Fußball

30.12.2011

Debütantenball

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Bayernliga, wir kommen! Nach einem 3:1-Sieg im Relegationsspiel gegen die SpVgg Selbitz feierten Andi Stieglitz, Benni Richter, Ronny Roth, Stefan Niesseler und Abteilungsleiter Klaus Assum vom TSV Gersthofen den Aufstieg in die Bayernliga.

TSV Gersthofen und TSV Dinkelscherben steigen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Bayernliga beziehungsweise in die Bezirksoberliga auf. SV Ehingen/Ortlfingen überspringt eine Klasse

Landkreis Augsburg Das Augsburger Land hat in der Saison 2010/11 an fußballerischer Qualität in der Spitze gewaltig zugelegt: Der TSV Gersthofen hat den Aufstieg in die Bayernliga geschafft, der TSV Dinkelscherben in die Bezirksliga. Beide Vereine sind erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in diesen Ligen vertreten. In der Breite dagegen mussten durch den Abstieg des SC Altenmünster und des SV Thierhaupten aus der Bezirksliga Einbußen hingenommen werden.

Nach einem kontinuierlichen Endspurt und begünstigt von der schwächelnden Konkurrenz stand der TSV Gersthofen bereits nach dem vorletzten Spieltag als Vizemeister der Landesliga Süd fest. In einem Relegationsspiel in Schwabach trafen die Schützlinge des Trainergespannes Robert Walch und Gerhard Hildmann auf den Nord-Vize SpVgg Selbitz. Nach 90 spannenden Minuten hatten die Ballonstädter mit 3:1 das glücklichere Ende. Die beiden Ex-Profis Johannes Hintersberger und Mark Römer sowie Youngster Maximilian Obermeyer hatten vor 1500 Zuschauern für die Treffer gesorgt.

Lehrgeld in der Königsklasse

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Obwohl die Mannschaft mit Thomas Rudolph, Sebastian Kinzel, Daniel Raffler, Lukas Kling oder Mariusz Suszko erheblich verstärkt wurde, mussten die Schwarz-Gelben in der höchsten bayerischen Liga bisher viel Lehrgeld zahlen. Zur Winterpause liegt der TSV Gersthofen auf dem drittletzten Tabellenplatz. Vom vor Saisonbeginn ausgegebenen Ziel, einen Platz unter den ersten neun, der in dieser Saison zur direkten Qualifikation für die neue Regionalliga Bayern berechtigen würde, ist man acht Punkte entfernt. Zur Rückrunde hofft man auf die Rückkehr zahlreicher Dauerverletzter. Ob man sich die Regionalliga im Falle einer sportlichen Qualifikation wirtschaftlich leisten kann, das ist eine andere Frage.

Abschied mit Aufstieg

Souverän mit sechs Punkten hat sich der TSV Dinkelscherben die Meisterschaft in der Bezirksliga Nord gesichert. Der Aufstieg in die höchste schwäbische Liga war der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Entsprechend wurde auf dem Kaiserberg auch gefeiert. Im letzten Spiel bezwangen die Lila-Weißen den bereits als Absteiger feststehenden SC Altenmünster mit 5:0. Die letzten beiden Treffer steuerte Alexander Guggemos bei, der nach dieser Partie seine Karriere beendete.

Auch ohne ihren langjährigen Torgaranten spielten die Schützlinge von Trainer Herbert Wiest als Aufsteiger in der Bezirksoberliga nicht die Rolle des Prügelknaben, sondern teilweise sogar über ihre Verhältnisse. Obwohl sich die Kaiserberg-Kicker mit vier Niederlagen in Folge ohne jeglichen Torerfolg in die Winterpause verabschiedeten, stehen sie immer noch auf Rang zehn, der zu Qualifikationsspielen um den Aufstieg in die Landesliga berechtigt.

Die Überraschungsmannschaft

Die Überraschungsmannschaft des vergangenen Jahres war der TSV Welden. Die Truppe um Spielertrainer Johannes Walter setzte sich im Schlussspurt gegen den lange Zeit wie der sichere Meister aussehenden SSV Margertshausen durch und holte sich den Titel in der Kreisklasse Nordwest. Statt in der West-Liga zu den Nachbarschaftsderbys nach Zusmarshausen oder Altenmünster zu fahren, müssen die Holzwinkel-Kicker nun in der Kreisliga Augsburg nach Wehringen oder Schwabegg reisen. Dabei haben sie sich bisher wacker geschlagen.

Einen Sprung über zwei Klassen schaffte der SV Ehingen/Ortlfingen. Nachdem es auf Kreisebene in der vergangenen Saison wegen einer Strukturreform keine A-Klassen gab, stiegen die Schützlinge von Meistertrainer Josef Higl aus der B-Klasse in die Kreisklasse Nordwest auf. Den Aufstieg in die A-Klasse konnten indes mit dem TSV Meitingen II, SV Achsheim, TSV Dinkelscherben II, SV Wörleschwang, TSV Ellgau, SV Bonstetten, SV Ottmarshausen, SV Thierhaupten II, TSV Leitershofen II und SSV Anhausen II gleich zehn Mannschaften feiern. Ein Wunder, dass im Landkreis das Bier nicht knapp wurde.

Für Aufsehen sorgte Ende des Jahres 2010 die Entlassung von Trainer Dietmar Fuhrmann beim TSV Neusäß, der zur Winterpause – allerdings mit zwei absolvierten Spielen mehr – auf Rang eins der Bezirksliga Nord stand. Am Ende verpassten die Lohwald-Kicker trotz des Trainerwechsels den Aufstieg. Im neuen Anlauf stehen die Schützlinge von Stefan Schmid derzeit aussichtsreich auf Platz zwei.

Was der TSV Neusäß bisher noch nicht geschafft hat, ist inzwischen für Fuhrmann in Erfüllung gegangen. Seit wenigen Wochen gibt er beim FC Königsbrunn die Kommandos. Und der spielt bekanntlich in der Bezirksoberliga.

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