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Tischtennis

21.04.2015

Ein weiterer Titel für die umfangreiche Sammlung

Oberschiedsrichter Johann Fischer kontrolliert hier nicht die Fahrkarten in die 2. Bundesliga, die der TTC Langweid als Meister der 3. Bundesliga nicht einlöst. Er moniert den Schlägerbelag von Katharina Schneider.
Bild: Marcus Merk

Frauen des TTC Langweid holen sich eine weitere Meisterschaft auf hoher Ebene. Warum man dennoch freiwillig auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga verzichtet

„Das war knapp“, atmete Katharina Schneider auf, als sie unmittelbar nach dem Spiel am Samstag in Süßen den 6:4-Sieg ihres Teams telefonisch an den Vorsitzenden Gert Jungbauer nach Langweid meldete. Damit waren die Tischtenis-Frauen des TTC Langweid unabhängig vom Ausgang des letzten Spiels gegen Schwabhausen II Meister der 3. Bundesliga Süd. Katharina Schneider stellte aber auch klar: „Wir wollen aber dennoch auch die letzte Partie gewinnen!“ Dieses Vorhaben setzte das TTCL-Team mit einem 6:0 souverän um.

Das Langweider Team war vor Süßen gewarnt. Unter anderem durch den knappen 6:4-Sieg in der Vorrunde und dem Wissen, dass die Württemberger mit Edina Toth eine ausgezeichnete Spitzenspielerin aufbieten können. Langweid musste hingegen wie schon in der Vorrunde in diesem für die Meisterschaft so wichtigen Spiel krankheitsbedingt ohne Krisztina Toth auskommen. Bei einer Niederlage wäre Süßen Meister gewesen und der TTC als Favorit, der die ganze Saison über die Tabelle angeführt hatte, wäre leer ausgegangen.

Das wussten die TTC-Spielerinnen. Dieser Druck verstärkte sich durch einen 0:2-Rückstand nach zwei verlorenen Doppeln und dem 1:3 nach den ersten Einzelspielen. Nicht einkalkuliert war dabei die Niederlage des sonst so erfolgreichen Doppels Schneider/Krazelova gegen das schwächere Gastgeberdoppel. Dagegen musste Betreuerin Katrin Meyerhöfer damit rechnen, dass das Duo Barasso/Erhardsberger das Nachsehen haben würde und im ersten Einzel Barbara Barasso der ungarischen Abwehrstrategin Edina Toth, eine der stärksten Spielerinnen der Liga, zum Sieg gratulieren muss.

Katharina Schneider hielt mit ihrem 3:1-Sieg gegen Celina Gruber ihr Team im Rennen. Damit war der Bann gebrochen. Nach der Pause konnte das TTCL-Team durch Maria Krazelova und Martina Erhardsberger zum 3:3 ausgleichen. Maria Krazelova ließ ihre Mannschaftskameradinnen aber lange zittern. Katharina Schneider musste dann zwar die Spielstärke von Edina Toth anerkennen, doch folgte durch einen Sieg von Barbara Barasso im Spiel zwei gegen zwei prompt der Ausgleich zum 4:4.

Das Spiel blieb bis zum Schluss offen. Die Gastgeber wollten den Titel und kämpften verbissen. Martina Erhardsberger und Maria Krazelova hatten den längeren Atem und sicherten dem TTC Langweid mit jeweils 3:2-Siegen den 6:4-Erfolg und damit die Meisterschaft. Die TSG Süßen stellte mit Edina Toth die stärkste Spielerin, Langweid aber das ausgeglichenere Team.

Im Gegensatz zum Spiel am Vortag musste Langweid beim 6:0 gegen Schwabhausen II in keiner Phase des Spiels bangen. Siege beider TTCL-Doppel stellten die Weichen zu einem schnellen Erfolg. Das junge Gästeteam konnte Langweid nie gefährden. Katharina Schneider und Barbara Barasso sorgten für die 4:0-Pausenführung und glatte 3:0-Siege von Martina Erhardsberger sowie Maria Krazelova bedeuteten den 6:0 Endstand.

Vertrauen in den eigenen Talentschuppen

Bereits vor vier Wochen hatte der TTC Langweid dem Deutschen Tischtennis-Bund mitgeteilt, dass er sein Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen wird. In der einteiligen 2. Bundesliga wären weite Reisen in den Norden der Republik angestanden, die der momentanen, halbprofessionellen Mannschaft nicht zumutbar gewesen wären. Verstärkungen sind aus finanziellen Gründen nicht geplant und nicht gewollt. Lieber will man den Nachwuchsspielerinnen aus dem eigenen Talentschuppen eine Chance geben. In dieser Saison kamen bereits Eva Bickel und Anastasia Kitaev zum Einsatz. (jug/oli)

TSG Süßen – TTC Langweid 4:6. Gruber/Volz - Schneider/Krazelova 11:7, 12:10, 6:11, 12:10, E. Toth/Binder Barasso/Erhardsberger 11:6, 11:6, 11:6, Toth - Barasso 11:4, 11:5, 7:11, 11:8, Gruber - Schreiner 7:11, 12:10, 11:13, 6:11, Volz - Krazelova 11:9, 8:11, 11:7, 8:11, 11:13, Binder - Erhardsberger 9:11, 10:12, 9:11, Toth - Schneider 7:11, 11:5, 11:6, 11:5, Gruber - Barasso 8:11, 6:11, 11:8, 9:11, Volz - Erhardsberger 11:1310:12, 11:5, 11:6, 7:11, Binder - Krazelova 11:7, 9:11, 11:7, 6:11, 8:11.

TTC Langweid – TSV Schwabhausen II 6:0. Erhardsberger/Barasso - Mozler/Heiß 11:5, 11:5, 7:11, 11:13, 11:6, Schneider - Krazelova - Welz/Tugui 16:16, 11:8, 11:4, 11:8, 11:5, Schneider - Tugui 11:5, 11:8, 11:8, Barasso - Welz 11:6, 11:9, 11:13, 11:3, Erhardsberger - Heiß 11:9, 11:7, 11:2, Krazelova - Mozler 11:6, 11:6, 11:7.

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