1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Wer steht im Augsburger Land als Bürgermeister zur Wahl?

Landkreis Augsburg

18.08.2019

Wer steht im Augsburger Land als Bürgermeister zur Wahl?

Im März bestimmen die Wähler, wer in den Gemeinden das Sagen hat. Das dürfte an manchen Orten im Augsburger Land spannend werden.
Bild: Philipp Schröders (Archiv)

Im März werden die Bürgermeister gewählt. Viele Amtsinhaber haben sich entschieden, ob sie weitermachen wollen. Doch es gibt auch schon einige Gegenkandidaten.

Im März 2020 werden die Bürgermeister neu gewählt. Inzwischen haben sich fast alle Amtsinhaber entschieden, ob sie weitermachen wollen oder nicht. Im Lechtal zeichnet sich ein Generationswechsel ab.

  • Neusäß Bürgermeister Richard Greiner (CSU) hat bereits seine Bereitschaft signalisiert, weitermachen zu wollen. Die Nominierung ist allerdings erst auf Herbst angesetzt. Von den anderen Fraktionen im Stadtrat hat bisher niemand seinen Hut in den Ring geworfen.
  • Gersthofen Bürgermeister Michael Wörle tritt wieder an. Unterstützt wird er von SPD, Grünen und Freien Wählern. Die anderen Parteien und Gruppierungen halten sich noch bedeckt. Lediglich die Gruppierung W.I.R. hat signalisiert, dass sie höchstwahrscheinlich keinen Kandidaten stellen wird.
  • Stadtbergen Paul Metz (CSU) muss sich noch keine Gedanken über eine neue Kandidatur machen, da die Bürgermeisterwahlen in Stadtbergen einen anderen Turnus haben. Metz wurde im Herbst 2017 zum zweiten Mal ins Amt gewählt. 2011 war Bürgermeister Fink zurückgetreten. Der Stadtrat wurde ganz normal im Turnus 2014 in seiner heutigen Besetzung bestimmt.
  • Diedorf Bürgermeister Peter Högg (WfD) hatte bereits vor einigen Monaten seinen Willen bekundet, weiterzumachen und „große Projekte für die Gemeinde voranzutreiben“. Inzwischen hat er einen offiziell nominierten Gegenkandidaten: Gemeinderat Thomas Rittel ist der Kandidat der CSU. Er hat bereits angekündigt, unter anderem Platz fürs Gewerbe schaffen zu wollen und die Betreuungssituation für Kinder sowie die Wohnungsversorgung verbessern zu wollen.
  • Gablingen Amtsinhaber Karl Hörmann hat bereits klar gemacht, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten wird. Als parteiloser Kandidat, der allerdings von der CSM unterstützt wird, tritt Jürgen Schantin an, früherer Bürgemreister von Gershtofen und derzeit dort im Stadtrat in der Gruppierung W.I.R. aktiv. Für die CSU geht die heutige zweite Bürgermeisterin Krina Ruf ins Rennen.
  • Kutzenhausen Bereits zwei Kandidaten um die Nachfolge von Silvia Kugelmann (UGG), die nicht mehr antritt, gibt es in Kutzenhausen. Neben Gregor Winkler von der neuen Vereinigung „Miteinander umdenken“ will auch Andreas Weißenbrunner aus Rommelsried antreten. Weißenbrunner ist inzwischen Vorsitzender des gerade erst gegründeten Ortsverbands der Freien Wähler in Kutzenhausen. Seiner Meinung nach hat sich in Kutzenhausen inzwischen seit vielen Jahren bewährt, dass sachorientierte Politik gemacht wird. Die Kommunalpolitik in der Gemeinde kennt Gregor Winkler ebenfalls bereits: Er ist der Sohn von Altbürgermeister Sebastian Winkler, der bis 2008 Bürgermeister war. Die CSU will sich nach den Sommerferien zu einem möglichen Kandidaten äußern.
  • Fischach Bislang gibt es in Fischach einen einzigen Bürgermeisterkandidaten und das ist der Amtierende: Der Sozialdemokrat Peter Ziegelmeier, der zuletzt von einer gemeinsamen Liste aus SPD und Parteifreien unterstützt wurde, hat sich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, noch ein drittes Mal zu kandidieren. Dazu hätten ihn auch Bürger in zahlreichen Gesprächen ermutigt, sagt er. Bei den vergangenen Kommunalwahlen 2014 hatte er keinen Gegenkandidaten und wurde mit mehr als 90 Prozent der Stimmen wiedergewählt.
  • Gessertshausen Jürgen Mögele wurde erst im Herbst 2016 ins Amt gewählt.

