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Porträt über die Firma HLS Sacha im Gersthofer Hery Park.

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Dank Indien auch in Gersthofen erfolgreich? Die Firma HLS Sacha ist 60 geworden

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    Die Firma HLS in Gersthofen wird dieses Jahr 60 Jahre alt. Im Bild von links der Leiter der Geschäftsentwicklung, Werner Fritz, Mitarbeiter Moritz Worischek und der HLS-Geschäftsführer Attila Krenn.
    Die Firma HLS in Gersthofen wird dieses Jahr 60 Jahre alt. Im Bild von links der Leiter der Geschäftsentwicklung, Werner Fritz, Mitarbeiter Moritz Worischek und der HLS-Geschäftsführer Attila Krenn. Foto: Andreas Lode

    In Indien, da könne man sich das Taxi von der Rikscha bis zur Luxuslimousine über eine App buchen. Indien, das werde ganz sicher das neue China, sagt Attila Krenn, Betriebsleiter Unternehmens HLS Sacha in Gersthofen. Doch was bedeutet das für die schwäbische Firma, die vor allem für die Automobilbranche tätig war und im Sog der Krise mitgezogen wird? Mehr als 300 Mitarbeitende waren vor 2019 in drei modernen Bürogebäuden in Lechhausen untergebracht. Inzwischen sind es noch 100, die sich die Räume im ehemaligen Kuka-Turm im Hery-Park in Gersthofen mit weiteren Firmen teilen. Zum 60-jährigen Bestehen der Firma ist die Geschäftsführung optimistisch.

    Nachdem Kuka die Firma HLS 2006 ge- und 2015 verkauft hatte, musste die Firma 2019 Insolvenz anmelden. Noch 2018 war ein Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Dann stieg Pawan Kumar Singh ein und die HLS wurde Teil der Sacha Gruppe. Deswegen werden inzwischen auch Mitarbeitende in Indien oder in Vietnam beschäftigt. Das Kerngeschäft der Gersthofer Firma waren Ingenieurdienstleistungen für die Rohkarosserie-Fertigung. „Automobilhersteller lassen ihre Autos entwickeln, samt Produktionsanlagen für ihre Komponenten oder Montageanlagen, wo etwa die Tür an das Auto montiert wird,“ erklärt Werner Fritz, Leiter Geschäftsentwicklung. Diese ganze Palette könne die Unternehmensgruppe abdecken.

    Was in Gersthofen entwickelt wird, wird in China, Indien oder Vietnam gebaut

    Doch diese Projekte, die sich in der Regel im zweistelligen Millionenbereich bewegen, seien aktuell rar. Zudem, so ergänzt Krenn, sei der Druck auf die Kosten in der Automobilbranche am höchsten. „Wir in Gersthofen stimmen den Auftrag mit den Kunden ab, entwickeln das Projekt und lassen es dann auf unserer verlängerten Werkbank in Indien oder Vietnam auskonstruieren.“

    Von guten Gersthofer Kontakten nach Indien könnten auch andere profitieren

    Nun werden neue Geschäftsfelder aufgebaut. Warum nicht Mannschaftswagen für die Bundeswehr planen, samt Anlagenbau und Co?, nennt Fritz ein Beispiel. Auch auf Messen, etwa zum Thema Umweltschutz, knüpft er neue Kontakte. Denn außerhalb der Automobilbranche sei der Automatisierungsgrad noch niedrig. So seien auch die Lebensmittelbranche oder das Thema Medizintechnik interessant. Das neue Freihandelsabkommen der EU mit Indien biete weitere Chancen. Jetzt könne man deutsche Unternehmen etwa dabei unterstützen, dort Fuß zu fassen. „Nur durch unsere gute Verbindung mit dem Land können wir überhaupt noch Arbeitsplätze in Deutschland halten und aufbauen“, betont Krenn, der schon oft in Indien war. „Indien“, sagt er „boomt. Und Deutschland schaut zu.“

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