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Kabarett

16.03.2019

Wenn die Zukunft deppert grinst

Da Huawa, da Meier und I begeisterten das Gersthofer Publikum mit ihrem Programm „Agrat“.
Bild: Andreas Lode

Da Huawa, da Meier und I bringen mit ihrem neuen Programm „Agrat“ die Zuhörer in Gersthofen zum Singen

Was bedeutet das bayerische Wort „agrat“? Da Huawa, da Meier und I verdeutlichen es in der Stadthalle Gersthofen mit einem musikalischen Stück:

Sonntags ist da Huawa regelmäßig bei seiner lieben Schwiegermutter zum Essen eingeladen. Eigentlich kein schlimmer Anlass, würde sie ihm nicht jedes Mal „agrat“ Rosenkohl servieren. Da Huawa mag ihn „ums Verrecken ned“, behält das aber lieber für sich und lobt die Schwiegermama, sie habe gut gekocht, um den innerfamiliären Frieden zu wahren. Irgendwann reicht es ihm aber, er kann keinen Rosenkohl mehr sehen. Da Huawa überlegt, wie er ihm entkommen kann, etwa durch Scheidung von der lieben Frau oder Auswandern an einen Flecken Erde, an dem es keinen Rosenkohl gibt?

Mit diesen alltäglichen Geschichten, aber auch aktuellen gesellschaftlichen Themen tourt die Kultgruppe in ihrem neuen, dem mittlerweile siebten Bühnenprogramm, „Agrat“, durch Bayern. In dieser Formation treten die bayerischen Wortakrobaten Christian Maier (Da Huawa), Matthias Meier (Da Meier) und Sepp Haslinger (I) übrigens das erste Mal in Gersthofen auf: Sepp Haslinger ist Anfang 2018 nach dem Ausscheiden von Siegi Mühlbauer als neuer „I“ dazugestoßen. Das tut der Qualität aber keinen Abbruch, mit Sepp Haslinger ist sogar noch ein Stück mehr Musikalität hinzugekommen. Neben klassischen Instrumenten wie Gitarre, Trompete, Blockflöte oder dem Schlagzeug kommen umgebaute Alltagsgegenstände zum musikalischen Einsatz: eine Fliegenklatsche oder eine zum Klangkörper umfunktionierte Toilette.

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Und diese ist beim nächsten ironischen Stück von zentraler Bedeutung: Da Huawa sitzt auf einer modernen Hightech-Toilettenanlage. Ein normaler Klogang ist nicht mehr möglich, er findet weder den „saubleden Lichtsensor“, noch weiß er „agrat“ mit der modernen Spültechnik umzugehen. Da Meier begleitet ihn mit Tönen, die er aus der umgebauten Toilette herausholen kann. Abgerundet wird die komische Szene mit dem Refrain: „Die Zukunft is scho do und grinst mi deppert o.“

Genauso vielseitig wie mit den Instrumenten agieren die drei Kabarettisten bei den unterschiedlichen Musikstilen: Sie spielen sowohl Rock’n’Roll als auch Blues, Reggae oder Volksmusik. Und zum ersten Mal in der fast 20-jährigen Geschichte der Gruppe erklingt: ein Liebeslied. Gewidmet ist es nicht den Frauen der Kabarettisten, sondern dem Bayernland.

Am Ende eines unterhaltsamen Abends dürfen noch die Zuschauer ihr sängerisches Talent beweisen. Thema des Liedes: Mit welchem „Charme“ der Bayer eine Frau anspricht, die ihm gefällt. „Agrat“ in der Situation hat sich wohl der ein oder andere Zuschauer wiederfinden können.

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