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Welden

16.11.2015

Warum die Besucher die Eisenbahnwelt in Miniatur so lieben

Warum die Besucher die Eisenbahnwelt in Miniatur so lieben
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Jedes Jahr zeigt der Modellbahnclub aus dem Holzwinkel Eisenbahnanlagen. Dabei gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Außerdem begeistern die kleinen Häuschen und Anlagen auch Menschen, die sich eigentlich für etwas ganz anderes interessieren.

Welden Ob Miniaturmenschen, die an den Bahnschienen stehen, ratternde Loks, Brücken und schindelbedeckte Häuser, Fabriken, in denen reges Treiben herrscht: Die Besucher im Holzwinkelsaal waren sehr beeindruckt von dem, was sie sahen. Und das war im wahrsten Sinne des Wortes „ganz schön abgefahren.“

Die Beschäftigung mit der Modelleisenbahn ist nicht nur ein Hobby – sie ist auch eine Leidenschaft. Ausgefuchste Modelleisenbahner wie Manfred Federle können davon ein Lied singen. Im Laufe der Zeit hat sich nicht nur das Material beim Holzwinkler Modellbahnclub verändert, sondern auch die Technik ist moderner geworden. Nun waren die Bastler und Tüftler wieder am Werk, um den Eisenbahnfreunden aus der Region und Umgebung ihre Anlagen zu zeigen. Und das hatte sich bezahlt gemacht. „Wir sind mit den Besucherzahlen ganz zufrieden“, sagte Manfred Federle.

Stundenlang lassen sich die Anlagen anschauen – und dann gibt es immer noch etwas Neues zu entdecken. Denn die Anlagen sind mit Details nur so gespickt. Und große Augen machten sie alle, egal ob die Jüngsten oder die Älteren unter den Besuchern. Landschaften und Gebäude, Schleusen, Menschen, die im Biergarten sitzen und sogar den Maßkrug heben, wurden meist nach den real existierenden Vorbildern bis ins Detail und maßstabsgetreu nachgebaut. „Es muss Leben auf der Anlage sein“, erzählte Ernst Blank, der in seiner Eisenbahnwelt den Alltag oder Festtag von früher darstellt. Sogar ein Liebespaar im Gebüsch konnte man ertappen. Aus den Brunnen fließt imaginäres Wasser, ein Ingenieur fotografiert den aktuellen Stand einer Grabung, Busse sind unterwegs und noch so viel mehr.

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Ein bisschen Zeit muss man schon mitbringen, um all die kleinen Attraktionen, die in die Miniaturwelten einbezogen waren, zu entdecken. Eisenbahnen schlängeln sich durch Tunnel und über Brücken, vorbei an Gebirgen, Wäldern und Gebäuden. Autos fahren neben den Schienen hier, Menschen tummeln sich auf den Straßen und Gassen. Und das alles digital gesteuert. Also nicht nur die Nostalgiker unter den vielen Besuchern, sondern auch Anhänger der modernen Technik kamen auf ihre Kosten. „Es ist wirklich beeindruckend, was manche Menschen in ihrer Freizeit schaffen“, sagte Werner Kraus. Zusammen mit Ehefrau Claudia und dem vierjährigen Enkelkind Jakob bewunderte er die H0-Anlage des Holzwinkler Modellbahnclubs.

Ein besonderer Hingucker: Aus 50000 Legosteinen wurde das Rathaus Augsburg mit dem Perlachturm von Dieter Wirth in einem Jahr erbaut. Das erstaunliche Bauwerk hat natürlich auch die „kleinen“ Ingenieure angespornt, selbst zu den Legos zu greifen, um eine Zuganlage zu errichten. So entstanden fantasievolle Türme und Mauern. Nur wenige Meter weiter zeigte Frank Becker auf kleinem Raum seine Western-Module. „800 Arbeitsstunden kommen für den Bau dabei schon zusammen“, erzählte er stolz. Mit Mini-LED-Lampen ausgestattet war die Z-Modul-Anlage von Wolfgang Heilmeier. Die Minianlage selbst hatte einen erstaunlichen Maßstab von 1 zu 220.

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