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Bau

16.10.2019

Wie es zur Martinskapelle kam

Rudolf Helfert erinnert an den Bau des Erlinger Kirchleins mit vielen Ehrenamtlichen

Dorfbewohner erinnern sich: Über guten Besucherzuspruch von Bürgern des Meitinger Ortsteils Erlingen konnte sich Marktgemeinderat Rudolf Helfert freuen. Er ließ die Entstehung der im Jahre 1994 errichteten und dem Schutzpatron St. Martin gewidmeten Erlinger Dorfkapelle Revue passieren. Damals bildete sich ein Förderkreis aus Mitgliedern der Erlinger Vereine und Erlinger Bürgern, um den Bau der Dorfkapelle in Angriff zu nehmen. Als Standort wurde ein Platz nahe am örtlichen Friedhof ausgewählt. Rückblick: Bis ins Jahr 1967 hinein hatte der kleine Ort an der Schmutter bereits eine Kapelle an der örtlichen Kreuzung Markter Straße – Hauptstraße, diese musste jedoch im Zuge von Straßenbaumaßnahmen abgerissen werden.

Die Anregung für den Bau einer neuen Dorfkapelle ging damals von der ehemaligen Ortsbäuerin Ida Reiter und dem mittlerweile verstorbenen Ortsobmann Willi Reiter aus. Gemeinsam mit Kreisheimatpfleger Walter Pötzl und Gemeinderat Wolfgang Schwarz besuchten Ida und Wilhelm Reiter sowie Rudolf Helfert einige Kapellen im Landkreis Augsburg und im Landkreis Wertingen, um Vorstellungen für den Erlinger Kapellenbau einzuholen. Danach wurde schließlich die Feldkapelle in Bonstetten als „Vorbild“ bevorzugt.

Architekt Klaus Soppa entwarf erste Planvorlagen und im Vereinsheim der Erlinger Musiker fanden im Beisein von Pfarrer Ludwig Hihler erste Vorgespräche statt. Große Zustimmung für den Kapellenbau fand der Förderkreis auch bei Bürgermeister Alfred Sartor und es wurde gemeinsam vereinbart, dass der Altarraum mit der Figur des Heiligen St. Martin hoch zu Ross ausgestattet werden soll. Der Erlinger Hobbyschnitzer Alois Spaderna stellte schließlich die prächtige Holzfigur her. Des Weiteren wurde eine Marien-Ikone für den Altarraumschmuck ausgewählt.

Mit großem Engagement und vielen Arbeitsstunden wurde die Baumaßnahme gemeinsam vom Förderkreis und Erlinger Bürgern durchgeführt. Am 25. Mai 1995, am Feiertag Christi Himmelfahrt, erhielt die Dorfkapelle St. Martin durch Pfarrer Ludwig Hihler im Rahmen einer Weihezeremonie ihren kirchlichen Segen. Rudolf Helfert erinnerte in seinem Rückblick besonders an die vorbildliche gemeinschaftliche Zusammenarbeit der Ortsvereinsmitglieder. „Der Kapellenbau“, so der Marktgemeinderat, „hat eindrucksvoll eine intakte Dorfgemeinschaft und das gute örtliche Zusammenleben demonstriert.“

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