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Berufswelt

21.11.2019

Was kommt nach der Schule?

Maxi Stadler, Justine Schmid, Georg Vogler und Lauren Krieger haben bereits klare Vorstellungen, wie ihre berufliche Zukunft später einmal aussehen wird.
Foto: Michaela Krämer

Beim Tag der Ausbildung bekommen Jugendliche Einblicke in die Berufswelt. Welche Jobs beliebt sind

Eines haben kleine und große Betriebe gemeinsam: Beide brauchen motivierte und interessierte Auszubildende. Bereits zum dritten Mal drehte sich im Raum Holzwinkel und Altenmünster alles um die Berufswahl. Mehr als 30 Unternehmen haben den Jugendlichen die Möglichkeiten gegeben, potenzielle Ausbildungsbetriebe kennenzulernen und in deren Arbeitsabläufe hineinzuschnuppern.

Was macht mir Spaß? Welches Unternehmen gefällt mir? Wo mag ich eine Ausbildung machen? Diese und andere Fragen sollte der „Tag der Ausbildung“ beantworten. Egal ob man sich schon für einen Bereich entschieden hat oder sich orientieren möchte – der Tag, den das Entwicklungsforum, allen voran Managerin Simone Hummel, gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Attraktives Welden und den lokalen Gewerbeverbänden Altenmünster und Zusmarshausen auf die Beine stellt, gibt die Möglichkeit, Unternehmen der Region und ihren Arbeitsalltag mitzuerleben. Rund 170 interessierte Schülerinnen und Schüler versammelten sich am frühen Morgen im Holzwinkelsaal. Zuvor hatten sie sich bereits für eine der 18 Touren, beispielsweise für die Tour mit dem Schwerpunkt „Kaufmännisches und Verwaltung“, entscheiden müssen. So auch Moritz Möckl aus Streitheim. Der Zwölfjährige ist auf dieser Tour zum ersten Mal dabei. Er hat noch keine klaren Vorstellungen für seine berufliche Zukunft. Vielleicht im Bereich Sport? Immerhin zählt neben Musikmachen (er spielt begeistert Tenorhorn) auch Leichtathletik zu seinen Hobbys. Einmal Fußballer zu werden könne er sich gut vorstellen. Wenn es nicht klappen sollte, möchte er vielleicht zur Polizei.

Keine leichte Entscheidung für Menschen in jungen Jahren. Seine Mutter findet es gut, dass es die Möglichkeit gibt, Firmen auf diese Art kennenzulernen. „Das gab’s früher nicht.“

Auch die 15-jährige Justine Schmid aus Horgau macht zum ersten Mal mit. Sie möchte später einmal im Krankenhaus arbeiten oder wie Moritz im sportlichen Bereich. Sie engagiert sich bei der Wasserwacht Zusmarshausen und tanzt im Ballett. Ganz wichtig bei der Berufswahl ist die Frage: Welche Fähigkeiten habe ich? Was kann ich gut? Wobei fühle ich mich wohl? Das wissen Maxi Stadler aus Horgau und Lauren Krieger aus Altenmünster bereits. Sie haben schon klare Vorstellungen darüber, wie ihre Zukunft aussehen soll. Beide sind 14 Jahre alt. Max Stadler interessiert sich für die Abläufe in der Gemeinde und möchte gerne im Büro arbeiten. Fußball spielt er gerne. „Aber als Profi wäre er zu schlecht“, sagt sein Freund Lauren. Sein Wunsch wäre es, als Chemikant in Gersthofen zu arbeiten. Dort kennt er bereits Leute. Er spielt auch gerne Fußball, ist aber in keinem Verein. In seiner Freizeit ist er bei der Jugendfeuerwehr. Wie auch Georg Vogler aus Neumünster. Er weiß, wohin die Reise nach der Schule geht. „Zimmermann oder Schreiner“, sagt der 15-Jährige.

Waltraud Pfennig begleitet die Jugendlichen auf deren gewählter Tour. Ihr Ziel sind Firmen und Betriebe in Zusmarshausen. Sie unterstützt das Projekt und hat sich für diesen Tag extra freigenommen.

Bemerkenswert ist auch die Zahl, die Landrat Martin Sailer in seiner Rede erwähnt hat: So liegt die Jugendarbeitslosigkeit in der Region bei einem Prozent. Vergleich Spanien: Dort sind es 33 Prozent.

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