Fußball-Nachlese

05.10.2019

Der FC Bayern der Bezirksliga

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Die Gewinner und Verlierer des Zusatzspieltages am Tag der Deutschen Einheit. Warum man absichtlich einen Elfmeter verschießt

Mit dem 7:2-Sieg beim letztjährigen Champions-League-Finalisten Tottenham Hotspurs hat der FC Bayern München diese Woche ein Ausrufezeichen gesetzt. Exakt diesen Spielstand gab es auch beim Bezirksliga-Duell zwischen dem SV Cosmos Aystetten und dem TV Bad Grönenbach, was nicht nur Stadionsprecher und 2. Vorsitzenden Thorsten Meynen dazu verleitete, den SV Cosmos als FC Bayern der Bezirksliga und Robert Markovic-Mandic als Aystettens Robert Lewandowski zu bezeichnen. Doch die Truppe von Marco Löring hatte an diesem Tag noch nicht genug. 8:3 lautete der Endstand in einer spektakulären Partie, in der die Gastgeber nach elf Minuten 0:2 zurücklagen. In Anbetracht der anderen Ergebnisse darf der SV Cosmos Ay-stetten als der Gewinner dieses zwölften Spieltages bezeichnet werden. Als Tabellenzweiter reisen die Löring-Schützlinge nun am Sonntag zum Spitzenspiel beim Vierten SV Türkgücü Königsbrunn.

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Der TSV Neusäß trifft bereits am heutigen Samstag auf den TSV Haunstetten, bei dem der Ex-Neusässer Helmut Riedl die Kommandos gibt. Vor dem 0:0 gegen den FC Thalhofen hatte Trainer Charly Pecher gerade noch eine Mannschaft zusammengepuzzelt, da erwischte es schon nach acht Minuten Andreas Kastenhuber. Mit einem Kreuz- bandriss verlängert er die ellenlange Verletztenliste. „Eine an und für sich harmlose Zweikampfsituation. Das ist brutal“, so Sportlicher Leiter Günther Hausmann. „In der zweiten Halbzeit hätten wir das Spiel für uns entscheiden müssen, haben aber drei glasklare Chancen vergeben“, so Hausmann. Auch ein Pfostenschuss von Daniel Burda war dabei. „Wenn du vorne stehst, geht der rein, wenn du hinten stehst, eben nicht.“

Gewinner in der Bezirksliga Nord war der SC Bubesheim. Nicht nur, weil der Spitzenreiter das Gipfeltreffen gegen den TSV Meitingen mit 2:1 für sich entschied, sondern weil auch die weiteren Verfolger TSV Gersthofen und FC Affing Federn lassen mussten. Die Lechstädter mussten beim 2:2 in Adelzhausen eine Minute vor Schluss noch den Ausgleich hinnehmen, Affing eine 0:1-Niederlage beim TSV Aindling und eine Rote Karte für Torjäger Max Schacherl. Während es der TSV Meitingen mit Schlusslicht SV Holzkirchen zu tun hat, ist das Derby TSV Gersthofen – TSV Aindling jetzt das Verfolgerduell schlechthin.

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Drei Spiele in Folge hat der SC Altenmünster kein einziges Tor geschossen – drei Niederlagen hintereinander waren die Folge. In den letzten beiden Spielen haben die Zusamtaler satte sieben Einschüsse zu verzeichnen. Daher konnte man sich mit zwei Siegen aus den gröbsten Abstiegsnöten befreien. Wenn die Schützlinge von Trainer Peter Ferme nach dem 3:2-Erfolg beim FC Günzburg jetzt auch noch gegen den TSV Rain II nachlegen können, sollte einem gemütlichen Herbst nichts entgegenstehen. „Wir müssen alle nochmals auf die Zähne beißen und alles raushauen“, richtete der spielende SCA-Co-Trainer Aldin Kahrimanovic unmittelbar nach dem Schlusspfiff im Günzburger Auwaldstadion den Blick nach vorne.

Gewinner in der Kreisklasse Süd war der SSV Margertshausen. Nachdem der bisherige Tabellenführer FSV Inningen beim FSV Wehringen mit 1:4 die erste Saisonniederlage kassierte, stehen die Kempter-Schützlinge nach dem 3:1-Sieg gegen den FSV Großaitingen auf Rang zwei. Und auch der TSV Ustersbach ist nach dem souveränen 3:0-Erfolg beim SV Schwabegg wieder im Verfolgerfeld. Den dritten Sieg in Folge verbuchte der TSV Fischach im Staudenderby gegen Mitaufsteiger TSV Walkertshofen.

Eine Geste für den Fairplay-Preis

Eine Szene für den Fairplay-Preis hat sich während der Kreisliga-Partie zwischen der SpVgg Langerringen und dem TSV Täfertingen (2:3) abgespielt. Als beim Stand von 0:2 für die Gäste ein Langerringer Spieler verletzt am Boden lag und alle darauf warteten, dass irgendjemand den Ball ins Aus schlagen würde, zog Langerringens Ulrich Strehle ohne Gegenwehr in Richtung Täfertinger Tor. Als ihm Nicolas van der Werf im Strafraum die Beine wegzog, gab es Elfmeter. „Völlig regelkornform“, wie Täfertingens Sportlicher Leiter Günter Stempfle berichtet. Doch Langerringens Spielführer Lukas Müller und der Elfmeterschütze sprachen miteinander, worauf Benedikt Schaffner den Strafstoß absichtlich am Tor vorbeischoss. „Das nenne ich Fairplay“, so Stempfle. Für die SpVgg Langerringen stand am Ende die erste Heimniederlage seit zwei Jahren zu Buche.

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