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Landkreis Augsburg

19.02.2021

Warum der Landkreis Augsburg 1400 Laptops für 987 Lehrer bestellt hat

Auch um den Distanzunterricht leichter zu organisieren, fördert der Freistaat jetzt Dienstlaptops für Lehrerinnen und Lehrer. Aber wie viele unterrichten im Landkreis überhaupt?
Bild: Marcus Merk (Symbolbild)

Plus Der Landkreis Augsburg wollte vom Freistaat 1400 Dienstgeräte für Lehrkräfte gefördert haben. Genehmigt wurden aber nur 644. Jetzt wurde noch einmal nachgezählt - mit überraschendem Ergebnis.

Wie viele Lehrerinnen und Lehrer unterrichten eigentlich an den staatlichen Schulen im Landkreis Augsburg? Weil das Landratsamt von 1400 ausging, wurde auch für genau diese Zahl eine Förderung der schon lange versprochenen Dienstlaptops für Lehrkräfte beantragt. Doch genehmigt wurden vom Freistaat lediglich 644 Geräte. Gemeinsam mit der Regierung von Schwaben wurde deshalb noch einmal nachgezählt. Heraus kam, dass derzeit 987 Lehrkräfte an den staatlichen Förderzentren, Realschulen und Gymnasien im Landkreis beschäftigt sind.

Der Hintergrund: Der Landkreis ist zwar Sachaufwandsträger, bezahlt aber nicht die Bezüge und Gehälter der Lehrkräfte. Dafür ist der Freistaat zuständig. Und bei der Anfrage der Förderung für die Dienst-Laptops war man von der Zahl der E-Mail-Adressen an den Schulen ausgegangen. Die gehören aber auch zu Verwaltungsangestellten oder es gab Doppelungen. Nun müssen die Schulleiterinnen und -leiter entscheiden, wie sie die Laptops verteilen wollen.

Freistaat fördert knapp 1300 Laptops für Lehrer im Landkreis Augsburg

Insgesamt sind dem Landkreis Augsburg und den einzelnen Gemeinden und Schulverbänden 1297 Leih-Laptops aus zwei Förderprogrammen des Freistaats Bayern und der Bundesrepublik zugesprochen worden. Diese Zahl hat der Grünen-Landtagsabgeordnete Max Deisenhofer beim zuständigen Ministerium erfragt.

Neben dem Landkreis geht die größte Zahl der Geräte nach Gersthofen (72), Königsbrunn (68) und Bobingen (55). Auch private Schulen wie der Montessori Elternverein in Dinkelscherben (13 Geräte) oder ganz kleine Schulen wie Ustersbach (drei) kommen zum Zug. Jedes Leih-Laptop wird dabei mit 1000 Euro gefördert, wobei davon 250 Euro nicht für den Kauf des Laptops gedacht sind, sondern dafür, das Gerät in das IT-System des jeweiligen Schulaufwandsträgers zu integrieren. Eine Aufgabe, mit der sich beispielsweise gerade die Grund- und Mittelschule in Diedorf gemeinsam mit der Verwaltung im Rathaus befasst.

Ärger über die Streichung der Faschingsferien hält an

Dort dürfen insgesamt 20 Lehrer-Laptops bestellt werden. "Wir müssen genau schauen, was man da nimmt", sagt Schulleiterin Christine Mayr, die es gut findet, dass die Geräte nun kommen. "Sie sollen auf jeden Fall aus der selben Generation stammen, wie die Leihgeräte für Schülerinnen und Schüler, die im vergangenen Jahr angeschafft wurden." In einem Schreiben macht Kultusminister Michael Piazolo deutlich, dass es sich um eine einmalige Aktion handelt, die weder den Freistaat noch die Schulaufwandsträger verpflichte, in Zukunft für einen eventuellen Ersatz der Geräte verantwortlich zu sein.

Lehrerinnen und Lehrer sollen nun Dienstgeräte erhalten, um ihren Unterricht besser vorbereiten zu können.
Bild: Silas Stein, dpa (Symbolbild)

In der Zwischenzeit ärgert sich der bildungspolitische Sprecher der Landtagsgrünen, Max Deisenhofer, über das "autoritäre Säbelrasseln" des Kultusministers. Der hatte jenen Schulen Konsequenzen der Schulaufsicht angedroht, die in dieser Woche ihren Unterricht reduzierten. Ursprünglich waren noch bis zum 19. Februar die Faschingsferien angesetzt, die im Zuge der Corona-Pandemie in Bayern allerdings gestrichen wurden. Die Schulfamilie brauche Unterstützung, keine Drohungen, so Deisenhofer. Der gelernte Lehrer findet, die Streichung der Ferien ist "Bockmist".

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