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Meitingen

30.06.2017

Warum einige Straßenlampen heller leuchten

In Meitingen und den Ortsteilen werden viele Straßenleuchten mit neuen Lampen, darunter viele LEDs, ausgestattet.
Bild: LEW/Christina Bleier

In der Marktgemeinde Meitingen werden Lampen ausgetauscht. In welchen Ortsteilen das passiert und welche Auswirkungen das auf die Anlieger hat.

Straßenlampen werden dann zum Thema, wenn sie kaputt sind oder plötzlich zu hell in die Wohnung scheinen. Diese Erfahrung hat Thomas Köhle von der Verwaltung des Marktes Meitingen gemacht. Er ist zuständig für die Straßenbeleuchtung. So beschwerte sich kürzlich eine Frau bei ihm, weil die neue Straßenlampe nun so hell in ihr Schlafzimmer scheint. Der Grund: In diesem Bereich wurden die Straßenlampen ausgetauscht und einige davon sorgen nun für intensiveres Licht.

Die Hälfte der Straßenlaternen sind mit LED-Technik ausgestattet

Hintergrund: Im Auftrag der Kommune erneuert die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) die Straßenbeleuchtung in Meitingen, Erlingen, Herbertshofen, Langenreichen, Ostendorf und Waltershofen. Im Zuge eines Leuchtmitteltauschs werden fast alle Straßenleuchten mit neuen Leuchtmitteln ausgestattet , mehr als die Hälfte davon mit LED-Technik. Diese Lampen verbrauchen laut Auskunft der Lechwerke (LEW) bis zu 70 Prozent weniger Energie.

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Köhle erklärt, dass nach dem Austausch der Anteil der LED auf rund 60 Prozent ansteigt. Zuvor waren es 13,3 Prozent. Doch nicht alle Laternenmasten können damit bestückt werden. Der Grund: LEDs haben eine gerade Lichtkante, während die herkömmlichen Natriumdampfleuchtmittel für einen weichen Übergang sorgen. Das bedeutet, dass manche Laternenmasten zu weit auseinander stehen, um auf die neue Technik umgerüstet werden zu werden, denn ansonsten hätte man im Zwischenraum dunkle Bereiche. Deshalb werden beispielsweise im Schmittenfeld die noch energetisch sinnvollen Natriumdampf-Leuchten gegen neue getauscht, da diese mit den Jahren an Lichtstärke verlieren.

LEDs, die auch an ihrem weißen Licht erkennbar sind, werden dagegen zum Beispiel „Am Heißanger“ in Erlingen oder in der Römer- beziehungsweise Donauwörther Straße in Meitingen installiert. In Langenreichen ist der Lampenaustausch schon erfolgt, derzeit geht es in Erlingen weiter.

Prognose: Bis zu 110 Tonnen Kohlendioxid weniger

In Meitingen und den Ortsteilen hatte es bereits 2012 einen Lampentausch gegeben. Der aktuelle Tausch, der bis Oktober läuft, kostet laut Köhle in den nächsten acht Jahren knapp 40 000 Euro jährlich. In der Summe sind es somit 320000 Euro. Allerdings spart sich die Gemeinde durch den Austausch auch 40 000 Euro Stromkosten jährlich. Somit halten sich die Kosten und die Einsparungen wegen der geringeren Energiekosten die Waage. Die Bürger müssen für den Lampentausch nichts bezahlen. In Meitingen werden die Anlieger für neue Straßenlaternen zur Kasse gebeten, wenn sie beispielsweise einen neuen Bauplatz kaufen. In diesem Fall sind die Kosten für die Straßenbeleuchtung im Preis für das Grundstück enthalten.

Die LEW hat errechnet, dass durch den Einbau der neuen Lampen jährlich bis zu 110 Tonnen Kohlendioxid weniger ausgestoßen werden. Zum Vergleich: Laut Greenpace müsste man jährlich 4000 Kilometer weniger mit dem Auto fahren, um eine Tonne Kohlendioxid einzusparen. Somit entspricht die CO2-Einsparung durch den Lampentausch in Meitingen jährlich der Menge, die entstehen würde, wenn man mit dem Auto zehnmal um den Globus fährt.

Doch nicht nur in Meitingen geht den Bürgern ein anderes Licht auf. Auch in anderen Orten des Landkreises wurden und werden Lampen getauscht und LEDs eingebaut. Ab nächsten Woche findet ein solcher Wechsel in Heretsried und Lauterbrunn statt. In Altenmünster leuchte dagegen seit Juni die neuen Lampen. Im vergangenen Jahren gab es größere Tauschaktionen unter anderem in Zusmarshausen, Bonstetten, Langweid und Nordendorf.

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