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Weitwurf

21.01.2020

Weihnachtsbäume fliegen durch die Luft

Weihnachtsbäume flogen bei Biburg durch die Luft: Beherzt griff Laura Herz zum Baum und landete auf dem dritten Platz.
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Weihnachtsbäume flogen bei Biburg durch die Luft: Beherzt griff Laura Herz zum Baum und landete auf dem dritten Platz.
Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

Bei der zehnten Auflage des Wettbewerbs landete so mancher Teilnehmer im Eifer des Gefechts im Schlamm. Eine Gaudi war es trotzdem für alle. Wer hat am weitesten geworfen?

Die Startbedingungen für den zehnten Weihnachtsbaum-Weitwurf-Wettbewerb waren nicht optimal. Die Arena auf dem Spielplatz am Föhrenberg bei Biburg versank nach einem heftigen Regenschauer in den Vormittagsstunden im Morast. Das Ganze minderte die Gaudi für die Teilnehmer aber keineswegs.

Der Sieger des Vorjahres, Philipp Zimmer aus Diedorf, war vor Ort, um seinen Titel zu verteidigen, weitere Herausforderer stellten sich nach und nach ein.

Immerhin stand einiges auf dem Spiel: Der Sieger darf sich jetzt schon auf einen Prachtbaum aus den Bayerischen Staatsforsten für das nächste Weihnachtsfest freuen, den Zweitplatzierten war eines der Brote aus der Backstube des Klosters Oberschönenfeld in Aussicht gestellt.

Auch Förster Pentti Buchwald ließ sich die Freude, an dem außergewöhnlichen Wettbewerb des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg von den schlechten Startbedingungen nicht nehmen und lud die Teilnehmer zur Stärkung auf einen leckeren Krapfen ein. Der Förster war sich gut gelaunt sicher, dass er der Ausrichter einer präolympischen Disziplin ist, immerhin hätten die Chinesen bei ihm bereits angefragt. Wurfstände waren aufgebaut für Männer, Frauen und Kinder, wobei insbesondere bei den Männern, deren Ehrgeiz mit jedem Wurf sichtlich mehr geweckt wurde, der Wettbewerb vereinzelt zu einer Schlammschlacht wurde.

Für zwei Euro Startgeld, das für die Kartei der Not der Augsburger Allgemeinen gespendet wurde, galt es eine Probe sowie drei Wettbewerbswürfe zu absolvieren. Natürlich waren die Bäume keineswegs aerodynamisch optimal, aber gerade darin lag ja der Reiz. Der Wurfarten gab es verschiedene, mal „römisch-griechisch-klassisch“, mal Schleudern aus dem Stand, mit Anlauf oder in der Art eines Speerwurfs.

Andreas Kalb aus Dinkelscherben hatte zufällig von dem Wettbewerb erfahren und sich spontan entschieden mitzumachen. Er sei neugierig auf einen spannenden Wettkampf, witzelte er. Obwohl er keinerlei Sport treibt, wie er versicherte, gab er alles und flog dem Tannenbaum gleich ein Stück hinterher in den Matsch. Und damit sollte er nicht der Einzige bleiben. So viel Engagement ließ die Veranstalter überlegen, künftig auch Haltungsnoten vergeben zu wollen.

Der letztjährige Sieger, Philipp Zimmer, erreichte bereits mit dem Probewurf sieben Meter und steigerte sich letztendlich auf beachtliche 8,30 Meter. Somit hatte er seinen Titel erfolgreich verteidigt. Zweiter wurde Marcus Spang, mehrjähriger Zweitplatzierter, gefolgt von Robert Link, einem talentierten Neuling.

Bei den Frauen ging es ein wenig gesitteter zu, aber auch sie packten beherzt den Tannenbaum an Stamm oder Spitze und erreichten respektable Weiten. Petra Bröll errang mit 6,10 Meter den Siegerplatz, es folgten Maria Vohrer, die extra zum Wettbewerb aus München angereist war, und Laura Herz.

Natürlich hatten auch die Kinder großen Spaß. Sieger im Christbaum-Weitwurf bei den Mädchen waren die fünfjährige Anna, die einen Sonderpreis erhielt, und ihre Schwester Maya. Bei den Jungen gewannen Lukas und Jakob den Weihnachtsbaum-Weitwurf.

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