  • Ustersbach In Ustersbach ist Bürgermeister Willi Reiter noch kürzer Chef im Rathaus. Er wurde im Herbst 2018 gewählt. Auch dort steht also wie in Gessertshausen keine Bürgermeisterwahl an. 2020 wird in Ustersbach nur ein neuer Gemeinderat gewählt. Erst 2026 geht dort dann wieder die übliche parallele Wahl von Gemeinderat und Bürgermeister über die Bühne.

  • Aystetten Bürgermeister Peter Wendel (Freie Wähler) hat erklärt, dass er gerne in die dritte Amtszeit gehen möchte. Als Gegenkandidat von der CSU steigt Roland Woppmann in den Ring. Der Kandidat ist von Beruf her Zollbeamter, Wendel war früher Polizist.

  • Meitingen Noch viel vor hat der Meitinger Gemeindechef Michael Higl (CSU) in seiner Gemeinde. Er wolle gerne „den spannenden Job“ weitermachen. Ihm gefällt die Vielfalt der täglichen Aufgaben. Higl hatte vor fünf Jahren keinen Gegenkandidaten in Meitingen. Sollte 2020 seine dritte Amtsperiode beginnen, ist er 45 Jahre alt. Ein Gegenkandidat ist noch nicht bekannt.
  • Biberbach „Ich trete wieder an“, sagt klipp und klar der Biberbacher Bürgermeister Wolfgang Jarasch (Freie Wähler-Vereinigung). Die Nominierungsversammlung wird am 16. Oktober stattfinden. Die Arbeit mit den Menschen mache ihm Spaß. Für Jarasch würde mit 52 Jahren die dritte Amtszeit beginnen.
  • Ellgau Aufhören wird Manfred Schafnitzel aus Ellgau. „Ich bin gerne Bürgermeister, aber im Jahr 2020 ist nach 36 Jahren Schluss.“ Eine Kandidatin für die Nachfolge gibt es bereits. Es ist Christine Gumpp, die derzeit zweite Bürgermeisterin. „Ja, ich trete an“, erklärte sie. Die 54-Jährige gehört der Freien Wähler Gruppe an und sitzt seit elf Jahren im Gemeinderat.
  • Ehingen Sein Kollege, Franz Schlögel, will seine Arbeit im Rathaus fortsetzen. Es wäre die vierte Amtszeit des 54-Jährigen. Der ehrenamtliche Bürgermeister möchte große Projekte wie die Mehrzweckhalle und die Erweiterung des Kindergartens begleiten. In Ehingen gibt es bisher nur eine Gruppierung im Gemeinderat. Die unparteiische Wählergruppe hat Franz Schlögel nominiert.
  • Thierhaupten „Als das schönste Amt der Welt“ bezeichnet Toni Brugger (CSU) den Beruf des Thierhaupter Bürgermeisters. Er führe das Amt „leidenschaftlich gerne“ aus und stelle sich gerne wieder zur Wahl. Brugger hatte 2014 eine Stichwahl gewonnen. Ein Gegenkandidat ist noch nicht bekannt.
  • Nordendorf Spannend wird die Bürgermeisterwahl in Nordendorf. Elmar Schöniger (SPD/Aktive Bürger) hatte bereits Anfang 2018 erklärt, dass er nicht mehr antreten werde. Nach 18 Jahren soll Schluss sein für Schöniger, der nächstes Jahr 66 Jahre alt wird. Derzeit gibt es zwei Kandidaten. Als erster hatte Tobias Kunz von den Freien Wählern seinen Hut in den Ring geworfen. Der 30-Jährige ist seit 2013 Vorsitzender des FW-Ortsverbandes, seit Februar dieses Jahres führt er auch den Kreisverband im Landkreis Augsburg. Kunz ist in Nordendorf Gemeinderat und Jugendbeauftragter. Der andere Kandidat ist Michael Thalhofer von der CSU. Der 47-jährige Ellgauer ist Vorsitzender der CSU Nordendorf und gebürtiger Nordendorfer. Der Familienvater von zwei Kindern betreibt einen Kfz-Betrieb in Ellgau. Dort ist er Gemeinderat.
  • Langweid Bürgermeister Jürgen Gilg wird sich um eine weitere Amtsperiode bewerben, denn „meine Arbeit ist nach zwei Perioden nicht vorbei“, erklärte er. Offiziell wird die Bewerbung erst nach der Nominierung der CSU. Die Weichen werden laut SPD-Fraktionssprecher Manfred Stranzinger im September gestellt. Grundsätzlich kann man sich vorstellen, Gilg zu unterstützen, wenn dieser im Gegenzug auf einen Listenplatz seiner Partei verzichtet. Wenn allerdings der Ortsverband der Grünen und die AfD einen Kandidaten aufstellen, dann „werden wir nicht umhin kommen ebenfalls einen Kandidaten ins Rennen zu schicken.“ Laut FWV-Fraktionssprecher, Peter Stuhlmüller, „laufen Gespräche innerhalb der Gruppierung“.
