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Motivation

09.01.2019

Was bringen all die guten Neujahrsvorsätze?

Auch im Augsburger Land haben sich die Menschen wieder viel vorgenommen

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Viele Menschen setzten sich Anfang des Jahres Ziele, die sie dann oft nach einiger Zeit wieder verwerfen. Doch welche Vorsätze haben die Menschen im Augsburger Land und wie bleiben sie am Ball?

Fabian Mehring, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, will in diesem Jahr einiges ändern. „Durch meine parlamentarische Geschäftsführung und die Doktorarbeit sind im vorherigen Jahr wichtige Dinge wie meine Familie und Freunde leider zu kurz gekommen. Das möchte ich ändern“, erklärt er. Außerdem will der Politiker wieder mehr Sport machen. Deshalb hat er sich für Juni zu einem Triathlon angemeldet. Seine Vorsätze will er sich immer wieder in Erinnerung rufen. Unterstützung bekommt er dabei auch von seinen Freunden.

Lidwina Hartmann von der Krankenkasse DAK-Gesundheit betont, dass der Jahreswechsel ein guter Zeitpunkt für Veränderungen sei. Am besten eigne sich ein konkreter Plan, der den Zeitraum und die Hindernisse abstecke. „Wichtig ist auch, dass die Ziele realistisch sind“, sagt Hartmann. Im Idealfall solle ein Profi oder Berater zur Unterstützung aufgesucht werden. Die Krankenkasse bietet dafür sogar eine eigene Telefon-Hotline. Mit entsprechenden Tipps hält immerhin jeder zweite Deutsche seine guten Vorsätze für das neue Jahr vier Monate und länger durch, weiß Hartmann.

Die beliebtesten Ziele der Deutschen sind, das Rauchen aufzugeben, mehr Sport zu treiben und eine gesündere Ernährung. Viele Menschen möchten auch mehr Zeit mit ihrer Familie und den Freunden verbringen und im Gegenzug ihre Zeit vor dem Computer verringern.

Die Ernährungsberaterin Tinatin Deisenhofer aus Gersthofen hat im Januar und Februar wegen des großen Ansturms an motivierten Menschen einiges zu tun. Sie findet die Vorsätze ihrer Kunden lobenswert, rät jedoch dazu, sich nur ein Ziel pro Jahr vorzunehmen. „Mein Tipp für eine erfolgreiche Umsetzung der Vorsätze ist, sich kleine Ziele zu stecken, sonst ist die Enttäuschung am Ende groß“, erklärt Deisenhofer. Ihre Kunden sollen nicht hungern, aber ihre unliebsamen Angewohnheiten vermeiden. Zudem sollte die Ernährungsumstellung auf die Person zugeschnitten sein, Freude bereiten und nicht nur aus Verzicht bestehen. „Meine Kunden halten mit dem regelmäßigen Training meist gut durch und sind sehr konsequent“, freut sich Deisenhofer.

Der Schauspieler Karlheinz Lemken aus Stadtbergen hält dagegen nicht viel von Neujahrsvorsätzen. „Nachdem ich meine Vorsätze die letzten Jahre immer gebrochen habe, nehme ich mir gar nichts mehr vor“, sagt Lemke. Er mache auch so genug Sport und gehe regelmäßig spazieren, schwimmen und radeln. Die zwei Zigaretten, die er am Tag raucht, möchte er sich nicht verbieten. Ein Ziel hat er jedoch jedes Jahr aufs Neue: „Ich möchte alle Menschen so behandeln, wie ich selbst auch behandelt werden möchte.“

Auch der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gersthofen, Wolfgang Baumeister, hat sich dieses Jahr einiges vorgenommen: „Ich möchte, dass das 150-jährige Jubiläum unserer Feuerwehr gut über die Bühne geht und wir viel Beteiligung aus der Bevölkerung erhalten“, erklärt der Leiter der Feuerwache. Da er die meisten Vorsätze in den vorherigen Jahren wegen vieler Einsätze und zu wenig Zeit nicht einhalten konnte, verzichtet er privat darauf.

Die DAK-Gesundheit hilft Kunden aller Krankenkassen, ihre Vorsätze umzusetzen. Die kostenlose Hotline ist am Donnerstag, 10. Januar, von 8 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 0800/1111841 zu erreichen.

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