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02.07.2020

Was neuer Wohnraum die Eigentümer kostet

Direkt gegenüber den Altanliegern entstehen am bislang noch nicht ausgebauten Höflesweg im Fischacher Ortsteil Wollmetshofen acht Bauplätze. Derzeit wird die Fläche noch landwirtschaftlich genutzt.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

In Wollmetshofen wird es neue Bauplätze geben. Erschließungsbeiträge könnten auch für Altanlieger fällig werden

Einen weiteren wichtigen Schritt nach vorne unternahm der Marktgemeinderat bei der Aufstellung des Bebauungsplans am Höflesweg im Fischacher Ortsteil Wollmetshofen mit der Abwägung der vorgebrachten Stellungnahmen der Bürger und Behörden. Dabei musste Bürgermeister Peter Ziegelmeier in der letzten Sitzung den Altanliegern allerdings einen Wermutstropfen verkünden. Das Bauvorhaben werde dazu führen, dass für diese Grundstückseigentümer Erschließungsbeiträge anfallen.

Das rund 8000 Quadratmeter große Areal am östlichen Rand von Wollmetshofen dient der Schaffung von Wohnraum. Dort sollen vor allem mit der Bebauung von Einzel- und Doppelhäusern die Bedürfnisse von Familien mit Kindern berücksichtigt werden. Der überplante Bereich befindet sich auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche. Sie sieht die Ausweisung von acht Bauplätzen vor.

Beim Höflesweg handelt es sich derzeit um einen unbefestigten Weg. Die jetzige Erschließungsmaßnahme könnte dazu führen, dass auch von den Altanliegern am Stichweg Erschließungsbeiträge zu erheben seien, teilte der Bürgermeister mit. Falls die Marktgemeinde nur den Hauptzug sowie die zwei nach Nordosten laufenden Stichstraßen herstellen würde, wären vier Grundstücke von Altanliegern zu diesen Beiträgen heranzuziehen. Eine von der Kommune ursprünglich angedachte Abrechnung der Kosten allein auf die neuen Baugrundstücke über Ablösungsverträge im notariellen Kaufvertrag sei nicht möglich, bedauerte Ziegelmeier. Dies habe das Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde nachdrücklich betont.

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Bei der Beratung wurde unter anderem deutlich, dass im neuen Baugebiet eine Versickerung nicht möglich sei und das Ableiten des Niederschlagswassers mittels Zisternen und einer verzögerten Abgabe in den Mischwasserkanal erfolge. Im Zuge der Erschließungs- und Ausführungsplanung werde die Möglichkeit eines Regenwasserkanals geprüft, verdeutlichte der Rathauschef. Zugelassen werden Satteldächer mit einer Neigung zwischen 38 und 45 Grad, nicht dagegen glasierte Dachziegel. Mit vier Gegenstimmen votierte der Marktgemeinderat dafür, keine Festsetzungen für Heizungsanlagen zu treffen.

An das Baugebiet angrenzende Grundstückseigentümer monierten, ob ein verkehrsberuhigter Bereich sowie die Pflanzung von Straßenbegleitgrün und Bäumen notwendig seien, zumal bei Letzteren an das Baugebiet unmittelbar ein großes Mischwaldgebiet angrenze. Das alles verteuere die Erschließungsmaßnahme, hieß es. Der Marktgemeinderat Fischach verständigte sich deshalb einstimmig darauf, die Erschließungsstraße als öffentliche Verkehrsfläche mit Straßenbegleitgrün, ohne besondere Zweckbestimmung festzusetzen. Dort sei eine Tempo-30-Begrenzung möglich.

Der Caritasverband Schwabmünchen und Umgebung erhält für ein neues Kühlfahrzeug für die Schwabmünchner Tafel einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro. In diesem Zusammenhang teilte Peter Reidel dem Gremium mit, dass er derzeit am Ball sei, für Fischach eine sogenannte „Essensausgabe“ für bedürftige Bürger auf Vereinsbasis auf die Beine zu stellen.

für Jugend und Senioren. Das Gremium bestimmte Andreas Thoma zum Jugend- und Sigurd Emme zum Seniorenbeauftragten der Marktgemeinde.

Der von der Marktgemeinde 2017 mit der Kubus Kommunalberatung und Service GmbH abgeschlossene Dienstleistungsvertrag über die Durchführung der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung wird weitergeführt. Im Rahmen der Ausschreibung 2022 bis 2023 einigte sich das Gremium nach kurzer Diskussion mehrheitlich darauf, dass hundertprozentig Ökostrom ohne Neuanlagenquote beschafft werde. Diese Form ist rund 15000 Euro billiger gegenüber Ökostrom mit Neuanlagenquote. Die Marktgemeinde habe im letzten Jahr circa 1,1 Millionen Kilowattstunden verbraucht und dafür Stromkosten von rund 220000 (2018: 234000) Euro berappt, informierte Geschäftsstellenleiter Rudolf Thoma.

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