  • Westendorf Unklar ist die Situation in Westendorf. Bürgermeister Steffen Richter, der 2014 im Rathaus angefangen hat, kann noch nichts über seine Pläne sagen. Er erklärte, dass er Ende September eine klare Aussage parat haben wird.
  • Kühlenthal Im Nachbarort Kühlenthal trifft Bürgermeisterin Iris Harms eine klare Aussage zu ihren Plänen nach fünf Jahren im Amt: „Ich stelle mich gerne wieder zur Wahl.“ Ein Gegenkandidaten gibt es derzeit nicht.
  • Allmannshofen Nicht aus Altersgründen, sondern weil es für ihn die richtige Zeit zu gehen ist, will Manfred Brummer den Stab übergeben. Nach drei Perioden in dem zeitaufwendigen Ehrenamt will er mehr Zeit für sein Privatleben und Hobbys haben, erklärte Brummer, der nächstes Jahr 56 Jahre alt wird. Mittlerweile ist ein Kandidat bekannt, der die Nachfolge von Brummer antreten will. Es ist Markus Stettberger, der derzeitige zweite Bürgermeister der Gemeinde. In Allmannshofen gibt es derzeit nur eine Gruppierung im Gemeinderat. Es ist die Wählervereinigung Allmannshofen.
  • Adelsried Auch Erna Stegherr-Haußmann geht davon aus, dass sie 2020 in Adelsried wieder in den Ring steigt. 2014 hatte die SPD-Bürgermeisterin knapp ihr Amt verteidigt.
  • Emersacker Nach über 30 Jahren im Gemeinderat und einiger Zeit als Zweiter und Erster Bürgermeister im Ehrenamt hört Michael Müller in Emersacker auf. Er wird nächstes Jahr 63 Jahre alt und will es ruhiger angehen lassen.
  • Welden Nach 30 Jahren im Amt macht der aktuelle Bürgermeister Peter Bergmeir (SPD) in Welden den Platz frei. Nun gibt es gleich drei neue Kandidaten. Für die Freien Wähler tritt Stefan Scheider an. Er arbeitet seit langem in der Verwaltung der Gemeinde. Die CSU schickt den 35-jährigen Weldener Christoph Huttner ins Rennen. Für die Bürgergemeinschaft Welden und Reutern tritt der 55-Jährige Günter Lewentat an. Er vertrat bereits als Dritter Bürgermeister immer wieder Amtsinhaber.
  • Altenmünster Mit 62 Jahren will auch Bernhard Walter im nächsten Jahr in Altenmünster nicht noch einmal kandidieren. „Es entspricht nicht meinem Anspruch, diese Herausforderung bis zum 68. Lebensjahr meistern zu wollen“, erklärte er seine Entscheidung. Sein Nachfolger könnte der 36-Jährige Florian Mair werden. Er tritt für die Unabhängigen Wähler an.
  • Heretsried Der Bürgermeister von Heretsried, Heinrich Jäckle, hat bereits bei der Bürgerversammlung im Februar seinen Hut in den Ring geworfen. Auch hier gibt es bislang keinen Gegenkandidaten.
  • Horgau Sehr gerne im Amt bleiben möchte der Horgauer Rathauschef Thomas Hafner. In Horgau war er vor fünf Jahren der einzige Bewerber um das Amt gewesen. Im Falle einer Wiederwahl wäre es seine vierte Amtszeit.

  • Dinkelscherben Nachdem sich Edgar Kalb zunächst bedeckt hielt, ist nun klar: Er tritt wieder an. Aber nicht ohne Gegenkandidaten. Für die CSU geht der Dinkelscherber Ulrich Fahrner ins Rennen. Fahrner ist erst seit Kurzem bei den Christsozialen. Politisch aktiv ist er aber schon lange.

  • Zusmarshausen Als erste Gruppierung in Zusmarshausen hat die neu formierte Bürgerliste (BLZus) einen Herausforderer für Bürgermeister Bernhard Uhl benannt. Stefan Vogg soll den CSU-Politiker aus dem Sattel heben. Vogg ist amtierender Gemeinderat und Dritter Bürgermeister (bislang SPD/Aktive Bürger).

  • Bonstetten Bürgermeister Anton Gleich tritt noch einmal an. Lange habe er überlegt, ob er mit 65 Jahre noch eine Amtszeit anstreben will. Letztendlich gebe es aber noch einige Projekte, die er in der Holzwinkelgemeinde vorantreiben möchte. Über einen Gegenkandidaten ist noch nichts bekannt. (AL)
Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren