. Auch darauf freut sie sich schon riesig. Hin und wieder macht sie einen Abstecher in ihr Elternhaus nach Gablingen, denn dort kann sie sich entspannen, Familie und Freunde besuchen.

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