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Neusäß

09.01.2019

Wie sicher sind unsere Daten im Netz?

Jeder hinterlässt Spuren, wenn er Online unterwegs ist. Aber wie sicher sind unsere Daten vor Hackern?
Bild: Ole Spata, dpa (Symbolbild)

Der jüngste Hacker-Angriff wirft Fragen auf. Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz ist Mitglied im Digitalausschuss und weiß aus eigener Erfahrung, warum man mit Daten vorsichtig sein sollte

Handynummern, Privatadressen, Fotos – beim jüngsten Hacker-Angriff auf hunderte Politiker und Prominente wurden sensible Daten über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet. Seit gestern steht ein 20-Jähriger im Verdacht, die Daten gehackt zu haben. Er wurde vorläufig festgenommen. Hansjörg Durz, CSU-Bundestagsabgeordneter für das Augsburger Land, ist stellvertretender Vorsitzender des Digitalausschuss. Aus eigener Erfahrung weiß er, warum Nutzer ihre persönlichen Daten im Internet bestmöglich schützen sollten.

Herr Durz, sind Sie selbst bei dem Angriff gehackt worden?

Durz: Nein, zum Glück bin ich aktuell nicht davon betroffen.

Ist Ihnen so etwas schon einmal passiert?

Wie haben Sie reagiert?

Durz:

Wie lange hat es gedauert, bis der fremde Account gelöscht wurde?

Durz:

Wie genau funktioniert das?

Durz:

Hat der aktuelle Hacker-Angriff auch Auswirkungen auf Ihr Nutzerverhalten?

Durz:

Was tun Sie, um Ihre Daten im Internet zu schützen?

Durz:

Können wir uns überhaupt noch richtig davor schützen, dass unsere Daten gehakt werden?

Durz:

Absolute Sicherheit gibt es nicht. Aber man sollte Aufmerksamkeit und Vorsicht an den Tag legen. Beim Hackerangriff auf den

Bundestag

2015 habe auch ich eine Fishing-Mail erhalten. Aber meine Mitarbeiter haben reagiert und die E-Mail sofort gelöscht. Es ist ein ständiger Wettlauf. Je weiter die Digitalisierung voranschreitet, desto stärker muss auch die Sicherheitsarchitektur im Netz wachsen und sich weiterentwickeln. Interview: Felicitas Lachmayr Ich verwende nur starke Passwörter, die sich aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zusammensetzen. Ich wechsele sie regelmäßig, mache Updates und bin insgesamt sehr vorsichtig mit privaten Inhalten auf sozialen Netzwerken. Aus Vorsicht durchforsten meine Mitarbeiter auch gelegentlich gezielt das Netz nach möglichem Datenmissbrauch. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand werde ich mein Verhalten nicht groß ändern. Denn auch das würde mich vermutlich nicht gegen einen solchen Angriff schützen. Aber es kann gut sein, dass ich mein Nutzungsverhalten ändern werde, wenn mehr über die genauen Hintergründe bekannt ist. Eine Verifikation des eigenen Accounts muss man beim sozialen Netzwerk beantragen. Es ist ein umfangreicherer Vorgang, man muss sich dafür ausweisen. Aber in meinem Fall hat es sich gelohnt. Das Unternehmen hat umgehend reagiert. Noch am selben Tag war das gefälschte Profil mit meinem Bild verschwunden. Zum Glück hatte ich meinen Account zuvor verifizieren lassen, so konnte die Firma schneller reagieren. Ich wusste, dass es solche Fälle gibt. Aber selbst davon betroffen zu sein, hat mich dann doch erschrocken. Man weiß nicht, was der Hacker mit den Daten vorhat. Ich habe es sofort dem Unternehmen gemeldet.

Durz:

Leider ja. Vor etwa einem Jahr wurde ein Foto, das ich in einem sozialen Netzwerk benutzt hatte, geklaut und für einen fremden Account genutzt. Das war ein klassischer Fall von Identitätsdiebstahls. Einer meiner Mitarbeiter hat das durch Zufall entdeckt.

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