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Neujahrsempfang

07.01.2019

Wie kleine Kinder die Gemeinde auf Trab halten

Beim Neujahrsempfang zeichneten Staatssekretärin Carolina Trautner und Bürgermeister Peter Högg (rechts) Johann Karle (Zweiter von links) und Alois Erlinger für ihr langjähriges Engagement beim SSV Anhausen mit einer Urkunde und Ehrennadel aus.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Ständig werden neue Betreuungsmöglichkeiten benötigt. Warum weitere Flüchtlinge umziehen müssen

Es waren die jüngsten Bewohner der Marktgemeinde Diedorf, denen Bürgermeister Peter Högg in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang der Gemeinde den größten Platz einräumte: Weil der Zuzug in die Gemeinde unvermindert anhält, werden auch ständig weitere Möglichkeiten der Betreuung gesucht. So sind im vergangenen Jahr 40 neue Krippen und Kindergartenplätze in einem neuen Kindergarten in Trägerschaft des Frère-Roger-Kinderzentrums im Ortsteil Lettenbach entstanden, am Hort in Diedorf wird seit vergangenem Jahr angebaut und auch die Hortkinder in Anhausen konnten in ein Ausweichquartier umziehen. Sie sollen neue Räume im neuen Anbau an die Mehrzweckhalle erhalten. Übrigens sei Diedorf bei der Förderung von Familien mit Kindern schon weiter als die bayerische Staatsregierung: 60000 Euro gab die Gemeinde im vergangenen Jahr für den kostenlosen Besuch einer Kita für das zweite und jedes weitere Kind einer Familie aus.

Mit einem guten Gefühl blickt der Bürgermeister in die Zukunft, wenn es um die Pläne für die Umfahrung geht. Die Bahn sei gesprächsbereit, erstmals seit 30 Jahren gebe es konkrete Variantenpläne. Unter anderem hofft Högg dabei auf die Unterstützung von Bundestagsabgeordnetem Hansjörg Durz (CSU), der beim Neujahrsempfang zu Gast war. Nur kurz streifte Högg vergangene „Aufregerthemen“ wie das neue Verwaltungszentrum (hier soll ein Arbeitskreis eingerichtet werden), Störfall in der Wasserversorgung (am 17. Januar wird es einen Infoabend geben) und Rindermast mit Direktvermarktung an der Lindenstraße (soll nun eine Pferdepension werden).

Bedeutsame Veränderungen wird es jedoch schon bald für die in Diedorf noch lebenden Flüchtlinge und die ehrenamtlichen Integrationshelfer des prämierten DieZ geben. Vor wenigen Tagen hat das Landratsamt der Gemeinde mitgeteilt, dass die Unterkunft in der Bahnhofstraße 14 und 14a saniert werden soll. Seit 2014 hatte das Landratsamt dort allein reisende Männer untergebracht. Sie müssen nun bis Ende Januar in andere Unterkünfte umziehen. Wenig Platz, nämlich nur sechs freie Plätze, stehen dabei in der benachbarten Anlage, Bahnhofstraße 18, zur Verfügung. Dort können höchstens 23 Flüchtlinge leben. Die Unterkunft dort ist dann, zumindest bis nach der Sanierung, die letzte ihrer Art in der Marktgemeinde.

Für ihr langjähriges Engagement im SSV Anhausen und auch beim Talfest ehrten Bürgermeister Peter Högg und Staatssekretärin Carolina Trautner zum Abschluss des Neujahrsempfangs Johann Karle (30 Jahre im Verein aktiv, zwölf Jahre erster Vorsitzender) und Alois Erlinger, der 36 Jahre lang im Verein aktiv war, davon 30 als Vize-Präsident. (jah)

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